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Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

TV-Tipps des Tages

28.01.2014 – Syrien, Bagdad, Ausländer, Juden, Integration, Flüchtlinge, Israel

TV-Tipps des Tages sind: Wenn die Großfamilie kommt: Wie Syrer im Land ihren Verwandten helfen; Die Bagdad-Bahn; Das Kinderheim in der Auguststraße: Das Jüdische Kinderheim, das „Beith Ahawah“ Haus der Liebe: Der Weg nach Palästina war lang und kompliziert. Das Kinderheim Beith Ahawah wurde in Haifa wieder eröffnet

VONÜmit Küçük

DATUM28. Januar 2014

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Wenn die Großfamilie kommt
Wie Syrer im Land ihren Verwandten helfen. Die Deutsch-Syrer Faruk Al-Sibai und Jamal Alasoida leben seit Jahrzehnten im Südwesten, arbeiten als Unternehmer oder Maschinenbautechniker und haben mit ihren Familien einen geregelten Alltag. Doch seit Ausbruch des Krieges in Syrien dreht sich alles nur noch um eine Frage: Wie können sie ihren Angehörigen, Freunden, Bekannten in Syrien helfen?Die Orte der Kindheit liegen in Schutt und Asche, die Hilferufe aus der Heimat ihrer Eltern häufen sich. Faruk Al-Sibais Schwiegereltern sind alt und sitzen jetzt im Libanon fest. Es ist eine Zitterpartie, ob und wann sie endlich nach Deutschland kommen können.

Jamal Alasoidas Bruder, seine Schwägerin und die drei Kinder sind als sogenannte Kontingentflüchtlinge nach Stuttgart gekommen. Ob Ausländeramt, Arzt oder Jobcenter, Jamal Alasoida muss ihnen fast täglich helfen, ihren Alltag zu bewältigen.

Doch das ist nicht alles. Faruk Al-Sibai und Jamal Alasoida haben mit anderen Syrern eine kleine Hilfsorganisation gegründet und sammeln Verbandsmaterial, Rollstühle oder Impfsets für Syrien. Der Krieg in der fernen Heimat hat das Leben der hiesigen Deutsch-Syrer mit einem Mal dramatisch verändert. Di, 28. Jan • 17:15-17:45 • PHOENIX

Die Bagdad-Bahn
Dokumentarfilm – Vor rund 100 Jahren beginnt im Orient mit dem Bau einer Bahn von Konstantinopel nach Bagdad ein technisches und politisches Abenteuer: 2.600 Kilometer durch menschenleeres Gebiet, über reißende Flüsse, schneebedeckte Berge, durch tiefe Schluchten und heiße Wüstenregionen. Deutsche Banken finanzieren das Projekt und deutsche Ingenieure leiten es. Doch es gibt mächtige Gegner. Vor allem die Briten sehen ihre Interessen in der Region gefährdet. Der zweiteilige Dokumentarfilm zeigt, wie der Ingenieur Heinrich August Meissner die Arbeiten trotz aller Schwierigkeiten immer wieder vorantreibt. Gegen den Bau der Bahn spioniert unter anderem die britische Abenteurerin Gertrude Bell. Außerdem versucht der später als Lawrence von Arabien bekannt gewordene Brite Thomas Edward Lawrence, die Bahn mit Sprengstoffanschlägen zu sabotieren. Der erste Teil erzählt vom Aufbruch ins Ungewisse. Di, 28. Jan • 17:30-18:21 • arte

Das Kinderheim in der Auguststraße
Dokumentarfilm – Dokumentarfilm von Ayelet Bargur. In der Auguststraße 14-16 in Berlin befand sich – hinter der großen Synagoge – das Jüdische Kinderheim, das „Beith Ahawah“ („Haus der Liebe“). Der Film erzählt seine Geschichte und die der Heimleiterin Beate Berger. Sie baute es auf und leitete es über ein Jahrzehnt.

Beate Berger entschied sich bereits 1933, „ihre jüdischen Kinder“ aus Nazi-Deutschland nach Palästina zu evakuieren, sie sah in Deutschland keine Zukunft für ihre Schützlinge. Durch diese couragierte Entscheidung rettete sie bis 1939 über hundert Kinder vor Verfolgung und Ermordung. Doch der Weg nach Palästina war lang und kompliziert. Das Kinderheim Beith Ahawah wurde in Haifa wieder eröffnet – und existiert noch heute. Die Urgroßnichte von Beate Berger, die israelische Filmemacherin Ayelet Bargur, hat 70 Jahre später die noch lebenden Heimkinder aus der Berliner Auguststraße in Israel, Deutschland und Frankreich aufgesucht. Sie sind heute alle über achtzig Jahre alt. Sie erzählen von ihrer prägenden Kindheit im Beith Ahawah und von der Emigration, die sie rettete. Di, 28. Jan • 23:15-00:15 • RBB Berlin

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