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TV-Tipps des Tages

22.10.2013 – Juden, Muslime, Flüchtlinge, Atatürk, Türkei, Kappadokien

TV-Tipps des Tages sind: Im Felsenlabyrinth von Kappadokien; Hart aber fair: Deutschland, wir kommen! Aber welche Flüchtlinge sollen bleiben? Juden & Muslime. So nah. Und doch so fern! Traumstadt Atatürks: Ankara, die unbekannte Metropole der Türkei

VONÜmit Küçük

DATUM22. Oktober 2013

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Im Felsenlabyrinth von Kappadokien
Der Film führt in die zerfurchten, ruinengleichen Täler Kappadokiens, die bereits lange vor unserer Zeitrechnung als magischer Ort galten, als Hort der Götter und Geister. Nur wenige Jahre nachdem im fernen Palästina der Sohn eines Zimmermannes für seine aufrührerischen Reden von den römischen Besatzern ans Kreuz genagelt wurde, flohen die ersten Christen ins zentralanatolische Hochland und kratzten sich ein Spinnennetz von Gängen, Kreuzungen und Stolperfallen in den weichen Tuffstein, weit mehr als 1000 unterirdische Kirchen und Klöster, ganze unterirdische Städte. Zusammen gehören sie zu den größten je von Menschenhand geschaffenen Höhlenkomplexen der Welt. Di, 22. Okt • 16:00-16:45 • BR-alpha

Hart aber fair
Talkshow – Deutschland, wir kommen! Aber welche Flüchtlinge sollen bleiben? Di, 22. Okt • 20:15-21:30 • tagesschau24

Juden & Muslime. So nah. Und doch so fern! (1/4)
Dokumentarfilmreihe – Die besondere Beziehung zwischen Juden und Moslems in den vergangenen 1.400 Jahren ist Gegenstand dieser vierteiligen Dokumentationsreihe. Sie erzählt von der Entstehung des Islams auf der arabischen Halbinsel im 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, von der Maurenherrschaft in Andalusien und im Maghreb, vom Leben der Juden im Osmanischen Reich; und sie referiert die Geschichte Jerusalems bis hin zur Zweiten Intifada. Die erste Folge erzählt vom Beginn des Islams und seiner Ausbreitung im 7. und 8. Jahrhundert. Di, 22. Okt • 22:00-22:52 • arte

Traumstadt Atatürks
Ankara, die unbekannte Metropole der Türkei. „Denk ich an die Türkei, denk ich an Strände und Istanbul“: So könnte man die Wahrnehmung dieses Landes aus deutscher Sicht wohl ausdrücken. Doch die Hauptstadt der Türkei ist seit 1923 Ankara. Mehr als fünf Millionen Menschen leben hier, in der geographischen Mitte des Landes – mehr als zum Beispiel in Berlin. Lange Zeit galt Ankara als Beamtenstadt, als langweilige und eher hässliche Regierungsmetropole, als Hochburg der Kemalisten. Doch all dies stimmt nicht mehr, Ankara hat sich entwickelt, die Stadt macht sich.

Immer mehr Galerien präsentieren moderne türkische Kunst, es gibt große Klangkörper, Oper und Ballett sowie Universitäten. Und: Mit den politischen Erfolgen der AKP in den letzten zehn Jahren kamen auch die neuen, islamisch orientierten, Eliten.

Beinahe über Nacht wachsen in Ankara Wolkenkratzer. Das einzige, was der Millionen-City definitiv fehlt, ist ein Fluss. Ankara gilt als die einzige Hauptstadt der Welt, durch die kein Gewässer fließt. Ankara ist auch ein Ort der Geschichte: So siedelten hier, an diesem zentralen Punkt Anatoliens, schon die Römer. Römische Ruinen und Ausgrabungsstätten wie Augustus-Tempel, Therme und Julians-Säule sind Teil des Stadtbilds.

Am Berg zur Burg finden sich zahlreiche osmanische Fachwerkhäuser. Und das Ankara Atatürks, der neuen Hauptstadt der aus den Trümmern des osmanischen Reiches erstandenen türkischen Republik, wurde maßgeblich von deutschen Architekten erschaffen. Sie machten aus einem Dorf die „Modell-Stadt“ der modernen Türkei.

Ankara ist mehr als nur ein Häusermeer. In und um Ankara wird Wein angebaut. Darüber hinaus verfügt Ankara über eine landschaftlich reizvolle Umgebung zum Beispiel mit einem großen Salzsee, der auch zur Salzgewinnung genutzt wird. Es gibt Karawansereien wie „Beypazari“, wo jahrhundertelang die Seidenstraße vorbei führte. Der türkische Volksmund sagt: „Istanbul ist die Seele der Türkei, Ankara der Kopf“ – ein Kopf, zu dem durchaus auch viel Herz gehört.

ARD-Korrespondent Michael Schramm besucht die besondere Metropole zum 90. Jubiläum der Republik Türkei. Mi, 23. Okt • 00:00-00:30 • tagesschau24

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