18 500 Studierende aus dem Ausland an Hessens Hochschulen - MiGAZIN

In allen Zielstaaten der Arbeitsmigration weisen die Eltern der als Migranten erfassten Jugendlichen eine kürzere Schulbesuchszeit und einen geringeren ökonomischen, sozialen und kulturellen Status auf als die Eltern von Nichtmigranten. Nirgendwo ist dieser Unterschied … aber so stark wie in Deutschland. Konsortium Bildungberichterstattung Bildung in Deutschland, 2006

Hessen

18.500 Studierende aus dem Ausland

Im zu Ende gehenden Wintersemester 2012/13 sind an den hessischen Hochschulen 215 200 Studierende eingeschrieben. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, besitzen 28 900 und damit 13,4 Prozent von ihnen einen ausländischen Pass.

 18.500 Studierende aus dem Ausland

Ausländische Studierende an Hessens Hochschulen © velkr0 auf flick.com (CC 2.0), bearb. MiG

Darunter befinden sich 10.400 Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben (Bildungsinländer). Ferner studieren an den hessischen Hochschulen 18.500 Frauen und Männer, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben (Bildungsausländer). Damit liegt der Anteil der Studierenden, die eigens zu Studienzwecken aus dem Ausland kamen, bei 8,6 Prozent.

In vielen Fällen absolvieren diese Studenten kein vollständiges Studium, sondern sind für einige Semester an einer hessischen Hochschule eingeschrieben (z. B. im Rahmen von Austauschprogrammen). Ihre Zahl gilt als Indikator für die Attraktivität der hessischen Hochschulen im Ausland.

Chinesen vorn
Die größte Gruppe der Bildungsausländer stellen mit 1.850 die Chinesen, gefolgt von den Kamerunern mit 1.220 und den Marokkanern mit 950. Aus den EU-Ländern kommen fast 4.000 Frauen und Männer zu Studienzwecken nach Hessen. Die größten Gruppen unter den EU-Ländern sind die Bulgaren (710 Studierende) und die Polen (530 Studierende).

Die meisten der Studierenden, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben haben, haben sich für ein Ingenieurstudium oder für ein Fach aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften entschieden. Die entsprechenden Anteile liegen bei jeweils knapp 27 Prozent. Weitere 17 Prozent der Studierenden aus dem Ausland sind in mathematischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen eingeschrieben. Einen Studiengang aus der Fächergruppe „Sprach- und Kulturwissenschaften“ wählten 15 Prozent von ihnen. Die restlichen 15 Prozent haben sich für ein Studium in den Fächergruppen Sport, Human- und Veterinärmedizin, Agrarwissenschaften oder Kunst entschieden. (hs)

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