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TV-Tipps des Tages

07.05.2013 – Istanbul, Türkei, Prophet Mohammed, Muslime, Islam, Migranten

TV-Tipps des Tages sind: Istanbul: Einzigartig ist schon die geografische Lage des türkischen Istanbul, dieser Stadt auf zwei Kontinenten. Istanbul ist die Brücke zwischen Europa und Asien in mehr als einem Sinn; Reisezeit – Türkei; Imperium: Beim so genannten Rat von Medina einigen sich die arabischen Stämme auf einen Führer, der das politische Werk des Propheten Mohammed fortsetzen soll

VONÜmit Küçük

DATUM7. Mai 2013

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Istanbul
Einzigartig ist schon die geografische Lage des türkischen Istanbul, dieser Stadt auf zwei Kontinenten. Istanbul ist die Brücke zwischen Europa und Asien in mehr als einem Sinn. Die kulturelle und weltanschauliche Vielfalt, die reiche Geschichte, das stete Nebeneinander von Tradition und Zukunft, von Märchenland und Moderne – das bietet nur die Metropole am Bosporus. Der Film verfolgt den Ablauf eines Tags, eines Freitags, der in der muslimischen Welt dem christlichen Sonntag entspricht.

In der laizistischen Türkei gehen die gläubigen Muslime zum Freitagsgebet in die Moschee; gleichzeitig nimmt das Leben im Finanz- und Wirtschaftszentrum Istanbul aber seinen gewohnten, geschäftigen Lauf, angefangen beim täglichen Verkehrsinfarkt am frühen Morgen bis zum abendlichen Ausklang im Restaurant am Bosporus.

Byzanz, Konstantinopel, Istanbul: In zweieinhalb Jahrtausenden ist die Stadt nicht so stark gewachsen wie in den vergangenen fünfzig Jahren. Schätzungsweise 15 Millionen Menschen hausen heute in diesem Moloch. Neben dem Verkehr und der wild wuchernden Bebauung ist der Müll ein ernstes Problem, außerdem die Wasserversorgung. An jeder Ecke wird Trinkwasser in Plastikflaschen verkauft, Leitungswasser ist ungenießbar. Wie leben die Menschen mit diesen existenziellen Problemen? Noch immer ist die Altstadt mit ihren Basaren, Bädern und Moscheen, mit ihren überfüllten Gassen und osmanischen Häusern der „malerischste“ Stadtteil. Zwischen dem Fähranleger an der Galata-Brücke und der Süleymaniye Moschee liegt eine ganz eigene, exotische Welt. Viel ruhiger, beinahe dörflich scheint das Leben auf der asiatischen Seite im Stadtteil Beylerbeyi oder auf den Prinzeninseln. Kosmopolitisch dagegen Beyoglu, das Viertel der Juden, Armenier, Engländer und Franzosen. Hier, zwischen Tünel und Taksim, findet man Kaffeehäuser aus dem frühen 20. Jahrhundert, Kneipen, ausländische Buchhandlungen und Botschaftsgebäude. 15:15-16:00 • RBB Berlin

Reisezeit – Türkei
Dokumentation (Kultur – Reisen/Urlaub/Touristik) – Istanbul ist eine lebendige und weltoffene Großstadt, die stolz ist auf ihre glanzvolle Vergangenheit. Die Stadt bildet die Schnittstelle zwischen Europa und Asien und vereint Tradition und Moderne wie kaum eine andere Metropole. Eine Reise durch die Türkei ist wie ein Ausflug in die Geschichte. Die bizarre Tuffsteinlandschaft in Kappadokien im Landesinneren ist in weiten Teilen bis zu 52 Stockwerke tief unterhöhlt und diente den verfolgten Frühchristen als fast uneinnehmbares Rückzugsgebiet. Die Reise führt nach Zentralanatolien und entlang der türkischen Riviera wieder zurück an den Bosporus. „Reisezeit – Türkei“ stellt den Staat zwischen Europa und Asien vor. 15:45-16:10 • 3sat

Imperium
Beim so genannten Rat von Medina einigen sich die arabischen Stämme auf einen Führer, der das politische Werk des Propheten Mohammed fortsetzen soll.

Was New York heute für den westlichen Kulturkreis darstellt, muss Bagdad vor rund 1000 Jahren für die Welt des Orients gewesen sein: eine sagenhafte Metropole, eine Art Hauptstadt der Globalisierung, damals bereits mit Hunderttausenden Einwohnern – womöglich einer Million. Chronisten berichten von einem Zivilisationsniveau, wie es in anderen Erdteilen selbst 500 Jahre später noch nicht erreicht war: Dutzende Krankenhäuser, Badeanstalten, Bibliotheken und Akademien soll diese Stadt beherbergt haben – ein „Geschenk Gottes“, so lautet die Übersetzung des persischen Wortes „Bagdad“.

Vor allem aber das Ergebnis einer kulturellen Verschmelzung von besonderem Erfolg. Kaum eine Stadt der Weltgeschichte verfügt heute noch über einen derart märchenhaften Ruf, was vor allem damit zu tun hat, dass die international berühmteste Märchensammlung, die Geschichten aus „1001 Nacht“, sich unter anderem in den Tavernen und Palästen Bagdads zutragen: Die Kalifen Harun al-Rashid und al-Mamun, die für die Blüte der islamischen Zivilisation stehen, werden darin namentlich erwähnt. Viele Figuren der fantastischen Erzählungen – Dichter, Diebe, intrigante Wesire, schöne Kurtisanen – fanden ihre historischen Vorbilder wohl im Alltagsleben der Metropole. 20:15-21:00 • PHOENIX

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