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Das Fachmagazin für Migration und Integration in Deutschland

Warum werden sie hineingelassen? Um die Bürger des Staates von harter und unangenehmer Arbeit zu befreien?

Michael Walzer, Sphären der Gerechtigkeit, 2006

Interview mit Khadra Sufi

„Deutschland ist ein tolles Land“

Khadra Sufi empfindet Deutschland als tolerantes Land: Jeder darf seine Meinung frei äußern und das sollte jeder auch jedem zugestehen, findet die gebürtige Somalierin. Wenn eine Äußerung fremdenfeindlich klingt, solle man sich lieber fragen, was dahintersteckt.

Streit um Multikulti, Warnungen vor Armutsmigration, die Mordserie des NSU. Hat Deutschland ein Rassismus-Problem? Ist die Integration gescheitert? In unserer Interviewreihe sprechen wir mit Menschen unterschiedlichster Herkunft. Mit Aktivisten, Autoren, Philosophen – oder einfach Menschen, die etwas dazu zu sagen haben.

MiGAZIN: Frau Sufi, wo fängt Rassismus Ihrer Meinung nach an?

Khadra Sufi: Das ist grundsätzlich eine gute Frage und schwer zu definieren. Man kann auch aufgrund der „political correctness“ bereits bei einzelnen Worten, die im Duden stehen, von beginnendem Rassismus sprechen. Hier gibt es auf höchster politischer Ebene genügend Diskussionen. Meiner Meinung nach fängt Rassismus erst bei offensichtlichen Anfeindungen an, beispielsweise auf der Straße.

Gibt es auch Rassismus-Vorwürfe in Deutschland, die Sie für übertrieben halten?

Khadra Sufi: Ihre Kindheit verbringt die gebürtige Somalierin, Tochter eines Diplomaten, im Jemen, Sambia, Saudi-Arabien und der DDR. Als 8-Jährige kehrt sie nach Somalia zurück. Mit Ausbruch des Bürgerkrieges ändert sich ihr Leben schlagartig: Die Familie flüchtet. Sie schaffen es nach Deutschland in ein Asylantenheim. Dort leben sie in ärmlichen Verhältnissen. Als ihre Familie weiter nach London zieht, trifft die 16-Jährige eine Entscheidung. Sie bleibt in Deutschland, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie wohnt in einer Garage, ist auf sich allein gestellt. Ihre Vergangenheit hat Khadra Sufi in ihrer Biografie „Das Mädchen, das nicht weinen durfte“, verarbeitet. Mittlerweile ist sie TV-Moderatorin und Botschafterin der UNO-Flüchtlingshilfe mit ihrem Projekt „Mission Possible“.

Sufi: Ich halte jegliche radikale Anfeindungen für übertrieben. Diskussionen um einzelne Worte, die aufgrund der Geschichte Deutschlands als politisch inkorrekt bezeichnet werden, sind auch übertrieben. Jedes Land hat eine Geschichte mit auch dunklen Seiten. Hier sollte sich die Bevölkerung und auch die Politik allmählich mehr Selbstbewusstsein zusprechen. Deutschland ist ein tolles Land mit vielen guten Strukturen. Wenn man selbst aus ungeordneten politischen Verhältnissen kommt, ist es ein gutes Gefühl, in diesen Strukturen aufgefangen zu werden. Jeder einzelne Immigrant sollte sich damit auseinandersetzen und sich nach den Regeln des Landes, in dem er lebt, richten.

Glauben Sie, dass die Fremdenfeindlichkeit durch Brennpunkte mit einem hohen Migrantenanteil zunimmt?

Sufi: Brennpunkte sollte man als diese erkennen und anerkennen. Auch hier ist es schwer, die Frage nach dem Schuldigen zu beantworten. Oder die Frage, ob es besser wäre, den Immigranten die Möglichkeit zu geben, sich dort niederzulassen, wo sie möchten. Oder, wie es die Regel ist, zu „gettoisieren“. Das ist zwar einfacher und man behält den Überblick über den „Status quo“ der einzelnen Schicksale. Allerdings werden so, wenn auch ungewollt, Brennpunkte geschaffen. Wahrscheinlich kommt die höhere Kriminalitätsrate daher, dass dort Lebensumstände herrschen, die die Hoffnungslosigkeit der dort Lebenden verstärken. Dazu kommt sicherlich auch noch die Sprachbarriere.

