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Letztlich haben einige Industriestaaten ihren Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften … dadurch gedeckt, dass sie bei der Einstellung von irregulären Arbeitsmigranten ein Augen zudrücken.

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, Migration in einer interpedenten Welt, 2004

Bades Meinung

„Willkommenskultur“. Ein aktueller Beitrag zum Märchen „Des Kaisers neue Kleider“?

Alle reden plötzlich von „Willkommenskultur“. Das gilt selbst für Politiker, deren Parteien sich jahrzehntelang, insbesondere zu Wahlkampfzeiten, überboten haben mit schrillen und in den Köpfen der Menschen bis heute fremdenfeindlich nachklingenden Warnungen vor Zuwanderung.

VONKlaus J. Bade

 „Willkommenskultur“. Ein aktueller Beitrag zum  Märchen „Des Kaisers neue Kleider“?
Der Migrationsforscher, Publizist und Politikberater Klaus J. Bade lehrte bis 2007 Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück und lebt seither in Berlin. Er war Fellow/Gastprofessor an den Universitäten Oxford und Harvard, an der Nieder- ländischen Akademie der Wissenschaften und am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Bade war u.a. Begründer des Osnabrücker Instituts für Migrationsfor- schung und Interkulturelle Studien (IMIS), des bundesweiten Rates für Migration (RfM) und 2008 - 2012 Gründungsvorsitzender des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) in Berlin. Er hat zu Migration und Integration in Geschichte und Gegenwart viele Forschungsprojekte geleitet, einige Dutzend Bücher veröffentlicht und für sein Engagement in Forschung und kritischer Politikbegleitung diverse Auszeichnungen erhalten, zuletzt das Bundesverdienst- kreuz 1. Klasse. Im März erscheint sein neues Buch: "Kritik und Gewalt. Sarrazin-Debatte, ‚Islamkritik‘ und Terror in der Einwanderungs- gesellschaft" im Wochenschau Verlag, ISBN 978-3-89974893-2, ca. 400 S., 26,80 €. (www.kjbade.de)

DATUM8. April 2013

KOMMENTARE12

RESSORTLeitartikel, Meinung

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Von bedrohlichen „Masseninvasionen“, von „Überflutungen“ und von „ungesteuerter Zuwanderung“ war da die Rede. Und Abwehrbereitschaft wurde beschworen gegenüber den andrängenden „Sozialschmarotzern“ aller Länder, die es angeblich abgesehen hatten auf das vermeintliche Paradies in der Mitte Europas. Und heute „Willkommenskultur“? Schauen wir genauer hin:

„Willkommen“
„Willkommenskultur“ kann man im Zusammenhang von Migrations- und Integrationspolitik am Wortanfang und am Wortende betonen:

Bei der Betonung auf „Willkommen“ geht es heute um den utilitaristischen Versuch, diejenigen Zuwanderer als Einwanderer auf Dauer zu bekommen , die man zu brauchen glaubt, um den wachsenden Druck des demographischen Wandels auf Arbeitsmarkt und Sozialsysteme noch etwas abzufedern und dadurch Zeit zu gewinnen für die längst überfälligen Sozialreformen. Das läuft ziemlich gut, von den nur zögerlich angegangenen Reformen abgesehen. Aber das hat weniger mit der deutschen „Willkommenskultur“ als mit der Misere in den Herkunftsländern der neuen Zuwanderer zu tun. „Wirtschaftsflüchtlinge“ hat man die Menschen noch bis vor kurzem verächtlich genannt, die heute „willkommen“ geheißen werden sollen. Auch diese fremdenfeindliche Redensart hallt noch in vielen Köpfen nach, auch wenn nun politisch ein neues Lied gesungen wird. Politik vergisst zu oft, daß sich denunziative Argumente verselbständigen und, zu Denkstrukturen geronnen, ein langes Eigenleben führen können, auch wenn ihre Schöpfer längst ihre Position geändert haben.

Außerdem gibt es noch viel zu tun; denn von den wenigen „Welcome Centers“ abgesehen, ist die Willkommensbotschaft bei vielen Behörden nach wie vor nicht angekommen, trotz aller Appelle, Behördentagungen und Crash Kurse, an denen Mediatoren gut verdienen. Ausgerechnet die Höchstqualifizierten, insbesondere die internationalen Studierenden, die die „ideale Einwanderer“ wären, klagen, wie eine Umfrage des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) zeigte, gerade bei deutschen Behörden nicht nur über mangelnde Informationsfreudigkeit, sondern sogar über ein regelrecht abschreckendes Verhalten. Und selbst wenn das Willkommensevangelium dort ankommen würde, wäre damit erst Willkommenstechnik bei Behörden erreicht, aber noch nicht Willkommenskultur im Land.

