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Türkische Presse Türkei

19.03.2013 – Çanakkale, Erdoğan, THY, Syrien, USA, Vatikan, Istanbul, Türkei

Die Themen des Tages sind: Der Tag der Gefallenen; Erdoğan in Çanakkale; Gifford in İstanbul; Oppositionsvertreter wählen Hitto zum Übergangs-Regierungschef; 60 Prozent der Scheidung zwischen Türkinnen in Belgien; Türkische Kunst im EU-Parlament Besuch nach 959 Jahren im Vatikan; Erfolgsstory von einem türkischen Kfz-Mechatroniker

VONBYEGM, TRT

DATUM19. März 2013

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Der Tag der Gefallenen
Der Tag der Gefallenen und der 98. Jahrestag des Seesiegs von Çanakkale wurde gestern gefeiert. Anlässlich dieses besonderen Tages veröffentlichte die Staatsspitze jeweils Botschaften.

Staatspräsident Abdullah Gül vermerkte in seiner Botschaft, dass der Kampf in Çanakkale ein Denkmal des Stolzes und des bitteren Trauerns ist. „Die Siege haben der ganzen Welt gezeigt, was unsere Nation für die Unabhängigkeit, den Stolz sowie zur Wahrung des Landes und der Fahne leisten kann.“

Parlamentspräsident Cemil Çiçek teilte in seiner Botschaft mit, dass die von den Helden des Seesiegs von Çanakkale vermachte Vaterlandsliebe sowie der Geist der Bruderschaft, Solidarität und Einheit ewig aufrechterhalten sein werden.

Çiçek besucht Kroatien
Parlamentspräsident Cemil Çiçek ist gestern zu offiziellen Kontakten nach Kroatien gereist. Cicek wird bei seiner Reise mit dem kroatischen Staatspräsidenten Ivo Josipović, Parlamentspräsidenten Josip Leko und Ministerpräsidenten Zoran Milanović zusammenkommen.

Bei dem zweitägigen Besuch werden Vorstöße für einen Ausbau der bilateralen Beziehungen bewertet. Anschließend wird Cicek in den Kosovo weiterreisen.

Erdoğan in Çanakkale
Die Feierlichkeiten anlässlich des Tags der Gefallenen und der 98. Jahrestag des Seesiegs von Çanakkale starteten gestern am frühen Morgen im Stadion von Çanakkale.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hat gestern an den Feierlichkeiten Anlässlich des Seesiegs von Çanakkale teilgenommen. Erdoğan sagte in seiner Rede: „Der Sieg von Çanakkale ist ein wahrer Epos über die Einheit und Solidarität. Wer den Sinn dieses Krieges nicht begreift kann, kann auch den Sinn einer Nation nicht verstehen.“

Çağlayan: „Erlebten Frühling im Export“
Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan erklärte, dass der Export mit Nord Afrika und mit den Nachbarländern trotz des arabischen Frühlings und der der Wirtschaftskrise in den letzten 5 Jahren 150% erhöht habe.

Nach Angaben von Çağlayan sei Ziel der Regierung, dass der Export in 2023, 500 Milliarden Dollar erreicht. Der Wirtschaftsminister erinnerte unteranderem daran, dass der Export mit Bulgarien, Algerien, Marokko, Georgien, Irak, Iran, Libyen, Ägypten, Syrien, Tunesien und Griechenland in 2007, 15 Milliarden Dollar betrug. Çağlayan sagte: „Trotz der Wirtschaftskrise in Europa und der politischen Krise wegen des Arabischen Frühlings erhöhte sich der Export zwischen 2007 und 2012 mit den Nachbarländern und Nord Afrika.“

Oppositionsvertreter wählen Hitto zum Übergangs-Regierungschef
Die syrische Opposition kam für die Wahl einer Übergangsregierung in Istanbul zusammen. Nach der Stimmenabgabe wurde der frühere Geschäftsmann Ghassan Hitto zum provisorischen Premierminister gewählt. Somit hat die syrische Nationalkoalition eine wichtige Personalentscheidung getroffen. Auf Hitto entfielen 35 von 49 abgegebenen Stimmen der Nationalen Syrischen Koalition, die sich in Istanbul getroffen hatte. Die Debatte dauerte rund 14 Stunden.

Mit seiner Wahl kann Hitto nun eine Regierung für die Landesteile bilden, die von den Rebellen kontrolliert werden. Hitto erklärte nach seiner Ernennung: „Ich möchte meinen Dank an die Helden und Revolutionäre des syrischen Volkes richten. Wir sind mit euch.“ Nach Angaben von Hitto werde er in kürzester Zeit das Programm seiner Regierung bekanntgeben.