Ich selbst bin als Asylantin nach Deutschland gekommen, mit absolut nichts. Aber glauben Sie mir bitte, dass das „Nichts“ immer noch mehr war, als das, was wir davor hatten. Wir hatten hier ein Dach über dem Kopf, ein Bett, und das aller Wichtigste: Frieden. Und wir haben überlebt. Aber wir waren gezwungen zu warten. Meine Eltern durften nicht gleich arbeiten. Es fehlte also eine Aufgabe, die man erfüllen konnte. Ich glaube schon, dass man den Menschen, die in unser Land kommen, eine Aufgabe geben könnte, mit der sie sich angenommen und aufgehoben fühlen. Ich erinnere mich gut, dass das damals ein großes Problem in meinem Umfeld war. Sicher gibt es auch hier Ausnahmen. Aber man sollte versuchen zu verstehen, dass man auch hier ansetzen könnte.

Wo sehen Sie in Deutschland bewusste und unbewusste Vorurteile?

Sufi: Deutschland wirkt nach außen wie ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten – ist es auch, wenn man es als Individuum versteht. Man sollte sich durch vermeintliche Hürden nicht entmutigen lassen, auf dem Weg, seine Träume zu verwirklichen. Diese Sorgen hat man in jedem anderen Land auch. Ich habe Deutschland schon immer als ein sehr tolerantes Land empfunden und sehe es auch heute noch so. Wir dürfen unsere Meinung frei äußern und das sollte man auch jedem zugestehen. Wenn eine Äußerung mal nach Anfeindung klingt, sollte man diese Meinung nicht gleich so verstehen. Eher mal hinterfragen, was tatsächlich dahintersteckt. Vielleicht sind es auch nur die Ängste desjenigen, der sie äußert. Diese Ängste sollte man ernst nehmen, um nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.

Der Begriff „Fremdenfeindlichkeit” sagt es ja schon: der Hass gegen das „Fremde“. Liegt hinter diesem Hass die Angst vor dem „Fremden“? Warum gibt es diese Angst?

Sufi: Ich denke, dass es meistens eine gewisse Angst vor den unterschiedlichen Kulturen, und für uns meist ungewohnten Bräuchen und Weltanschauungen ist. Es ist doch völlig klar, dass ungewohnte Dinge Ängste und Misstrauen auslösen können. Meiner Meinung nach kann man aber versuchen, sich davon zu befreien, wenn man offener hinschaut und versucht, sich mit den unterschiedlichen Kulturen auseinanderzusetzen – vielleicht auch mit ganz einfachen, alltäglichen Gegebenheiten, wie dem Essen. Viele werden merken, dass man auch mit Kleinigkeiten schon viel dazulernen kann, etwas Neues, Spannendes entdecken kann. Und wenn nicht, dann nicht. Dann aber nicht den Kopf in den Sand stecken und alles Fremde hassen, sondern wieder etwas Neues ausprobieren! Das Motto sollte sein: Leben und leben lassen.

Das Thema Rassismus ist ja auch recht diffus. Es gibt nicht nur die einen, die fremdenfeindlich sind und die anderen, die es nicht sind. Dazwischen gibt es viele Nuancen. Wie sollte man das Thema angehen?

Sufi: Am Wichtigsten ist die Aufklärungsarbeit, um die Integration zu fördern. Man darf nicht Gleiches mit Gleichem vergleichen, sondern sollte die Unterschiede feststellen und diese erklären. Am meisten hapert es bei der Aufklärung, wenn Unwissenheit im Spiel ist. Hier sollten wir alle ein positives Beispiel sein, in jeglicher Hinsicht. Mir selbst liegt dieses Thema sehr am Herzen, daher bin ich glücklich, dass ich seit 2012 mit der UNO-Flüchtlingshilfe zusammenarbeiten kann. Wir haben gemeinsam das Projekt „Mission Possible“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Katja Hantel, die das Projekt intern bei der UNO-Flüchtlingshilfe betreut, besuchen wir weiterführende Schulen, um dort auf die Probleme von Flüchtlingen aufmerksam zu machen. Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, dass die meisten Schüler sehr wissbegierig sind und sich gerne mit dem Thema beschäftigen. Und ich freue mich sehr, mit ihnen über meine Geschichte sprechen zu können.