„Kultur“
Bei der Betonung auf „Kultur“ ergibt sich nach wie vor eine vielfach negative Bilanz. Hier erinnert das vollmundige Gerede von der „Willkommenskultur“ in einiger Hinsicht an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Denn zu „Kultur“ gehört mehr als die freundliche Begrüßung neuer Gäste. Sie werden bald entdecken, was außer den netten Gesten noch so alles unter den durchsichtigen Kleidern liegt: expandierende neo-nationalsozialistische No-Go-Areas mit Alltagsterrorismus gegenüber „Ausländern“ oder andersdenkenden „Gemeinschaftsfremden“, eine zwar schrumpfende, dafür aber umso aggressivere fremdenfeindliche, insbesondere islamfeindliche Szene und eine grassierende islamfeindliche Volksverhetzung im Internet.

Klar bleibt dennoch: Integration in Deutschland gelingt. Sie ist, wie es schon im ersten Jahresgutachten des Sachverständigenrats im Jahr 2010 hieß, viel besser als ihr Ruf im Land, auch im internationalen Vergleich. Das war natürlich relativ gemeint, nämlich gemessen an den oft miserablen Bedingungen, unter denen sie sich entfalten musste. Und die in den Medien skandalisierten Ausnahmen bestätigten in Wahrheit nur die Regel. Das zeigten auch die späteren Integrationsbarometer des SVR. Sie fragten aber nicht nach dem Verhältnis der Deutschen zum Islam und zu Muslimen. Und hier liegen die Deutschen im europäischen Vergleich heute in der düsteren Spitzengruppe der modernen Kreuzritter. So betrachtet funktioniert Integration in Deutschland zwar gut, aber – wie Naika Foroutan einmal treffend gesagt hat – „minus Muslime“. Und die stellen mehr als vier Millionen Menschen in diesem Land, von denen fast zwei Millionen deutsche Staatsbürger sind.

Aus populistischen Gründen
Das ist und bleibt ein Skandal, der die Gesellschaft spaltet und den Politik nach wie vor nicht zur Kenntnis nimmt – aus populistischen Gründen; denn man will ja im Herbst wieder gewählt werden, notfalls auch von Islamhetzern und ihren Anhängern in der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Deswegen will man es sich wohl auch mit vielgelesenen Weblog-Hetzwerken wie dem islamfeindlichen Hardcore-Pranger „Politically Incorrect“ (PI) lieber nicht ganz verderben. Er wird nach wie vor nicht beobachtet von jenem „Verfassungsschutz“, der sich in der mörderischen antiislamischen NSU-Affäre bis auf die Knochen blamiert hat und dem Vernehmen nach kulturrassistische Islamfeinde in seinen eigenen Reihen hat.

Gelebte Willkommenskultur muß also mehr sein als eine nette Verbindung von attraktiver Außenwerbung freundlichen Begrüßungsritualen am Hauseingang; denn das wäre nichts anderes als jene utilitarische Willkommenstechnik, wie sie von teuren PR-Agenturen entwickelt wird.

Des Kaisers neue Kleider
Im Gegensatz dazu muß Willkommenskultur auch das Innenleben im Haus verändern, also den Umgang mit schon über Generationen hinweg im Land lebenden Einwanderern – auch wenn sie z.B. aus muslimischen Familien mit türkischem Migrationshintergrund stammen. Gäbe es schon diese gelebte Willkommenskultur im Innern und nicht nur Willkommenstechnik in der plakativen Außenwerbung und am Hauseingang, dann würden sicher nicht so viele hier ausgebildete Hochqualifizierte mit türkischem Migrationshintergrund in die Heimat ihrer Eltern abwandern; denn sie werden wegen ihrer schon am Namen ablesbaren Herkunft bei der Jobsuche klar benachteiligt. Dies war ein Ergebnis zahlreicher Erhebungen, das sogar peinliche Fluchtwege wie die anonyme Bewerbung motiviert hat. Der Weg zur gelebten Willkommenskultur ist also noch weit. Solange er nicht zügiger beschritten wird, bleibt „Willkommenskultur“ bereichsweise aktueller Beitrag zum Märchen von des Kaisers neuen Kleidern.

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12 Kommentare
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  1. Lionel sagt:

    Das beklagte Verhältnis zum Islam und den Muslimen ist allerdings kein deutsches Alleinstellungsmerkmal.
    Nach einer jüngst veröffentlichen repräsentativen Umfrage in Großbritannien sind nur 24 % der Befragten der Ansicht, der Islam sei mit dem britischen Lebensstil kompatibel, und nur 23 % meinten, dass der Islam keine Bedrohung für die westliche Zivilisation ist.
    Die Ursachen dieser Ablehnung sollten vielleicht in einem gesamteuropäischen Kontext ergründet werden.

