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Das Beitragsaufkommen [in den Rentenversicherungen beträgt] auf Grund der Beschäftigung der ausländischen Arbeitnehmer jährlich rd. 1,2 Milliarden DM, während sich die Rentenzahlungen an ausländische Arbeitnehmer jährlich auf rd. 127 Millionen DM, also etwa ein Zehntel, belaufen.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände

Türkische Presse Türkei

14.05.2013 – Reyhanlı, EU Beitritt Türkei, IWF, Davutoğlu, Westerwelle

Die Themen des Tages sind: Cemil Çiçek wird Slowenien einen Besuch abstatten; Anschlag in der Türkei; Türkei bezahlt letzte Kreditschulden; Absturz eines Kampfjets vom Typ F- 16; Strategische Dialog-Vereinbarung von Davutoğlu und Westerwelle; Entführte türkische Geiseln werden Freigelassen; Türken-Partei erringt 33 Parlamentssitze in Bulgarien-Wahl

VONBYEGM, TRT

DATUM14. Mai 2013

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Cemil Çiçek wird Slowenien einen Besuch abstatten
Parlamentspräsident Cemil Çiçek wird Slowenien einen offiziellen Besuch abstatten.

Çiçek wird im Rahmen seines Besuches mit dem Parlamentspräsidenten Janko Veber zusammenkommen. Außerdem wird Cemil Çiçek von Borut Pahor, dem Staatspräsident von Slowenien empfangen.

Es wird auch erwartet, dass Çiçek an einem Abendessen teilnimmt, das Parlamentspräsidenten Janko Veber ihm zu Ehren geben wird. Çiçek wird auf seiner Reise von Nihat Ergün, Minister für Wirtschaft, Industrie und Technologie begleitet.

Anschlag in der Türkei
Bei der Explosion zweier Autobomben in der Grenzstadt Reyhanlı waren am Samstag mindestens 46 Menschen getötet worden, etwa 140 wurden verletzt.

Es gebe ernstzunehmende Beweise dafür, dass Anhänger der syrischen Regierung die beiden Autobomben in Reyhanlı zündeten, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan.

Syrien wies die Anschuldigungen umgehend als unbegründet zurück und erhob seinerseits Vorwürfe gegen die Türkei. Diese stellte klar, sie behalte sich das Recht auf eine angemessene Gegenreaktion vor.

Die türkischen Behörden nahmen unterdessen neun Verdächtige fest, allesamt türkische Staatsbürger. Es wurde bekanntgegeben, dass die Beschuldigten die Tat teilweise standen. Innenminister Muammer Güler sagte, unter den Festgenommenen sei auch der Planer des Angriffs.

Zwei mit Sprengstoff präparierte Fahrzeuge waren am Samstag vor dem Rathaus und dem Postgebäude der 60.000-Einwohner-Stadt Reyhanlı explodiert.

Türkei bezahlt letzte Kreditschulden
Die Türkei bezahlt heute die letzten Kreditschulden vom IWF. Somit wird die Türkei auch von den Bestimmungen des Währungsfonds unabhängig. Somit schloss die Türkei ein 52 jähriges Kapitel. Insgesamt habe die Türkei innerhalb der vergangenen 52 Jahre vom IWF Kredite von insgesamt 50 Milliarden Dollar erhalten. Auf den IWF sei das Land aufgrund hoher Investitionen aus dem Ausland nicht mehr angewiesen. Vor gar nicht langer Zeit sah das noch anders aus.

Absturz eines Kampfjets vom Typ F- 16
Gestern stürzte ein Kampfjet vom Typ F- 16 zwischen den Hochebenen Yarpuz und Zorkun in 35 Kilometer Entfernung zu Osmaniye ab. In einer offiziellen Erklärung des Generalstabs heißt es, dass ein Kampfjet vom Typ F-16 vom 5. Luftstützpunkt am 13. Mai 2013 gegen 14.15 Uhr Ortszeit über dem Amanoslar Gebiet bei Osmaniye nach einem Funkruf des Piloten abgestürzt ist. Die Maschine sei nach jüngsten Angaben zwischen den Hochebenen Yarpuz und Zorkun in 35 Kilometer Entfernung zu Osmaniye abgestürzt. Der Pilot kam bei diesem Absturz ums Leben.