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11 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. derKritiker sagt:

    Diese Frau erfüllt jedes Vorurteil das ich von „angekommenen “ vorwiegend weiblichen „migranten “ habe ,die dann mit ihrer traurigen „lebensgeschichte “ hausieren gehn . meistens in buchform verfasst und der „deutschen “ leserschaft schmackhaft gemacht .

    Ja es mag sein das Sie in deutschland erfolgreich ist , ja es mag sein das sie glück hatte , oder wohl eher ihrem gutem Aussehn und der gelegenheit geschuldet daraus ,als moderatorin und televerkäuferin karriere zumachen .

    Aber passagen wie diese

    „…..Meiner Meinung nach fängt Rassismus erst bei offensichtlichen Anfeindungen an, beispielsweise auf der Straße.“

    zeigen das die gute Frau , wohl in ihrer toleranten Medienwelt , mit kosmopoliten ,paradiesvögeln und anderen freigeistern , den Blick für die Realität verloren hat .
    Trotz ihrer Lebensgeschichte , doch nicht so reflektiert rüber kommt wie sie zusein scheint.

    Rassimus und Diskriminierung fangen nicht schon bei „offensichtlichen Anfeindungen,“ an ,
    und reduzieren sich auch nicht auf „einzelne Worte, die aufgrund der Geschichte Deutschlands als politisch inkorrekt bezeichnet werden,“

    auch musste ich lachen bei “ Ich halte jegliche radikale Anfeindungen für übertrieben. “ ach und die nicht radikalen Anfeindungen sind okay ? und nicht nicht offensichtliche Anfeidung ist auch kein Rassimus ???

    Ich glaube die gute Frau versteht nicht was ,das gesellschaftliche Problem ist und denkt nur weil sie Glück hatte das jedem diese Möglichkeit offen stehn und jeder es kann .solange er es nur will .

    Das Tv interview

    „Khadra Sufi im Dialog mit Alfred Schier vom 20.10.2013 “ Phönix , war auch sehr aufschlussreich über diese Frau .ab min 30 .

    Liebe Khadra , bekommt man wirklich eine Identität und Würde mit nem Stück Papier ? und was ist mit denen die keinen Pass haben ? haben die keine Würde ?

    Sie ist angekommen , sie weiss was sie sagen muss um angenommen zuweden .leider ist es wie so immer , sie sagt nur das was ihre mehrheitliche deutsche leserschaft hören will . sie ist halt eine Verkäuferin und weiss sich in szene zusetzen .

  2. Biblix sagt:

    @derKritiker

    Ja, wir wissen es. Hier ist man erst zufrieden, wenn auch wirklich jeder Einwanderer das Lied vom „Häßlichen Deutschen“ singt.

    Wer es nicht tut, der ist ein Onkel Tom.

  3. Matthias sagt:

    Wie treffend Biblix !!!!

    Ich bewundere Khadra Sufi. Mir gefällt diese gemäßigte Haltung von ihr außerordentlich gut und sie hat es sicherlich nicht leichter gehabt, als andere Flüchtlinge. Und jmd nur auf sein Aussehen zu reduzieren ist erbärmlich.

  4. Wendy sagt:

    @derKritiker – hätte es ihnen besser gefallen eine gescheiterte Immigrationsgeschichte zu lesen? Wie negativ muss seine eigene Lebenseinstellung eigentlich sein um dermassen zu denken.

    Man könnte annehmen, das eigene gescheiteret SChicksal auf alle anderen zu projezieren, oder „neidisch“ zu sein weil idese etwas aus sich gemacht haben.