  2. Zerrin Konyalioglu sagt:

    Ein sehr guter Beitrag.
    Über den Begriff „Willkommenskultur“ müssen wir Betroffene immer schmunzeln, egal, wie man dieses neue Plastikwort inhaltlich ausfüllen möchte.Zu Freunden und alten Bekannten sagt man – je nach Tagenzeit- „Hallo“ oder „Guten Tag“ und „Guten Abend“.Willkommen hingegen heißt man Neuankömmlinge und Fremde.
    Menschen, die zum Teil über 50 Jahre in Deutschland leben und von denen man behauptet, sie seien ein fester Bestandteil dieser Gesellschaft, willkommen zu heißen, ist ein Witz. Mehr noch. Es ist ein kontradiktorischer Gegensatz. Kinder und Enkel der ehemaligen „Gastarbeiter“ heute willkommen heißen, stigmatisiert sie wieder zu Fremden, Neuankömmlingen und zu Gästen. Sich selbst sieht er in der Rolle des Gastgebers. jeder gastgebver weiß, dass sein Gast wieder geht. Wer in Grenzen von „Willkommenskultur“ und Integration denkt, sollte sich inzwischen auch Gedanken über eine „Verabschiedungskultur“ und einem „Besucht uns mal wieder“ oder einem „Auf Wiedersehen“ machen, denn längst hat die Rückwanderung leise begonnen, es ist spät geworden, time to go…

  3. Amina Luise Becker sagt:

    Lasst uns nach nach Hause gehen.. Die packen’s hier nicht mehr. Ich sehe die Kinder und Jugendlichen; selbst wenn sie keine persönlichen Diskuriminierungserfahrungen machen, so doch eine latente Demügigungserfahrung. .Sehen sie z..B. nicht die Cover von Stern und Co an den Kiosken wenn sie über den Islam herziehen. Und wenn dann die jugendlichen Männer in den Jahren ihres Testosteronüberschusses sich daneben benehmen, dann kommen die Buschkowskis und Co und wissen schon wieder dass sich Deutschland wehren müsse.Oder Deutschland schaffe sich ab…
    Ja, macht einen vernünftigen Abschluss, vergesst nicht Türkisch oder Arabisch und geht.

  4. Mathis sagt:

    @Zerrin K.
    „Über den Begriff „Willkommenskultur“ müssen wir Betroffene immer schmunzeln.“
    Und ich muss über Sie schmunzeln, denn Sie sind nicht betroffen.

  5. deutscher staatsbuerger sagt:

    Des Kaisers neue Kleider find ich echt gut. Deutschland ist der Kaiser und die Willkommenskultur ist ein Kleid aus goldenem Garn. Ich denke mal, die Regierung ist somit der trügerische Schneider.

    Aber in der Wirklichkeit hat dieser Kaiser ein Kleid an. Es ist dreckig und hässlich. Deutschland hat eine Willkommenskultur. Einfach mal in der Verwaltung nachschauen. Ich empfehle die sogenannten Einbürgerungsbehörden. Dort herrscht eine Willkommenskultur, wie se im Buche steht. In diesem Fall ein Kochbuch:

    Dort wird ein Gericht serviert.
    Der Beamt ist stets engagiert.
    Die Speisen sind schon integriert.
    Die Zutaten er noch kombiniert.
    Den Mensch aufs wesentliche reduziert.
    Der frisst bis sich verliert.
    Die Willkür ist nicht kompliziert.
    Denn sie ist bestens organisiert.

    Guten Appetit!

  6. Zerrin Konyalioglu sagt:

    @Mathis, tatsächlich?

  7. Mathis sagt:

    Willkommen geheißen werden für gewöhnlich neue „Zuwanderer“. Wer hier seit Jahrzehnten lebt, sollte etwas anderes erwarten, als „Willkommen“ oder er ist im falschen Film.
    Wer hier Zuhause ist, kann andere willkommen heißen, die hier Zuhause sein wollen.So, wie einige keine Willkommenskultur entwickelt zu haben scheinen, so scheint an anderen jede Willkommenskultur abzuprallen, bleiben „Neue“ für alle Zeiten, selbst über Generationen hinweg.Mein Eindruck ist, dass der Autor an denen vorbeischreibt, die längst angekommen sind und die nicht in den Blick nimmt, die das gar nicht wollen.Dagegen nimmt er „ant-islamische Hetze“ im Internet als Indiz für eine allgemein gesellschaftliche Unkultur.So entsteht Murks, aber keine saubere Analyse der tatsächlichen gesellschaftlichen Realitäten (Plural).

