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Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

Sprachstand

Wie nennt man eigentlich Deutsche ohne Migrationshintergrund?

Deutschstämmige, Biodeutsche, Ureinwohner oder doch Platzhirsche? Die Sprachwissenschaftler Prof. Anatol Stefanowitsch und Prof. Juliana Goschler haben ihre Twitter-Follower befragt und die Ergebnisse in ihrer gemeinsamen MiGAZIN Kolumne ausgewertet.

VONStefanowitsch / Goschler

 Wie nennt man eigentlich Deutsche ohne Migrationshintergrund?
Anatol Stefanowitsch ist Professor für englische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin und Autor des Sprachlog. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Struktur der englischen und deutschen Sprache. In seinem Blog befasst er sich außerdem mit sprach- und kulturpolitischen Themen.

Juliana Goschler ist Professorin für Deutsch als Zweitsprache an der Universität Oldenburg und Autorin des Blogs Dr. Mutti. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit Struktur und Variation des Deutschen und seinem Erwerb als Zweit- und Fremdsprache. In ihrem Blog geht es um Fragen von Bildung, Erziehung und Familienpolitik.

DATUM5. September 2013

KOMMENTARE43

RESSORTLeitartikel, Meinung

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Die Bezeichnung „Menschen/Deutsche mit Migrationshintergrund“ wird oft entweder als belustigendes Beispiel politisch korrekter Sprache herangezogen (meistens von Menschen, die ihn für einen Euphemismus für „Ausländer“ halten) oder als diskriminierend abgelehnt (oft von Menschen, die keinen Migrationshintergrund haben). Ohne es hier ausführlich zu diskutieren, können wir aber davon ausgehen, dass es sich zumindest in manchen Zusammenhängen um ein sinnvolles Wort für eine Gruppe von Menschen handelt, die bestimmte Erfahrungen teilen und auf eine bestimmte Weise wahrgenommen werden.

Uns interessiert heute etwas Anderes: In Zusammenhängen, in denen „Menschen/Deutsche mit Migrationshintergrund“ eine sinnvolle Kategorie ist, wie sollen wir da eigentlich die anderen nennen? Auf dieses Problem stießen wir bei der Recherche zu unserer letzten Kolumne, in der es unter anderem darum ging, dass Eltern ohne Migrationshintergrund häufig Schulen meiden, die einen hohen Anteil an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund haben. Und da wir in unseren eigenen Überlegungen nicht weiter kamen, haben wir damals kurzerhand auf Twitter nachgefragt. Die Antworten scheinen uns interessant genug für eine eigene Kolumne (alle Antworten im Original haben wir hier als Storify gesammelt).

In manchen Antworten gab es mehr oder weniger offene Kritik an unserem Wunsch, die Unterscheidung „mit/ohne Migrationshintergrund“ überhaupt treffen zu wollen. Schließlich seien ja unsere Vorfahren alle irgendwann einmal eingewandert. Es macht aber eben einen Unterschied, ob diese Einwanderung schon so lange her ist, dass sie in der Selbst- und Fremdwahrnehmung eines Menschen keine Rolle mehr spielt – eine Erkenntnis, die sich auch in dem Vorschlag „Deutsche mit verjährtem Migrationshintergrund“ wiederfand. Manche waren sogar der Meinung, eine Unterscheidung nach Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund spiele einer Art völkischer Ideologie in die Hände, und machten sarkastische Vorschläge wie „Arier“, „deutscher Volkszugehöriger“ oder „Volksgenosse“.

Nun verweist das Wort „Migrationshintergrund“ ja gerade nicht auf (pseudo-)genetische Definition, sondern auf einen Lebensweg. Aber die Idee der Staatsbürgerschaft durch Abstammung ist offenbar nicht nur tief im deutschen Staatsbürgerrecht verankert, sondern spielt auch in unseren Alltagstheorien eine große Rolle, denn auf die eine oder andere Art bezog sich die Mehrheit der Vorschläge darauf.

Zunächst gab es eine Reihe von Vorschlägen, bei denen Deutsche ohne Migrationshintergrund als offensichtlicher Normalfall betrachtet werden, der keine eigene Bezeichnung braucht: „Bundesbürger“, „Staatsbürger“, „Einwohner“ oder einfach „Deutsche“. In diesen Wörtern drückt sich die Vorstellung aus, dass Deutsche mit Migrationshintergrund eben keine echten Deutschen seien. Das haben sie mit Formulierungen wie „Türke mit deutschem Pass“ gemeinsam, wie sie sowohl von Rechtspopulisten als auch von manchen Deutschen mit Migrationshintergrund selbst verwendet werden. Die meisten Antworten waren aber bemüht, sprachliche Bezeichnungen zu finden, die keine der Gruppen von vornherein als „normal“ oder „abweichend“ darstellt.

