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05.07.2013 – Terror, CIA, Muslime, USA, Juden, New York, Ausländer

Dossier
Der Fall Abu Omar vor Gericht. Am 17. Februar 2003 wurde Osama Nasr Mostafa Hassan in der Via Guerzoni in Mailand entführt. Der als Abu Omar bekannte Prediger einer Mailänder Moschee wurde verdächtigt, einem Terroristennetzwerk anzugehören und war deshalb von der Anti-terror-Einheit der Mailänder Polizei verfolgt worden. Nachdem der mutmaßliche Terrorist verschwunden war, suchten die Anti-Terror-Polizisten unter der Leitung von zwei Mailänder Staatsanwälten nach dessen Entführern und kamen staatlich verbrieften Tätern auf die Spur.

Abu Omar war von Agenten der CIA und der italienischen Militärgeheimdienste verschleppt worden, von der Air Force Base Aviano in Italien zur Air Force Base Ramstein in Deutschland und von dort nach Ägypten geflogen worden. Dort wurde er ägyptischen Behörden zur Vernehmung über-geben und monatelang gefoltert. Es ist der erste Fall von extraordinary rendition – wie die USA diese besondere Methode ihres Krieges gegen den Terror nennen – der der Weltöffentlichkeit in allen Einzelheiten bekannt wurde. Und der einzige, der einen wirklich außerordentlichen Ausgang nahm: das Mailänder Gericht verurteilte 23 CIA-Agenten, den Chef der italienischen Geheimdienste und vier seiner Mitarbeiter zu hohen Haftstrafen. 19:15-20:00 • Deutschlandfunk

Das Feature
1938 emigrierte die deutsch-jüdische Dichterin Mascha Kaléko mit ihrer Familie nach New York und kehrte erst 1956 für eine Lesereise nach Deutschland zurück. Die amerikanische Publizistin Marcia Pally lehrt an der New York University ‚Multilingual Multicultural Studies‘ und arbeitet regelmäßig als Gastprofessorin an der Humboldt Universität Berlin.

In ihren Texten über das Leben an der Lower East Side und später im Greenwich Village beschreibt Mascha Kaléko die Schicksale von Immigranten, die es nicht immer schaffen, in der Neuen Welt wirklich Fuß zu fassen. In ihren wissenschaftlichen Arbeiten und ihren Artikeln für deutsche und amerikanische Medien zeigt Marcia Pally, dass die Fehleinschätzungen und Miss-verständnisse im trans-atlantischen Dialog tief in jener Zeit verwurzelt sind, die Mascha Kaléko in ihren poetischen Texten beschreibt. Kreuzberg und Manhattan. 20:10-21:00 • Deutschlandfunk