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Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

Buchtipp zum Wochenende

Erlebniswelt Rechtsextremismus

Wie spricht die rechtsextreme Szene Jugendliche an? Welche Wege gehen sie und welche Strategien nutzen sie? Der neue Präventions-Band zu Erscheinungsformen der rechten Subkultur gibt Antworten – mit beiliegender CD-ROM mit Texten und Materialien.

Auch nach der Aufdeckung der NSU-Terrorzelle und den Breivik-Anschlägen in Norwegen versucht die rechtsextreme Szene weiterhin, insbesondere Jugendliche anzusprechen. Geschickt nutzen die Aktivisten Musik, Kleidungsstil, Websites, „Kameradschaft“ und Konzerte, um die Jugendlichen mit ihrer als Lifestyle daherkommenden Unterhaltungswelt für sich zu gewinnen.

In dieser Erlebniswelt verschmelzen menschenverachtende Botschaften mit den Freizeitaktivitäten der rechten Subkultur. Zunehmend geben sich die Rechtsextremen dabei nicht als solche zu erkennen, sondern machen mit ihren Angeboten an Jugendliche einen unverdächtigen Eindruck. Teils übernehmen sie sogar gezielt die Aktionsformen linksgerichteter Autonomer.

Kritischen Blick schärfen
In der dritten, überarbeiteten Auflage des Buchprojekts Erlebniswelt Rechtsextremismus gehen die Autoren den gegenwärtigen Strategien der Rechten und den neuen Formen des Rechtsextremismus in Deutschland nach. Dabei analysieren sie vor allem Musik und Websites der Szene und stellen neue Methoden und Ansätze vor, um den kritischen Blick von Jugendlichen auf Rechtsextremismus zu schärfen.

22 Projekte aus der schulischen und außerschulischen Praxis liefern Anregungen und machen Mut, eigene Ideen umzusetzen. Ergänzt wird der Band durch die beiliegende CD-ROM mit vielen Texten und Materialien. Eine ideale Grundlage für Lehrer und Eltern, Sozialarbeiter und Jugendbildner, die rechtsexteme Codes erkennen und präventiv mit Jugendlichen arbeiten möchten. (ms)

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