Einen direkten Bezug zur Abstammung stellen Vorschläge wie „Deutschstämmige“, „Biodeutsche“ und das etwas befremdliche „Cis-Deutsche“ dar. Das Wort „Deutschstämmige“ findet sich tatsächlich oft in neutralen Zusammenhängen (z.B. in der Fachliteratur) und wir hätten es wohl auch verwendet – mit leichten Magenschmerzen wegen der Idee, dass „Deutsch“ eine ethnisch homogene Kategorie sei. Diese Idee steckt auch hinter dem Wort „Biodeutsche“ (möglicherweise von dem Kabarettisten Mushin Omurca erfunden); das Wort findet sich in abfälligen bis leicht spöttischen Zusammenhängen ebenso wie in der Fachliteratur vieler antirassistischer Aktivist/innen. Obwohl es eigentlich nichts anderes bedeutet als „Deutschstämmige“, führt es bei den so Bezeichneten häufig zu heftigen Abwehrreaktionen. Allein deshalb scheidet es als neutrale Bezeichnung aus, womit leider auch der Vorschlag „Demeterdeutsche“ für Deutsche mit ganz besonders wenig Migrationshintergrund vom Tisch ist. Schließlich liegt auch dem missglückten Vorschlag „Cis-Deutsche“ die Vorstellung zugrunde, dass „echtes“ Deutschsein etwas mit Abstammung und Geburt zu tun hat – die Analogie zu „Cis-Menschen“ und dem Gegenstück „Trans-Menschen“ legt nahe, dass es einerseits „deutsch geborene“ Menschen gibt, und andererseits „Trans-Deutsche“, deren inneres Deutsch-Sein im Widerspruch zu ihrem nicht-deutschen Körper steht.

Einen etwas weniger direkten Bezug zur Abstammung stellen Wörter her, die sich auf die Tatsache beziehen, dass eine Person (und eine lange Reihe ihrer Vorfahren) an einem bestimmten Ort geboren ist. In diese Kategorie fallen Vorschläge wie „Eingeborene“ und „Ureinwohner“ ebenso wie deren durch Übersetzung ins Griechische und Lateinische wenigstens oberflächlich neutralisierten Fachbegriffe „indigene“ bzw. „autochthone Deutsche“ und die Wortschöpfung „Nativdeutsche“. Diese Wörtern, vor allem die Varianten „Eingeborene“ oder „Ureinwohner“, haben einen (ironisch gebrochenen) negativen Beiklang: Sie werden sonst üblicherweise von Eroberern verwendet, die als eingewanderte Gruppe über diejenigen herrschen, die zuerst da waren. Das mag in der Phantasie von Rechtspopulisten ja sogar zutreffen (die sich aber gegen die ebenfalls mitschwingende Konnotation einer „primitiven“ Kultur verwahren dürften). Es gibt also vermutlich Kontexte, in denen diese Wörter Denkanstöße geben könnten, aber als neutrale Bezeichnungen scheiden sie aus.

Dann gab es Vorschläge, die sich nicht auf die Abstammung beziehen, sondern auf das „Als-Erste-dagewesen-Sein“: das neutral klingende „Einheimische“ und die ironisch-scherzhaften Wörter „Bestandsbürger“ und „Platzhirsche“, die den Stolz auf die Tatsache veralbern, dass man sich seit mehreren Generationen nicht vom Platz bewegt hat. „Einheimische“ legt allerdings nahe, dass Menschen, die erst spät im Leben an einen Ort kommen (oder für deren Eltern oder Großeltern das gilt), dort nie heimisch werden können.

Dass Vorschläge wie die ruppig-liebevoll bis deutlich abfällig verwendeten Wörter „Kraut“ und „Kartoffel“ ebenfalls nicht als neutrale Bezeichnungen taugen, ergibt sich (wie bei „Biodeutsche“) schon daraus, dass sie bei den so Bezeichneten nur bedingt auf Begeisterung stoßen. Abgesehen davon hätten sie aber einen entscheidenden Vorteil: Da sie die Aufmerksamkeit weniger auf Geburt und Abstammung, sondern eher auf kulinarische Traditionen lenken, sind sie deutlich durchlässiger. Migrant/innen, die sich dieser kulinarischen Leitkultur anschließen, könnten sich ebenfalls mit diesen Wörtern bezeichnen und würden so sprachlich zu „echten“ Deutschen (Deutsche mit einer Vorliebe zu Nudelgerichten könnten umgekehrt zu „Spaghettis“ werden und würden im nächsten Italienurlaub wie Landsleute behandelt).

Am Ende bleibt also doch nur die Umschreibung „Deutsche ohne Migrationshintergrund“. Das ist sperrig, ist aber wohl die einzige Möglichkeit, den Unterschied zwischen verschiedenen Lebenswegen und -erfahrungen wenigstens ansatzweise wertfrei zu benennen.