Strategische Dialog-Vereinbarung von Davutoğlu und Westerwelle
Den Startschuss für einen strategischen Dialog zwischen Deutschland und der Türkei haben der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu und sein deutscher Amtskollege Guido Westerwelle gegeben. Diese solle dazu beitragen, die bilateralen Beziehungen gedeihen zu lassen, aktuelle Probleme zu lösen und einen Konsens über widersprüchliche Meinungen zwischen den beiden Ländern zu finden. Man erhoffe sich zudem nun auch eine bessere Zusammenarbeit in regionalen und globalen Fragen. Bei einem Treffen in der Villa Borsig unterzeichneten sie eine entsprechende Erklärung. Gestärkt werden soll so die bilaterale Zusammenarbeit. Zuletzt warb der FDP-Politiker deutlich wie nie für einen EU-Beitritt der Türkei. Derzeit will Westerwelle die Türkei mit „neuem Schwung“ zu einem EU-Beitritt führen.

Entführte türkische Geiseln werden Freigelassen
Die Taliban hat die Freilassung der vor drei Wochen entführten vier Türken angekündigt. Der Taliban-Sprecher schickte eine betreffende E-Mail an Medienanstalten. Darin heißt es, dass vier der entführten acht Türken zuvor als Zeichen des guten Willens freigelassen worden sind. Die vier von der Taliban festgehaltenen Türken würden in Kürze ebenfalls freigelassen. Die Türken wurden am 21. April von der Taliban entführt, als ihr Helikopter im Mangel Tal, im Osten des Landes in Richtung Khost, abstürzte.

250 türkische Wissenschaftler zurück in die Heimat
Schon gibt es in der Türkei für hochqualifizierte Akademiker viel zu tun. Derzeit stehen die Zeichen auf einheimische „brainpower“ sowohl in der türkischen Politik als auch in der hiesigen Wissenschaft. Ein ums andere Mal ertönt der Ruf, hochqualifizierte Fachkräfte mögen doch zurück in die Heimat kehren. Auch entsprechende Anreize wurden geschaffen. Jetzt scheint es, als würden die Bemühungen langsam Früchte tragen. Eine Karriere im Ausland einer Laufbahn in der Heimat verzogen das so genannte „Brain Drain“ der aussichtsreichsten türkischen Fachkräfte, gehört offenbar der Vergangenheit an. Mittlerweile 250 international tätige Wissenschaftler von einigen der renommiertesten Universitäten der Welt seien im rasanten Wachstum der türkischen Wirtschaft sowie in der politischen Stabilität des Landes zu suchen.

Windpark in Balikesir
Das erste gemeinsame Projekt der türkischen Sabancı Holding und des deutschen Energiekonzerns E.on ist die 143-MW-Anlage. Der Windpark in Balıkesir koste rund 153 Millionen Euro. Enerjisa, ein Joint Venture der türkischen Sabancı Holding und des deutschen Energiekonzerns E.on, hat in der nordwesttürkischen Provinz Balıkesir einen Windpark mit 52 Einheiten eröffnet. Die Anlage soll zum größten Stromerzeuger dieser Art in der gesamten Türkei werden. Der Fokus der Regierung liegt jedoch weiterhin auf Atomkraft. Dieser Windpark soll rund 170.000 türkische Haushalte versorgen. Die auch in der Stromverteilung tätige Gruppe wolle alles in allem etwa neun Millionen Nutzer erreichen. Die Investitionen von Enerjisa in Energiebranche sind von rund zehn Mrd. Dollar.

