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Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

Rezension zum Wochenende

Zigeuner. Begegnungen mit einem ungeliebten Volk – ein Buch von Rolf Bauerdick

Seit der der EU-Osterweiterung 2007 schießen „Roma-Experten“ wie Pilze aus dem Boden. So auch Rolf Bauerdick. Er brachte ein Buch heraus, das schwerlich dazu führen wird, antiziganistische Einstellung der deutschen Bevölkerung zu senken.

VONMichael Lausberg

Der Verfasser, Politikwissenschaftler und Publizist, Dr. phil, studierte Pädagogik, Philosophie, Politikwissenschaften und Neuere Geschichte sowie den Aufbaustudiengang Interkulturelle Pädagogik an den Universitäten Aachen, Köln und Amsterdam. Er promovierte an der RWTH Aachen mit einer Arbeit mit dem Titel „Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 1946-1971“. Seit 2007 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS). Regelmäßige Veröffentlichungen im Migazin, DISS-Journal, bei Kritisch Lesen und in der Tabula Rasa.

DATUM20. September 2013

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RESSORTAktuell, Rezension

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Im Zuge der EU-Osterweiterung 2007 siedelten sich Einwanderer aus Rumänien und Bulgarien, darunter auch Roma, in bundesdeutschen Städten an. Seitdem schießen „Roma-Experten“ innerhalb der autochthonen Dominanzgesellschaft wie Pilze aus dem Boden: In drittklassigen Talkshows, in Kolumnen von Printmedien oder in politischen Kreisen finden sich Stellungnahmen von Personen, die schon immer alles wahlweise über „die Roma“, „das Volk der Roma“ oder schlimmer noch über „die Zigeuner“ wussten. Dazu gehört auch der Journalist Rolf Bauerdick, der im DVA-Verlag Anfang 2013 ein Buch mit dem vielsagenden Titel „Zigeuner. Begegnung mit einem ungeliebten Volk“ herausbrachte.

Schon der Gebrauch des Wortes „Zigeuner“ ist eine Provokation und eine Hommage an diejenigen Leser, die aus den jahrhundertelangen Verfolgungen von Sinti und Roma in Deutschland nichts gelernt haben oder lernen wollen. Der „unerschrockene Polemiker“1 Bauerdick sieht die Wortschöpfung „Zigeuner“ als „ehrenwerten Begriff“ (166) und liefert einige Beispielen, wo Roma selbst den Begriff „Zigeuner“ akzeptieren. Laut Bauerdick hätten nicht näher genannte „Meinungsbildner in den Medien die Ächtung des Begriffs ‚Zigeuner‘“ durch den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma „weitgehend zu ihrer eigenen Sache“ gemacht und damit „die Sichtweise der Funktionäre zur Norm erhoben“ (175). Wahrscheinlich meint Bauerdick damit bekannte Antiziganismusforscher wie Markus End, Wolfgang Wippermann, Klaus-Michael Bogdal, Wilhelm Solms usw. Bauerdick selbst bekundet seine „Abneigung gegen die stereotype Verwendung des Begriffspaares ,Sinti und Roma‘“.

Dass eine kleine Minderheit den Begriff „Zigeuner“ als Selbstbezeichnung wählt, ist unbestritten. Von der großen Mehrheit wird der Begriff „Zigeuner“ jedoch als diskriminierendes Konstrukt der Dominanzgesellschaft unter anderem von Zentralrat Deutscher Sinti und Roma abgelehnt. Die Sinti Allianz Deutschland aus Köln akzeptiert die Bezeichnung auch nur dann, wenn das Wort wohlmeinend gebraucht wird.

