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Migration und Integration in Deutschland

Es waren vor allem die übrig gebliebenen einheimischen Geringqualifizierten, die die Gastarbeiter als ungeliebte Konkurrenten empfanden.

Stefan Luft, Staat und Migration, 2009

Baden-Württemberg

Fast jeder fünfte Schüler hat einen Migrationshintergrund

Erstmals wurde an Baden-Württembergs Schulen der Migrationshintergrund der Schüler erhoben. Danach beträgt der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund 18,7 Prozent. Die meisten von ihnen besuchen eine Hauptschule, die wenigsten ein Gymnasium.

Unter den rund 1,1 Millionen Schülern an den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen des Landes Baden-Württemberg im Schuljahr 2012/13 sind gut 197.400 mit Migrationshintergrund. Dies entspricht fast einem Fünftel (18,7 Prozent) der Schülerschaft. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde der Migrationshintergrund im Rahmen der Amtlichen Schulstatistik im Schuljahr 2012/13 erstmals an den öffentlichen Schulen erhoben.

In den einzelnen Schularten sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sehr unterschiedlich vertreten. Mit 35,1 Prozent weisen die öffentlichen Werkreal-/Hauptschulen den höchsten Wert auf, gefolgt von den öffentlichen Sonderschulen mit 30,2 Prozent. Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an den Realschulen liegt bei 14,7 Prozent. Vergleichsweise gering ist der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an den Gymnasien mit 10,0 Prozent. An den öffentlichen Grundschulen hat gut jedes fünfte Kind (20,6 Prozent) einen Migrationshintergrund.

Info: Einen Migrationshintergrund hat, wer mindestens eines der folgenden Merkmale erfüllt: Keine deutsche Staatsangehörigkeit, Nichtdeutsches Geburtsland, Nichtdeutsche Verkehrssprache in der Familie bzw. im häuslichen Umfeld.

Fast jeder 10. ohne deutschen Pass
Die Schüler mit Migrationshintergrund an den allgemeinbildenden Schulen setzen sich zusammen aus rund 104.700 Ausländern und gut 92.700 Deutschen mit Migrationshintergrund. Damit liegt der Anteil der Ausländer an den Schülern der öffentlichen allgemeinbildenden Schulen bei 9,9 Prozent.

Erwartungsgemäß streuen die Anteile der Schüler mit Migrationshintergrund zwischen den einzelnen Stadt- und Landkreisen sehr stark. Spitzenreiter ist der Stadtkreis Stuttgart mit 39,0 Prozent, gefolgt von den Stadtkreisen Heilbronn und Mannheim mit 35,6 bzw. 35,0 Prozent. Schlusslicht ist der Landkreis Biberach mit 9,1 Prozent. (sb)

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6 Kommentare
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  1. Rena sagt:

    Welche Quelle liegt dem Artikel zugrunde?

  2. Eric sagt:

    Hab den Zettel mit den 3 Fragen vor knapp einem Jahr in der Berufsschule ausgefüllt und fand es lustig, dass ich zwar wenn es nach dem Statistischen Bundesamt geht einen Migrationshintergrund habe, aber nicht nach dieser Erhebung. Wer mit seinen Eltern deutsch spricht kann halt keinen Migrationshintergrund haben.

  3. posteo sagt:

    DIie Definition von MiHiGru in dem Artikel (siehe Info) weicht tatsächlich von der offiziellen Definition ab, wodurch sich die geringere Migrantenrate gegenüber dem offiziellen Migrantenanteil von 26% in Baden-Württemberg erklärt . Siehe//www.statistikportal.de/BevoelkGebiet/Indikatoren/BV-BS_migranten.asp

  4. Saadiya sagt:

    Migrationshintergrund ist ein Suffix, auf das man verzichten kann……Es grenzt nämlich aus und lässt Menschen außen vor, die schon längst zur deutschen Gesellschaft gehören….

  5. Aleks sagt:

    Naja, das heißt aber nicht, dass man sich wie ein Deutscher fühlt. Es ist extrem subjektiv und je nach Persönlichkeit sehr anders. Mein Brunder zum Beispiel hat sich schon nach 3 Jahren als Deutscher identifiziert, wobei manche unserer Freunde sogar nach 40 Jahren in Deutschland den Namen „Deutscher“ als Schimpfwort verachten.
    Verlässliche Zahlen kann man auch nicht unbedigt aus der Staatsangehörigkeitsstatistik erschließen. Viele lassen sich nur deswegen einbürgern, um im schlimmsten Fall besser abgesichert zu sein oder einfacher reisen zu können. Ich gehöre zur zweiten Kategorie und geniese das freie Reisen;). Ich lebe seit 10 Jahren in Deutschland, spreche fließend Deutsch, habe das Gymnasium besucht und könnte mich trotzdem niemals „Deutsche“ nennen.

    Aber wie gesagt, das variiert extrem je nachdem wen man fragt (auch wo jemand her kommt)

  6. Umdenker sagt:

    Aleks

    “ wobei manche unserer Freunde sogar nach 40 Jahren in Deutschland den Namen „Deutscher“ als Schimpfwort verachten“

    und genau diese Leute sollten darüber nachdenken, warum sie noch in Deutschland sind, und ob sie vielleicht nicht doch irgendwann nach Hause gehen wollen. Wo auch immer das ist. Solche Menschen tragen nicht zum Frieden bei, sie behindern die Integration vieler. Solche Menschen sind im Grunde Feinde der einheimischen Gesellschaft. Hier müsste es Gesetze geben, die es dem Staat ermöglicht, solchen Leuten die Staatsbürgerschaft zu entziehen.



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