    Sie hat es geschafft, viele andere auch. Und ist ein Beisiel dafür, dass man es schaffen kann – so man denn will und die Möglichkeiten nutzt die Deutschland hier JEDEM bietet.

    I

  5. […] Khadra Sufi (im MiGAZIN): […]

  6. Global Player sagt:

    Khadra Sufi, tolle Frau, toller Artikel! Ich bin begeistert! Alles, alles gute weiterhin!

  7. derKritiker sagt:

    @ wendy

    neid und missgunst gehören nicht zu meinem repertoire, ich gönne jedem seinen erfolg .

    was ich aber nicht akzeptiere sind menschen die nur um akzeptiert zuwerden , andere schlecht machen . die realitäten verschweigen .und opportunistisch sich anbiedern .

    ich kenne einige leute die es aus einfachsten verhältnissen, aus verhältnissen die genuso schwer waren ,es geschafft haben sehr erfolgreich zuwerden .

    im gegensatz zu frau sufi , müssen sie sich aber nicht damit anbiedern und menschen schlecht machen , die augen vor der realität verschließen und sagen“ alles ist super alles ist wunderbar „um dafür applaus zubekommen .

    eine differenzierte ,eine ausgewogene ,tiefgründige auseinandersetzung , mit dem eigenen schicksal und das von anderen wäre angebrachter .

    aber wer will das hören ?

    Es ist Fakt das es Ethnische Minderheiten wirtschaftliche Klassen und Schichten ( ja Klassen und Schichten nicht milieus )in Deutschland gibt , die gesellschaftlich unterpriviligiert sind . Das ist eine Realität . Das kann man wahrhaben oder verleugnen ,akzeptieren oder dagegen kämpfen .

    Den Menschen aber dann vorzuwefen sie seien ganz allein selber schuld an ihrer situation (taxifahrer ,gemüsehändler , ungelernte arbeitskräfte ) und ihnen das mit einer selbstherrlichkeit unter die nase zureiben , nur um sich in seiner eigenen wahrgenommen überlegenheit zubestätigen ,ist eine andere sache .

    Rassimus fängt da an wenn mit zweierlei maßstäben gemessen wird !!!

    vorallem hat mich aber das tv interview auf arte mit frau sufi beeindruckt .

    für sie ist ein deutscher pass , DER inbegriff für würde und identität .

    ich wusste nicht das pässe menschen machen .

  8. Han Yen sagt:

    @Wendy

    Frau Khadra Sufi stört mich auch, weil schon wieder eine Somalierin als VIP-Migrantin vorgeschoben wird, um Rassismus weg zu diskutieren.

    Rassismus ist durch unterschiedlichste Disziplinen ausreichend breit getreten worden, um seine Reproduktion durch das Recht, die Ökonomie, die Medien, Stadtplanung, Wohnungspolitik, Polizei und Grenzschutz und die Pädagogik zu verstehen.

    Die Meter an Büchern in den Regalen der europäischen und amerikanischen Universitäten lassen sich nicht mit einer Modell-Figur weg debattieren.

    Die Menschen wollen auch nicht, dass wirklich existierende und lösbare Probleme durch die Medienstrategien weg gelächelt werden.

    Migranten sind der Normalfall in der deutschen Geschichte – das wissen Historiker schon lange und man sollte sich die Evolution der Durchschnittsbiographien durch die Epochen ansehen, um aus der Geschichte zu lernen.

    Die Khadra Sufi braucht keine Migrantin und keine deutsche Frau, die für ihre Kinder einen Kindergartenplatz braucht.

    Die Khadra Sufi spricht auch für keine Osteuropäerin, die ihren Lebensunterhalt hier verdient als Haushaltshilfe in einem deutschen Haushalt und mit dem Verdienst ihren Haushalt hier und ihre zurückgelassenden Kinder im Pflegehaushalt in Osteuropa.

    Die Bundes- und Landesregierung manövierten die Kommunen durch die Belastung mit dem U3 Ausbau in die Schuldenfalle – dann kamen die dubiosen Zinswap Geschäfte und seltsame Cross-Border Leasing Geschäfte.

