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Es sei denn, man würde die Lebensverhältnisse der Ausländer in der Bundesrepublik derartig nachhaltig verschlechtern, dass ein Leben am Rande des Existenzminimums in den Herkunftsländern vorteilhafter erschiene.

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“, 1979

TV-Tipps des Tages

09.05.2014 – Ausländer, Briten, NSU Terror, Ku-Klux-Klan, Rassismus

TV-Tipps des Tages sind: Kämpfen unter fremder Flagge; Die Arier: Ku-Klux-Klan-Mitglied und Mo Asumang . Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. Mehr und mehr rassistische Aktionen werden mit dem Wort Arier oder Aryan in Verbindung gebracht.

VONÜmit Küçük

DATUM9. Mai 2014

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Kämpfen unter fremder Flagge
Dokumentation – Die Seeschlacht von Trafalgar gehört zu den bekanntesten Schlachten der Geschichte, sicherte sie doch für ein Jahrhundert die britische Vorherrschaft auf den Meeren der Welt und machte den englischen Admiral Lord Nelson zur Legende. Die szenische Dokumentation über das entscheidende Aufeinandertreffen der britischen Flotte mit der französischen und spanischen am 21. Oktober 1805 erzählt vor allem die spannende Geschichte derjenigen Seeleute in englischen Diensten, die selbst keine Briten waren und aus ganz unterschiedlichen Ländern stammten.

Die Schlacht vor Kap Trafalgar zählt zu den bedeutenden Seeschlachten der Geschichte. Sie entschied über die politische Ordnung im Europa nach der Französischen Revolution und begründete Großbritanniens mehr als ein Jahrhundert dauernde Vorherrschaft auf den Weltmeeren. Lord Nelson, der Held von Trafalgar, hatte vor der Schlacht die Losung ausgegeben: „England erwartet, dass jeder Mann seine Pflicht tut.“ Vergessen wird dabei oft, dass von den 18.000 Seeleuten, die für „King and Country“ gegen Franzosen und Spanier in die Schlacht zogen, etwa zehn Prozent überhaupt keine britischen Staatsbürger waren. Nelsons kosmopolitische Crew stammte aus 25 verschiedenen Nationen. Fr, 9. Mai • 17:35-18:23 • arte

Die Arier
Dokumentarfilm – Ku-Klux-Klan-Mitglied und Mo Asumang . Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. Mehr und mehr rassistische Aktionen werden mit dem Wort Arier oder Aryan in Verbindung gebracht. So erhielt die afrodeutsche Regisseurin Mo Asumang selbst eine Morddrohung von den „White Aryan Rebels“, die Unterstützer der NSU-Terrorzelle und Mitherausgeber des Magazins „The Aryan Law & Order“ sind. Bei Beate Zschäpe findet man einen Artikel, der die „arische“ Rasse erklärt, und in den USA werden unzählige Morde durch „Aryan Hategroups“ verübt.

Mo Asumang findet, es sei an der Zeit, der Sache mit den Ariern auf den Grund zu gehen. Sie begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten. So besucht sie Propaganda-Veranstaltungen der selbsternannten Arier in Gera, Wismar und Potsdam. Sie forscht in Archiven und reist schließlich in den Iran, wo alte Inschriften den Ursprung des Arierbegriffs bezeugen und ihm eine ganz andere Bedeutung geben. In den USA trifft sie sich mit dem Ku-Klux-Klan und einem Top-Rassisten von schauerlichem Weltruf: Tom Metzger, dem Gründer der „White Aryan Resistance“.

Mo Asumangs Blick und Strategie im Film ist bisweilen entwaffnend einfach: Sie konfrontiert Rassisten mit scheinbar arglosen Fragen, provoziert und irritiert schon allein durch ihre Anwesenheit und sucht hinter der hasserfüllten rechten Ideologie nach den dahinter stehenden Menschen. Fr, 9. Mai • 20:15-21:45 • ZDFkultur

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