Bauerdick, der „weit mehr als einhundert Reisen zu Zigeunern in zwölf europäischen Ländern unternommen“ (17) haben will, beklagt ein „intellektuelles Klima, in dem sich politisch Korrekte Meinungen gegen jedes Erfahrungswissen behaupten wollen“. (15) Er will durch sein „Erfahrungswissen“ die „Akademiker“ widerlegen. (71) Damit verfolgt er die Absicht, als zuverlässiger Insider zu erscheinen, um seine Glaubwürdigkeit zu untermauern. Dabei ist sein Blickwinkel, wie sich seinem Untersuchungsgegenstand Roma annähert, höchst fragwürdig und unseriös. Bauerdick schafft es nicht, sich von den Normalitätsvostellungen seiner eigenen westlichen Kultur zu distanzieren und eine andere aus dessen eigenem Kontext zu begreifen. Das, was Bauerdick als Realität vorgibt, ist lediglich eine individuelle Interpretation seiner Begegnungen mit Roma. Seine Herangehensweise erinnert stark an Erfahrungsberichte a la Scholl-Latour, die nur die gesammelten subjektiven Erfahrungen wiedergeben und niemals (wissenschaftliche) Objektivität widerspiegeln können. Von einer multiperspektivischen Reflexion ist Bauerdick weit entfernt; sein Blickwinkel könnte eher als Nostrismus bezeichnet werden, wo das Eigene zum Maßstab mit der Begegnung mit dem Anderen wird.

Bauerdick geht es darum, die These zu entkräften, dass die Mehrheitsgesellschaft immer nur die Täter stellt und die Minderheit immer die Opfer. Auf die Fragen, wer diese These überhaupt aufgestellt hat und warum sie angeblich hegemonialen Charakter besitzt, geht er nicht ein. Aus einer essenzialistischen Sicht kritisiert die angeblich fehlende Eigenverantwortung zur Verbesserung ihrer Situation: „Nach ungezählten Begegnungen in über zwanzig Jahren erinnere ich kaum einen Rom, der für die Wurzel seiner Misere ein Stück Verantwortung bei sich selber gesucht, geschweige denn gefunden hatte.“ (14) Bauerdick fordert von den Roma ein, „den Opferstatus aufzugeben und endlich einmal die Ursachen des Dauerelends nicht bei der (…) Mehrheit zu suchen, sondern bei sich selbst.“ (151) Nicht die zum Teil jahrhundertelange Sklaverei wie in Rumänien, die politische und rechtliche Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaften sind also schuld an der Situation der Roma, sondern ihre angeblich fehlende Eigeninitiative. Diese Standpunkte sind typisch für viele Angehörige der Mehrheitsgesellschaft: mit der Verweis auf die Schuld der Roma müssen eigene Schuldanteile und das eigene antiziganistische Weltbild nicht hinterfragt werden.

Seine Polemik wendet sich besonders gegen den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und so genannte „Anti-Antiziganisten“. Er beschimpft die Mitglieder des Zentralrats als „Kongreß-Roma“, die „die Diskriminierung ihres Volkes und das Elend in jenen Siedlungen beklagen, die sie selbst nur dann betreten, wenn sie von Reportern und Kameras begleitet werden.“ (205) Außerdem unterstellt er Antiziganismusforschern, dass sie „im Elfenbeinturm ihrer Bibliotheken nicht wissen, wovon sie reden.“ (242f) Dieser „selbstgerechte(n) Empörungsclique“ unterstellt Bauerdick sogar Rassismus. Er bemerkt: „Der subtile Rassismus der Sinti-und Roma-Freunde besteht darin, dass sie der Gesellschaft alles, den Zigeunern indes nichts abverlangen. So verhält man sich gewöhnlich gegenüber Menschen, denen man nichts zutraut.“ (206)

