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Vielfältige Expertendatenbank

Griechische Bildungsexperten, arabische Social Media-Fachleute, türkische Kriminologen

Seit dem 1. Oktober 2013 ist die kostenfreie Online-Datenbank „Vielfaltfinder“ für Journalisten, Institutionen und Fachveranstalter online. Bereits jetzt finden sich hier rund 250 Fachleute mit Migrationshintergrund der unterschiedlichsten Wissensgebiete und Professionen.

Die Neuen deutschen Medienmacher (NdM) und Bertelsmann-Stiftung haben das erste deutsche Online-Recherche-Tool mit Experten und Spezialisten aus allen Fachbereichen erstellt, die die Vielfalt Deutschlands repräsentieren. Journalisten die hier recherchieren finden zahlreiche deutschsprachige Fachleute, Referenten und Interviewpartner zu den verschiedensten Themen: Von Windenergieexperten und Burn out-Spezialisten über Finanzfachleute und Alterswissenschaftler bis hin zu Migrationsforschern, Afghanistan-Experten, Pflegefachkräften oder Verbraucherschützern – im Vielfaltfinder sind Gesprächspartner und Diskutanten aus vielen medienrelevanten Bereichen vertreten.

„Bislang kommen Menschen aus Einwandererfamilien in den Medien meist nur dann vor, wenn es um Integration, Migration oder Religionsfragen geht“, sagt Konstantina Vassiliou-Enz, NdM-Geschäftsführerin und Projektleiterin. „Was fehlt, ist beispielsweise ein arabisch-deutscher Wirbelsäulen-Spezialist, der im Servicemagazin Tipps für einen gesunden Rücken gibt. Oder ein Wirtschaftsstrafrechtler mit türkischem Namen, der im Interview das Urteil in einem Kartellprozeß erklärt. Dabei gibt es diese Experten. Die Recherche im Vielfaltfinder ist eine praktische Hilfe für eine Berichterstattung, die die Vielfalt im Land tatsächlich abbildet“.

Führende Experten und neue Abwechslung bietende Fachleute und Persönlichkeiten stellen sich online im Vielfaltfinder vor. Die Datenbank wird ständig erweitert, laufend registrieren sich neue Experten. Akkreditierte Journalisten oder Vertreter von Institutionen können die Recherchedatenbank ab 01. Oktober 2013 kostenfrei nutzen und unterstützen damit eine mediale Sichtbarkeit der vorhandenen, bisweilen unsichtbaren Pluralität unserer Gesellschaft.