    Senioren, Kinder und Mütter bei Deutschen, Neu-Deutschen und Ausländern brauchen eine funktionierende Kommune. Es ist keine Zeit mit dem Gedöns von Modelgesichtern zu verlieren.

  9. aloo masala sagt:

    @Der Kritiker

    Sie behaupten viel und belegen nichts. Zum Beispiel:


    was ich aber nicht akzeptiere sind menschen die nur um akzeptiert zuwerden , andere schlecht machen . die realitäten verschweigen .und opportunistisch sich anbiedern .

    Ich wüsste nicht, wen Sufi Khadra hier schlecht macht. Sie kommt im Artikel recht positiv und entspannt rüber. Vielleicht könnten Sie uns die Passagen zitieren, die uns zeigen, wie Khadra andere Menschen schlecht macht und die uns zeigen, dass sie sich opportunistisch anbiedert. Vielleicht könnten Sie die entsprechende Passage des Dialogs mit Alfred Schier zitieren?

    Eigentlich hätte ich erwartet, dass jemand, der mit derart schweren Vorwürfen aufwartet, auch Belege für seine Behauptungen kostenfrei ohne Nachfrage mitliefert. Denn solange stichhaltige Begründungen fehlen, sind Ihre Behauptungen zunächst einmal nichts anderes als bösartige Unterstellungen.

    Mich würde auch interessieren, was für Sie Rassismus ist. Etwa das hier:
    —-
    Diese Frau erfüllt jedes Vorurteil das ich von “angekommenen ” vorwiegend weiblichen “migranten ” habe ,die dann mit ihrer traurigen “lebensgeschichte ” hausieren gehn .

  10. Han Yen sagt:

    @aloo masala

    Ich kann die Befindlichkeit von „Der Kritiker“ teilen. Es sind schon einige Somalierinnen in der Medienlandschaft durchs Dorf gejagt worden.

    Kennen Sie Waris Dirie – das somalische Model – das sich gegen Beschneidung engagiert ? Oder Ayaan Hirsi Ali – inzwischen beschäftigt bei einem amerikanischen Think Tank.

    Das Einbringen von muslimischen Frauen aus der Oberschicht als Mediensternchen macht mißtrauisch, weil man Interventionskriege gern mit Frauen- und Menschenrechten rechtfertigt.

    Ich habe sehr grosse Zweifel, dass sich die muslimische Migrantin von der Frau Khadra Sufi repräsentiert fühlt. Ebenso habe ich meine Zweifel, dass sich die muslimische Migrantin von der intellektuell radebrechenden Khola Hübsch, Necla Kelek, Seyran Ates und Güner Balci repräsentiert fühlt.

    Es existieren schon sehr viele Probleme mit Armutshaushalten bei Frauen, Rentenern, Migranten und Witwen. Die amtliche Statistik erreicht sie nicht und liefert falsche Zahlen ab. Auf diese Weise kann man die Grundrechte breiter Bevölkerungsschichten nicht sichern.

    Wir brauchen also eigentlich bessere Beamte und transparentere Strukturen bei der amtlichen Statistik in Kommunen, Länder und Bund, um die soziale Wirklichkeit zu verstehen.

    Benötigen die Menschen wirklich eine Frau wie Khadra Sufi, deren Verdienst als Model ja auf die Werbekosten umgeschlagen werden, um die Gesellschaft zu verstehen und zu organisieren ?

    Sollten wir nicht viel mehr für einen repräsentativen Querschnitt der Wohnbevölkerung in Kindergarten, Schule, Universität, Gewerkschaft, Feuerwehr und öffentlicher Verwaltung sorgen ?

    Wir brauchen Leute mit Lösungskompetenz. Keine Models, Fußballstars,…und andere Selbstdarsteller, die besser einen ordentlichen Beruf hätten ergreifen sollen.

    Mit Frauen wie Khadra Sufi spaltet man die Gesellschaft in Migranten und Deutsche, weil sich die Migranten von den höherer Töchter VIP-Migrantin Model Gedöns verarscht fühlen.


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