  8. Supatyp sagt:

    Super Artikel!!! Um eine echte und offene „Willkommenskultur“ zu etablieren, muss die Politik nicht nur die Rahmenbedingungen schaffen (was sie zwar neuerdings propagiert, aber nicht tatsächlich durchführt), die „Neuen“ müssen sich auch akzeptiert und angekommen fühlen, womit vor allem die Mehrheitsgesellschaft gefordert ist. Wie könnte ich in ein Land reisen, wenn ich befürchten muss, daß ich zwar in meiner ökonomischen Nische klar komme, weil man sich dort irgendwann mehr oder weniger an mich gewöhnt, aber meine Kinder keine gute bzw erschwerte Zukunft vor sich haben? Wer seine Kinder liebt und für dessen Zukunft das beste will, sollte besser nicht nach Deutschland kommen, wenn er nicht westlich-europäisch genug aussieht. Und das wissen die Leute. Wer es sich aussuchen kann (das betrifft vor allem die Hochqualifizierten), geht mit Sicherheit dahin, wo er/sie für die eigene Familie das Beste erwarten kann und das ist ganz sicher nicht Deutschland, wenn man wie gesagt zu sehr „südländisch“ aussieht oder einen solchen Namen hat.

  9. Marie sagt:

    Willkommen geheißen werden für gewöhnlich neue “Zuwanderer”. Wer hier seit Jahrzehnten lebt, sollte etwas anderes erwarten, als “Willkommen” oder er ist im falschen Film.
    Wer hier Zuhause ist, kann andere willkommen heißen, die hier Zuhause sein wollen.So, wie einige keine Willkommenskultur entwickelt zu haben scheinen, so scheint an anderen jede Willkommenskultur abzuprallen, bleiben “Neue” für alle Zeiten, selbst über Generationen hinweg.Mein Eindruck ist, dass der Autor an denen vorbeischreibt, die längst angekommen sind und die nicht in den Blick nimmt, die das gar nicht wollen.Dagegen nimmt er “ant-islamische Hetze” im Internet als Indiz für eine allgemein gesellschaftliche Unkultur.So entsteht Murks, aber keine saubere Analyse der tatsächlichen gesellschaftlichen Realitäten (Plural).

    Selbstverständlich sollten sich auch Menschen, die hier seit Jahrzehnten leben, willkommen fühlen. Mein Eindruck ist nicht, dass der Autor an irgend etwas „vorbei“ schreibt, ganz im Gegenteil, die Analyse ist ganz hervorragend. Und wenn ich hier aus Ihrer Feder lese, die auf allen Kanälen grassierende Anti-Islam-Hetze sei angeblich als „Indiz“ für eine gesellschaftliche Unkultur, die das ganze Geschwafel von Willkommenskultur ad absurdum führt, nicht geeignet, dann fühle ich mich hier im falschen Film.

    Herr Bade hat hier eine bestechend klare und überzeugende Beschreibung der sogenannten „Willkommenskultur“ geliefert die der deutschen Wirtschaft dienliche „Leistungsträger“ (Nützlinge) aus anderen Kulturkreisen gerne willkommen heißen würde und gleichzeitig nicht müde wird, gegen eben diese und ihre angeblichen Kultur- und Integrationsdefizite auf allen Kanälen massiv zu hetzen und ihnen die Gleichberechtigung in vieler Hinsicht zu verwehren. Wenn sie das in Ermangelung stichhaltiger Sachargumente als „Murks“ bezeichnen, dann geht das m.E. zu weit.

  10. Mathis sagt:

    @Marie
    Stichwort „Nützlinge“: Wer leidet am meisten darunter, keine ausreichenden Sprachkenntnisse, keine Ausbildung, keine Anknüpfungspunkte für gesellschaftliche Teilhabe etc. zu haben?Nicht die Gesellschaft, sondern die betroffenen Individuen selbst.Was ist denn Ihre Vision? Biografien werden nun einmal mitgebracht.Wie sie sich hier fortsetzen, hängt von der Ausgangssituation derjenigen ab, die hierher kommen und davon, welche Möglichkeiten sie haben, diese in ihrem Sinne weiter zu „schreiben“.
    Nehmen Sie doch mal die Innenperspektive derer ein, um die es geht: die Individuen, Ein beruflich erfolgreicher Mensch wird zweifellos der glücklichere sein.Er wird sich auch eher „willkommen“ fühlen, da er von Anfang an im Kontakt mit seiner Umgebung steht.Wer sich erst mühsam orientieren muss, steht vor weit größeren Herausforderungen, sich persönlich zu entwickeln und die Orte zu finden, wo er sich willkommen fühlt.“Willkommen“ zu sein ist also ein sehr subjektives Empfinden und hat mit persönlichem Wohl- oder Missbehagen weit mehr zu tun, als mit einer wie auch immer gearteten „Willkommenskultur“
    Willkommenskultur in einer Gesellschaft kann Bedingungen bereitstellen, die Ankommen erleichtern, mehr nicht.


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