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Merkel: Wir brauchen Zuwanderung, haben aber einen sehr schlechten Ruf

Deutschland wird nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bis 2030 rund sechs Millionen weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter haben. Deshalb könne man „durchaus auch auf eine Offenheit in Richtung Zuwanderung setzen“, sagte sie am Mittwoch beim zweiten Demografiegipfel in Berlin.

Merkel verwies auf den positiven Wanderungssaldo in Höhe von 370.000 im vergangenen Jahr. „Viele der Zuwanderer sind gut ausgebildet und wollen in unserem Land zeigen, was sie können. Die OECD sagt uns im Übrigen, dass die Bedingungen dafür in Deutschland sehr gut sind. Unser Ruf ist allerdings sehr schlecht. Wir gelten als abgeschlossen, wir gelten als ein Land, in das zu kommen sehr kompliziert ist. Das heißt, alle, die einen Beitrag dazu leisten können, tun auch gut daran, für Deutschland als ein offenes Land, das Fachkräfte sehr willkommen heißt, zu werben“, betonte die Bundeskanzlerin.

Im Bereich der Berufsbildung für Migranten habe man bereits viel erreicht. „Nach wie vor haben wir aber Probleme beim Beherrschen der Sprache und damit auch bei Fragen der Bildungsfähigkeit“, ergänzte Merkel und macht darauf aufmerksam, dass die „Gruppen derer, die zu uns kommen, sich dauernd verändern und wir natürlich darauf reagieren müssen“. (bk)