Bauerdick zementiert jahrhundertelang tradierte Stereotype über Sinti und Roma innerhalb der deutschen Bevölkerung. Er schreibt Roma spezifisch deviante Eigenschaften zu: „Dass sie nicht arbeiten und in den Tag hineinleben, dass sie auf eine kärgliche Fürsorge spekulieren und immer neue Kinder zur Welt bringen, das alles ist gewiß ein Problem.“ (84) Dabei redet Bauerdick lange und gerne über die Kriminalität der Roma, da „seriöse Debatten über die Kriminalität (…) aus dem öffentlichen Raum verbannt werden“ (216) Einzelne spektakuläre Fälle von Mord und Vergewaltigung nehmen großen Raum ein, genauso wie „organisierte Bettelnetzwerke und Diebesbanden in Westeuropa“. (261) Roma werden von Bauerdick im Gegensatz zu westlichen Gesellschaften als vormodern und primitiv dargestellt. In der Unterüberschrift des 4. Kapitels heißt es: „Bulgarien. Mit einem Bein im Mittelalter.“ (77) Unter den „Menschen, die noch nicht einmal im 20. Jahrhundert angekommen schienen“, herrsche „eine rückständige Armut“. (78). Damit wird implizit suggeriert, dass eine kulturelle Integration in westliche Industriegesellschaften nicht möglich sei. Die alte Zuschreibung der Wahrsagerei darf auch nicht fehlen: angeblich soll es in Rumänien noch 4.000-20.000 „Hexen“ geben. (68)

Eine entscheidende Schwäche des Buches liegt darin, dass Bauerdick zwar häufig Personen zitiert und manchmal Hintergründe zu bestimmten Themenbereichen beleuchtet, ohne jedoch Nachweise in Form von Literaturangaben zu liefern.

Aus einer 2011 durchgeführten Studie zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit geht hervor, dass über 40% der deutschen Bevölkerung antiziganistisch eingestellt sind. Bauerdicks Buch wird schwerlich dazu führen, diesen für einen demokratischen Staat desaströsen Wert zu senken. Im Gegenteil: Das Buch von Bauerdick ist eine weitere Bestätigung für bildungsbürgerliche Teile der Mehrheitsgesellschaft, die jahrhundertelang tradierte Stereotype über „Zigeuner“ verinnerlicht haben und nicht bereit sind, jedes Individuum fern von einem essenzialistischem Kontext zu beurteilen.

  1. FAZ vom 6.7.2013  []
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59 Kommentare
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  1. aloo masala sagt:

    Es wäre schade, wenn wegen der Rezension von Michael Lausberg Leser von Migazin, die sich für Zigeuner interessieren vom Buch abgeschreckt werden. Ich möchte dieser Rezension die Rezension von Rupert Neudeck entgegenhalten, die den Charakter des Buches wesentlich besser beschreibt: Ein fröhlich-mutiges Buch, das ein Ziel hat: Unterstützung der Zigeuner.

    http://www.sonnenseite.com/Buch-Tipps,Zigeuner+-+Begegnungen+mit+einem+ungeliebten+Volk,34,a26298.html

    Ich persönlich empfinde das Buch als bereichernd und die Rezension als irreführend. Bauerdick berichtet mit Wohlwollen über seine Erfahrungen mit Zigeunern und erklärt dem Leser, wie die Zigeuner in der misslichen Situation geraten sind, in der sie sich befinden. Ihm fehlt dabei glücklicherweise der verklärte und realtitätsferne Blick der akademischen Vorurteilsexperten, die Zigeuner in ihrem Opferstatus von Armut und Rassismus verharren lassen.

    Lausbergs Rezension spielt sich hauptsächlich auf irrelevanten Nebenschauplätzen ab und verfehlt den Kern des Buchs vollständig. Ein solcher Nebenschauplatz ist die persönliche Eitelkeit des Akademikers Lausberg, der sich genötigt sieht, durch bornierte Herabwürdigung seine Zunft zu verteidigen. Wen interessiert das bei einer Buchrezension, wenn das Thema Zigeuner sind und Akademiker nur am Rande gestreift werden?

    Geradezu peinlich ist die Behauptung, dass eine „entscheidende Schwäche“ des Buches fehlende Literaturangaben seien. Fehlende Quellenangaben sind ein gravierender Mangel in wissenschaftlichen Abhandlungen. Das Buch erhebt jedoch keinen Anspruch darauf, eine wissenschaftliche Abhandlung zu sein, sondern ein Erfahrungsbericht eines Fotographen und Journalisten, das sich wie eine Streitschrift liest. Man kann dem Journalisten glauben oder man kann ihm misstrauen. Das muss der Leser selbst entscheiden.

