April 2013 - Täglich sechs fremdenfeindliche Straftaten in Deutschland - MiGAZIN

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat. Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966 Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

April 2013

Täglich sechs fremdenfeindliche Straftaten in Deutschland

Im April 2013 wurden 1.025 rechtsextreme Straftaten registriert, von denen 174 einen fremdenfeindlichen Hintergrund hatten. Insgesamt wurden 58 Personen verletzt. Das teilt die Bundesregierung mit.

 Täglich sechs fremdenfeindliche Straftaten in Deutschland

© Photocapy auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG

Unter den im April 2013 gemeldeten 1.025 Straftaten des Phänomenbereichs „politisch motivierte Kriminalität (PMK) – rechts“ wurden 48 Gewalttaten registriert. Bei 237 Straftaten lag eine sog. „Hasskriminalität“ vor und bei 174 Straftaten konnte ein fremdenfeindlicher Hintergrund festgestellt werden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.

Insgesamt wurden „wurden insgesamt 486 Tatverdächtige, davon 446 männlich, ermittelt sowie 16 Personen, darunter 13 Männer vorläufig festgenommen. Es wurden keine Haftbefehle erlassen“, so die Bundesregierung. Weiter teilt sie mit, dass infolge rechtsextremer Straftaten insgesamt 58 Personen verletzt wurden.

Links- und Ausländerkriminalität
Wie aus einer weiteren Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der CDU/CSU und FDP hervorgeht, wurden im selben Zeitraum außerdem 420 Straftaten, von denen 54 Gewalttaten waren, dem politisch links motivierten Spektrum zugeordnet. In diesem Bereich wurden laut Bundesregierung 28 Verletzte registriert.

Tipp: Zahlen aus den Vormonaten finden Sie hier.

Weitere 34 Straftaten, darunter zwei Gewalttaten, wurden laut Vorlage der politisch motivierten Ausländerkriminalität zugeordnet; in diesem Bereich wurden zwei verletzte Personen verzeichnet.

Zahlen vorläufig
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die aufgeführten Zahlen keine abschließende Statistik darstellen. Aufgrund von Nachmeldungen könnten noch teilweise erhebliche Korrekturen vorgenommen werden. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die realen Straf- und Gewalttaten um ca. 50 Prozent höher als die vorläufig ausgewiesenen liegen. (hs)

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