Zwei der Vorschläge bestanden aus Abkürzungen, mit denen sich die Sperrigkeit möglicherweise umgehen ließe. Die erste, „DoM“, werden wir allerdings meiden, da sie implizieren könnte, die anderen seien die „Subs“; außerdem lässt sich das Gegenstück „DmM“ nur mit Mühe aussprechen. Über die zweite, „Domino“, müssen wir noch etwas nachdenken.

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43 Kommentare
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  1. Ilka Sommer sagt:

    Schöne Idee, das mal zu diskutieren! Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich denke auch oft darüber nach, wenn ich zu dieser Thematik schreibe, und bleibe immer wieder bei dem sperrigen „ohne Migrationshintergrund“ und „mit Migrationshintergrund“ hängen. Einen Bedarf an der sprachlichen Etablierung von Abkürzungen hätte ich also auch. Wie wäre es zum Beispiel mit „Mimigs“ und „Omigs“? 🙂

  2. lala sagt:

    Geht es gerade tatsächlich um das „auf eine bestimmte Weise wahrgenommen werden“, könnten auch Konstruktionen wie „als deutsch Gelesene“ helfen. Das blendet allerdings wieder die Deutschen mit Migrationshintergrund aus, die tatsächlich so wahrgenommen werden und damit weiterem Druck ausgesetzt sind, ihre Deutschheit nicht bröckeln zu lassen. (Womit wir wieder bei der alten Frage wären: Sind in Deutschland lebende Menschen aus Schweden denn überhaupt mitgemeint, wenn es um die mit Migrationshintergrund geht? Wenn nein, wäre es vielleicht wirklich sinnvoller, die Diskriminierung/Privilegisierung zu benennen oder das Gelesenwerden/Wahrgenommenwerden. Möglichst komplette Begriffssysteme zu finden, ohne das zu beachten, würde nur weiter die selben Umstände verschleiern.)

  3. DanielaKayB sagt:

    Das Schlimme ist ja, dass selbst *wenn* wir einen Begriff finden, dieser ziemlich willkürlich angewendet werden wird.

    Ich z.B. bin hellhäutig, blond, blauäugig.
    Wenn Leute fragen, wo ich herkomme, dann ist ihnen mein Dialekt aufgefallen, und „wo“ heisst dann „wo in Deutschland“.
    Mein Status als Bürgerin ohne Migrationshintergrund wurde noch *nie* in Frage gestellt.

    Nun ist es offenbar zumindest in der Berliner Kriminalstatistik so, dass „mit Migrationshintergrund“ sich definiert als „die Person oder einer ihrer Eltern ist nicht in Deutschland geboren“.

    Da schau her.

    Einer meiner Elternteile ist in Übersee geboren.

    Damit bin ich der Definition nach weit weniger „deutsch“ als manch ein Deutscher, dessen Familie vor zwei Generationen nach Deutschland gekommen ist.

    Und doch wird mir einfach ohne Weiteres mein Deutschsein zugesprochen.
    Bei Leuten mit einer dunkleren Farbpalette hingegen kommt häufig dieses „aber deine Eltern? aber deine Großeltern? aber deine Urgroßeltern? A-HA! Dann bis du ja gar nicht deutsch!“

    Damit, einen Terminus zu finden, ist es nicht getan, solange die Zugehörigkeit zu „deutsch“ Leuten willkürlich verliehen oder entzogen werden kann.

  4. Kathrin sagt:

    Was ist mit Deutschen, die hier geboren und aufgewachsen sind – ebenso wie deren Eltern und Großeltern – die aber Migrationserfahrungen haben, deutsche Remigranten sozusagen?

  5. Don Bartolo sagt:

    “ ‚Einheimische‘ legt allerdings nahe, dass Menschen, die erst spät im Leben an einen Ort kommen (oder für deren Eltern oder Großeltern das gilt), dort nie heimisch werden können.“
    => Das würde ich nicht unbedingt so sehen. Warum sollte es nicht möglich sein, von der einen Gruppe irgendwann in die andere wechseln zu können?
    Personen, die im Laufe der Zeit heimisch geworden sind, sind dann somit keine Menschen mit Migrationshintergrund mehr, sondern inzwischen zu Einheimischen geworden.
    Das Gleiche gilt andersherum für Einheimische, die dann auswandern.

  6. Thomas.S sagt:

    Schon aus Gründen der Gerechtigkeit (gleich lang, gleich sperrig, etc.) muss es wohl auf „Deutsche ohne Migrationshintergrund“ hinauslaufen. Nur ein Wechsel beider Bezeichnungen könnte dies abwenden.
    Hier würde sich dann das Wortpaar „Altdeutsche“ und „Neudeutsche“ anbieten. Die Wiedervereinigung liegt lang genug zurück (und könnte auch durchaus als passive Migration betrachtet werden).
    Wie auch bei den „neuen“ Bundesländern würde den Migrierten so der Bonus der Novität zugekommen.