    Lausbergs Rezension ist zudem zu Teilen schlecht recherchiert. Beispielsweise wenn es um den Begriff Zigeuner geht. Hätte er das Buch gründlicher gelesen, dann würde er in Kapitel 8 bemerkt haben, dass Bauerdick zum Begriff Zigeuner schreibt:

    „Um es klar zu sagen: Es ist respektlos, einen Sinto oder eine Sinteza ‚Zigeuner‘ zu nennen, wenn diese nicht Zigeuner oder Zigeunerin genannt werden wollen“. Doch ähnlich falsch sei es, darauf zu bestehen, dass „Zigeuner“ ein Schimpfwort sei.

    Das liest sich etwas anders, als was Lausberg daraus macht. Wer das Buch schon gekauft hat, kann auch anhand der Seitenzahlen selbst überprüfen, inwieweit Lausberg Inhalte aus dem Kontext reißt, um das Buch madig zu machen.

    Der letzte Absatz ist entlarvend. Er versucht die Kette zum Antiziganismus zu schließen. Das ist nicht nur hinterhältig, sondern auch bösartig. Herr Lausberg, erzählen Sie uns Lesern doch bitte mal, inwieweit Ihre Publikationen dazu beigetragen haben, den 40% Antiziganismus in Deutschland einzudämmen.

  2. Mathis sagt:

    Der Autor des Buches war vergangenes Wochenende Gast bei „West- Art“. Mein Eindruck war, dass seine Beschreibungen auf der Basis persönlicher freundschaftlicher Kontakte und Beziehungen beruhen.Ich mutmaße daher, ohne sein Buch gelesen zu haben, dass es ihm vor allem um Verstehen eines Volkes geht, dass vielen Missverständnissen ausgesetzt war und ist.Allein dieser Versuch ist schon lobenswert, auch dann, wenn sich einige Angehörige der Sinti und Roma nun wiederum „missverstanden“ fühlen.Sicherlich kann das Buch nicht den Anspruch erheben für Alle für alle Zeiten Alles gesagt zu haben.Diesen Anspruch wird der Autor aber auch nicht gehabt haben.

  3. Max Mannheimer sagt:

    Sehr geehrte Redaktion des Migazin,
    Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

    ich möchte mich kurz halten. Ich gehöre der Deutschen Sinti Minderheit an. Im Holocaust habe ich ca. über 30 Familienangehörige verloren. Die Geschichte des NS ist bis zur heutigen Generation für unsere Sinti Angehörigen ein sehr erschütterndes Thema. Trotzdem wissen wir: „Es gibt keine Erbschuld – Aber es besteht eine Verantwortung.“ Ich möchte das Buch von Rolf Bauerdick niemanden absprechen, aber diese Lektüre dient sicherlich nicht bestehende Ressentiments gegenüber Sinti und Roma zu entkräften.“ Diese Publikation ist den Sinti und Roma gegenüber einfach „unverantwortlich“!

    Auch führende Bürgerrechtsorganisationen in Deutschland wie zb. der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, die Rom und Cinti Union aus Hamburg, die Roma-Union aus Frankfurt am Main, der Rom e.V. aus Köln und der Verband Amaro Drom aus Berlin lehnen dieses Buch von Bauerdick entschieden ab.

    Es waren Literaturkritiker aus der Mehrheitsgesellschaft die dieses literarische Werk mit einem Preis ausgezeichnet haben. Die Minderheit selbst, steht äußerst Kritisch zu dieser Ausarbeitung.

    Ich als Deutscher Sinti bedanke mich ausdrücklich für diesen Kommentar von Michael Lausberg im MIGAZIN. Dieses Buch ist in entwürdigender Weise viel zu oft in der Deutschen Presse gelobigt worden.

