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Immer mehr Kinder mit Migrationshintergrund in KiTas

Zum Stichtag 1. März 2013 besuchten in Deutschland rund 3,2 Mio. Kinder eine Tageseinrichtung (KiTa). Von diesen Kindern hatten etwa 820.000 mindestens einen Elternteil mit ausländischer Herkunft. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Zahl der betreuten Kinder insgesamt um 49.600 oder 1,6 Prozent gestiegen. Der Anstieg der Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund fiel im selben Zeitraum vergleichsweise niedriger aus: 10.300 oder 1,3 Prozent.

Recherchen des MiGAZIN auf Grundlage weitere Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen allerdings, dass der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in KiTas im Langzeitvergleich deutlich zugenommen hat: machten Kinder mit Migrationshintergrund im Jahr 2006 noch 22,1 Prozent aller KiTa-Kinder aus, stieg diese Quote kontinuierlich auf einen Spitzenwert von 25,7 Prozent im Jahr 2012 an. Ein kleiner anteilsmäßiger Rückgang von 0,1 Prozent wurde lediglich im Jahr 2013 verzeichnet.

Anteilsmäßig sind Kinder mit Migrationshintergrund am stärksten in Bremen vertreten. Dort machen sie 44 Prozent aller Kinder in KiTas aus, gefolgt von Hessen (40 Prozent), Hamburg (38 Prozent), Nordrhein-Westfalen (36 Prozent) und Hamburg (35 Prozent). In der Hauptstadt hat jedes dritte Kind mindestens einen Elternteil mit ausländischer Herkunft. In den neuen Bundesländern hingegen hat nur jedes 20. Kind einen Migrationshintergrund.

Kinder unter 3 Jahren
Die Zahl der Kinder unter drei Jahren, die in einer KiTa betreut werden, belief sich zum selben Stichtag auf insgesamt eine halbe Million, ein Plus von 32.000 oder 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Stärker viel hier der Anstieg bei Kindern mit Migrationshintergrund aus (+ 9,3 Prozent oder 7.900). Damit machten sie 18,4 Prozent (93.000) aller Kinder unter 3 Jahren aus, die in einer KiTa betreut werden. Im Jahr 2012 betrug diese Quote noch 18 Prozent. (sb)