  7. Daniel Sanghoon Lee sagt:

    „Nun verweist das Wort ‚Migrationshintergrund‘ ja gerade nicht auf (pseudo-)genetische Definition, sondern auf einen Lebensweg.“

    In der Theorie mag das so sein, aber wo bitte schön fängt denn ein „Lebensweg“ an? Mit der Geburt meiner Eltern oder Großeltern?
    Ich bin in Deutschland geboren, mein persönlicher Lebensweg fängt in Duisburg an. Also was mich persönlich anbetrifft, gibt es keine Migration.

    Und doch werde ich als „Migrant“ bezeichnet nur aufgrund meines Aussehens.
    Faktisch wird der Begriff „Migrationshintergrund“ als Definition für die genetische Abstammung begriffen und benutzt. Sprich: Für die Rassenzugehörigkeit („man sieht ja, dass Du kein Deutscher bist!“).

    Und da spielt es auch keine Rolle, wie gut ich die deutsche Sprache beherrsche, welche Werte ich vertrete, welche Bildung ich genossen habe.

    „Am Ende bleibt also doch nur die Umschreibung ‚Deutsche ohne Migrationshintergrund‘. Das ist sperrig, ist aber wohl die einzige Möglichkeit, den Unterschied zwischen verschiedenen Lebenswegen und -erfahrungen wenigstens ansatzweise wertfrei zu benennen.“

    Wertfrei? So etwas kann auch nur eine Person behaupten, die keinen MigrationsVORDERgrund besitzt, deren „fremde Abstammung“ mensch also nicht ansieht.
    Warum wohl benutzen „wir“ den Begriff „Migrationshintergrund“?
    Deutsche mit Migrationshintergrund sind keine vollwertigen Deutschen und werden damit immer als defizitär betrachtet. Denn sonst gäbe es keinen Grund, sie als Deutsche mit Makel zu bezeichnen.
    Denn seien wir mal ehrlich: Haben Deutsche in Bayern, Hamburg, Hessen, Westfalen, Sachsen, etc. alle den gleichen Lebensweg oder die gleichen Lebenserfahrungen? Ist die Mentalität der Franken und Schwaben und Rheinländer und Pommerländer tatsächlich identisch?
    Ich behaupte mal: nein.

    Meine Schlitzaugen sagen nichts darüber aus, wie ich lebe (Lebensstil) und wie ich aufgewachsen bin (Lebensweg).

    Ich würde die Frage gerne umdrehen:

    Wie können wir Menschen in Deutschland bezeichnen, so dass sich sowohl Menschen mit als auch ohne sogenanntem Migrationshintergrund mit dieser Bezeichnung identifizieren können?

  8. Veronica sagt:

    Ich schlage folgendes vor:

    eingeborene/indigene Deutsche oder (mein favorit) kilometre zero Deutsche

    🙂

  9. Christoph sagt:

    Herkunftsdeutsch – so bezeichne ich mich gerne in Diskussionen, bei denen ich das abgrenzen muss/soll. Nun kann man über die Definition streiten, ab/bis wann die Herkunft betrachtet wird – aber das wird beim Begriff „Migrationshintergrund“ ja auch getan („Selber oder einer der Eltern eingewandert nach 1949.. oder so ähnlich, oder?). Insofern kann man „Herkunft“ dann auch entsprechend begrenzen, nämlich „Selber oder einer der Eltern NICHT eingewandert nach 1949…). Wäre das etwas?

    In diesem Zusammenhang bekomme ich die Krise, wenn in vielen Diskussionen – „Experten“ und Politiker jeglicher Couleur – mich in die Kategorie „Mehrheitsgesellschaft“ packen. Meine Schmerzgrenze ist hoch, aber zur „Mehrheit“ (welcher eigentlich?) lasse ich mich ungern zählen. Die Mehrheit liest die XY-Zeitung, die Mehrheit hat die Weltanschauung ABC, die Mehrheit isst Fleisch. Wo setzt man an?

    An dieser Stelle wünsche ich mir seit Langem eine höhere Sensibilität bei den vielen aufgeregten Diskutanten zum Sprachthema „Migrationshintegrund“ vs. „Einwanderungsgeschichte“ usw., die oft und gerne den – m.E. bewusst trennenden – Begriff „Mehrheitsgesellschaft“ salopp in Gespräche werfen.

  10. moansome sagt:

    Wie wärs mit „Deutsche“ ? Wie nennt man denn Türken jetzt, da viele Syrer eingewandert sind ? Ich glaube kaum, dass die es sich bieten lassen würden, sich eingeborene Türken nennen zu lassen. Und auch hier werden solche Begriffswürste keinen Anklang finden.


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