  4. aloo masala sagt:

    Sehr geehrter Herr Mannheimer

    leider werfen Sie nur ein Argument in die Waagschale, nämlich das Sie Sinti sind und wie der Zentralrat der Sinti und Romas sowie andere Experten zu dem Buch stehen. Das ist ein Autoritätsargument, was von der obrigkeitshörigen Untertänigkeit gegenüber Experten ausgeht und alle anderen (Mehrheitsgesellschaft) als inkompetent ablehnt. Es spielt keine Rolle wer Sie und wer ich bin. Es zählt nur das Argument. Und das fehlt leider bei Ihnen, ebenso wie bei Lausberg, der auf unredliche Weise Bauerdick im Zusammenhang mit Antiziganismus bringt.

    Mit besten Grüßen

    aloo masala

  5. aloo masala sagt:

    Nun zu einer anderen Sache:

    Max Mannheimer ist st ein jüdischer Überlebender des Holocaust und geht inzwischen 93 Jahre alt.

    Es zeugt nicht von Stil, sich nach einem jüdischen Holocaust-Überlebenden zu benennen und sich als Sinti auszugeben, um einen Zusammenhang zwischen den Anitziganismus zu NS Zeiten und dem Buch von Bauerdick herzustellen. Das hat alles etwas geschmackloses.

  6. aloo masala sagt:

    Man kann sich auf der Webseite von Bauerdick selbst ein Bild vom Autor machen, um zu prüfen ob wir es mit einem Sarrazin, Betty Mahmoody, Nekla Celik, Buschkowsky oder einem ganz anderen Typen zu tun haben:

    http://www.rolfbauerdick.de/index.php?option=com_content&view=article&id=17&Itemid=15

  7. Marie sagt:

    Ihr aggressiver Ton, Herr Masala, sowohl gegen den Autor, als auch gegen Herrn Mannheimer, hat fuer mich etwas Abstossendes. Ich halte es fuer absulut nachvollziehbar, dass die Angehoerigen der Szinti und Roma dieses Buch nicht als hilfreich zum Abbau von Vorurteilen halten und schliesse mich ausdruecklich dieser zutreffenden Sichtweise an. Danke, Herr Lausberg, fuer die sachliche Thematisierung des wichtigen Themas.

  8. aloo masala sagt:

    @Marie

    Die Angehörigen der Sinti und Roma sind nicht so homogen, wie Sie es hier darstellen. Alleine wegen Ihres Satzes kann man davon ausgehen, dass Sie das Buch überhaupt nicht gelesen haben und gar nicht wissen, worüber Sie sprechen.

  9. aloo masala sagt:

    Hier ist noch ein Link von Benninghaus, der sich mit dem Begriff Zigeuner auseinandersetzt. Am Ende der Seite findet man Fotos mit Grabsteinen, die dokumentieren, dass Zigeuner sich selbst Zigeuner nennen.

    http://www.rbenninghaus.de/zigeuner-begriff.htm

  10. Max Mannheimer sagt:

    Vielen Dank Marie!

    Man sollte es aber nicht durch die Blume sagen, sondern offen formulieren: „Dieses Buch von Rolf Bauerdick stigmatisiert Sinti und Roma und leistet Beihilfe zu Ressentiments.“

    Dieser Sachverhalt wird nochmals unmissverständlich hervorgehoben, infolgedessen alle Bürgerrechtsorganisationen der Sinti und Roma in Deutschland und das Deutsche Forschungsinstitut gegen Antiziganismus sich entschieden gegen diese bedenkliche Publikation von Bauerdick manifestieren.

    Warum? Warum glauben solche Leute wie Bauerdick , der weder Sinti oder Roma ist, er wüsste es besser? Warum versuchen solche Leute die Deutungshoheit über die Minderheit zu erlangen? Das war viele Jahrhunderte so … aber jetzt ist schluss!!! Sinti und Roma haben sich politisch organisiert. Wir können für uns selbst sprechen!

    Vor ca. 2 Jahren habe ich eine Lesung von Max Mannheimer besucht. Ich habe Ihn als Psydonym gewählt, weil er für mich eine Leitfigur ist.


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