Neues IT-System entwickelt Türkei
Havelsan-Generaldirektor Sadık Yamaç sagte: „Wir sind der Meinung, dass sich DOOB (Steuerungs- und Kontrollinformationssystem) international gut platzieren wird“. Das Unternehmen habe bei der NATO ihr neues Steuerungs- und Kontrollinformationssystem bereits vorgestellt. In dem Bemühen, den technologischen Lückenschluss zu schaffen, hat der türkische Rüstungshersteller Havelsan ein neues Steuerungs- und Kontrollinformationssystem namens DOOB entwickelt. Schon jetzt soll das Produkt auf internationales Interesse stoßen. Relevanz hat es für Land-, Luft-und Seestreitkräfte. Es handelt sich dabei nach Angaben von Yamaç, um ein hoch integriertes System. Es ermögliche gegenseitige Mobilität für verschiedene Teile der Streitkräfte und steuert ihre Beweglichkeit.

Türken-Partei erringt 33 Parlamentssitze in Bulgarien-Wahl
Die Partei für Rechte und Freiheiten (HÖH) der türkischen Minderheiten in Bulgarien hat bei den bulgarischen Parlamentswahlen 9,2 Prozent der Wählerstimmen einfahren können und zieht damit mit 33 Abgeordneten ins Parlament ein. Der Vorsitzende der Türken-Partei Bulgariens (HÖH), Lütfi Mestan, sagt: Wir sind keine ethnische Partei, sondern vertreten alle Bulgaren. Das habe diese Wahl gezeigt. Doch er erhält Gegenwind vom türkisch-bulgarischen Politiker Korman Ismailow. Der möchte ein klares Bekenntnis zur eigenen Kultur und Sprache sehen und hören.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Schulden an IWF getilgt, nun wollen wir einen Sitz
Yeni Safak berichtet auf den Wirtschaftsseiten unter der Schlagzeile „Schulden an IWF getilgt, nun wollen wir einen Sitz“, in den Beziehungen zwischen der Türkei und dem Internationalen Währungsfond IWF beginne ab heute eine neue Ära. Dem Blatt zufolge habe Vizepremier Ali Babacan betont, nach 19 Jahren beginne nun eine schuldenfreie Periode. Ab November 2014 werde die Türkei eines der 24 Mandate des Exekutivdirektors erhalten.

Bibis Wohlbehagen hat zur Empörung geführt
In Star lesen wir unter der Schlagzeile „Bibis Wohlbehagen hat zur Empörung geführt“, obwohl das Land in einer wirtschaftlichen Krise steckt habe der israelische Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und seine Ehefrau Sara hätten sich für den Flug nach London für etwa 127.000 US-Dollar ein Doppelbett ins Flugzeuge installieren lassen. Dem Blatt nach hätten renommierte israelische Zeitungen den Ministerpräsidenten einen „König“ genannt und betont, Bibi sei König und in Monarchien würden Reisekosten für den König und die Königin keine Rolle spielen. Der Abgeordnete der oppositionellen Arbeiter Partei, Mickey Rosenthal habe angesichts dieses „skandalösen Benehmens“ von Netanyahu die Aufnahme von Ermittlungen gefordert.

In der Vergangenheit eine Station an der Seidenstraße, heute Tourismuszentrum
Aus Sabah erfahren wir unter der Schlagzeile „in der Vergangenheit eine Station an der Seidenstraße, heute Tourismuszentrum“, die chinesischen Staatsbürger würden zwar Reisen ins Ausland bevorzugen, aber China habe das Tourismuseinkommen für sich entdeckt. Parallel zum wirtschaftlichen Wachstum versuche China den Tourismus in eine wichtige Einkommensquelle umzuwandeln. Der Hilal-See in der Wüste Gobi, die im Gansu-Gebiet im Nordwesten des Landes liegt, werde immer mehr zu einem Touristenmagneten. Weiter heißt es in der Meldung, in der Vergangenheit sei der See eine wichtige Station an der Seidenstraße zwischen China und dem Westen gewesen. Heute hingegen befinde sich der See in der Liste der Weltkulturerben der UNESCO.

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