Rund 20 der anwesenden 70 Koalitionäre nahmen an der Abstimmung nicht teil. Hittos aussichtsreichster Gegenkandidat, der frühere Landwirtschaftsminister Assaad Mustafa, bekam sieben Stimmen.

USA werden nicht verhindern
US-Außenminister John Kerry und sein australischer Amtskollege traten nach dem Treffen im US-Außenministerium gemeinsam vor die Presse. Kerry antwortete auf eine Frage bezüglich der Krise in Syrien. Kerry sagte, falls die Gewalt in Syrien noch lange weiter anhält, könnten die chemischen Waffen in falsche Hände geraten. Dies wäre eine große Gefahr für die Region und die Welt.

Unterdessen betonte Kerry: „Wenn der syrische Staatspräsident Baschar Al-Assad weiterhin Scud-Raketen, Panzer und Flugzeuge gegen die eigene Bevölkerung einsetzt, steigt die Zahl die in die Türkei, Libanon und Jordanien fliehenden Syrer von Tag zu Tag.“ Dies würde zur Instabilität führen, was wiederrum zur einer globalen Katastrophe führen könnte.

Nach Angaben von Kerry werden die USA Länder wie Frankreich und Großbritannien kein Hindernis darstellen, die entschieden haben der syrischen Opposition Waffen zu liefern.

Kerry betonte zudem, dass sie die Tür für eine politische Lösung auch weiterhin offen halten möchten.

Gifford in İstanbul
Der Bürgermeister des Finanzzentrums London, Lord Mayor Alderman Roger Gifford besuchte gestern İstanbul. Gifford hat seine Unterstützung zur Entwicklung İstanbuls zu einem regionalen und internationalen Finanzzentrum zum Ausdruck gebracht.

Auf der Konferenz im britischen Generalkonsulat unter dem Motto ‚Vereinigtes Königreich und die Türkei: Perfekte Unternehmenspartner‘ sagte Gifford, London werde alle seine Erfahrungen teilen und sei zu einer Partnerschaft mit der Türkei bereit, um Istanbul zu einem internationalen Finanzzentrum zu entwickeln. Ferner sagte Giggord, die Türkei habe sich zu einem Anziehungspunkt in ihrer Region entwickelt und spiele eine bedeutende Rolle wobei Istanbul als eine sehr wichtige Stadt in den Vordergrund getreten sei. In der Türkei gäbe es eine dynamische und unternehmerische Jugend, gleichzeitig sei die Türkei in einer strategisch, wirtschaftlich und politisch wichtigen Region eine Brücke zwischen Ost und West.

Büyükekşi: „Das Exportziel des Möbelsektors ist 6 Mrd. Dollar“
Mehmet Büyükekşi, Präsident des Rates Türkischer Exporteure (TIM), erklärte, dass sich der türkische Möbelsektor 6 Mrd. Dollar als Exportziel bestimmt habe.

Büyükekşi, der gestern auf der Preisverleihungszeremonie beim 6. Nationalen Möbeldesign-Wettbewerb in Istanbul sprach, wies darauf hin, dass ihr Rat der Exporteure wert auf Forschung und Entwicklung, Design und Innovation lege, um die Mehrwert türkischer Exportwaren zu steigern. Der Möbelsektor habe bis 2023 ein Exportziel von 6 Mrd. Dollar bestimmt habe, sagte Büyükekşi.

60 Prozent der Scheidung zwischen Türkinnen in Belgien
Ella Association, die im Jahr 2000 in Brüssel gegründet ist, hat das Leben von nach Belgien migrierten Frauen unter die Lupe genommen. Die Bilanz für türkische Landfrauen, die ihr Glück in der Fremde suchten, fällt bitter aus. Wie man bekannt gab, würden sich ganze 60 Prozent der türkischen Damen, die einst nach Belgien gekommen sind, wieder scheiden lassen. Und das schon zwei bis drei Jahre, nachdem die Ehe geschlossen wurde. Oftmals hänge das Scheitern einer Ehe mit aufgebauten Erwartungshaltungen zusammen, die in der Fremde nicht erfüllt werden können.

Auch die Lebensumstände seien oftmals die Scheidungsgründe von türkischen Frauen in Belgien. Mit den Schwiegereltern unter einem Dach Zusammenleben sind gerade Scheidungsgrund, was generell problematisch sein kann, führe am häufigsten zu Trennungen

Erfolgsstory von einem türkischen Kfz-Mechatroniker
Auch türkische Modedesigner erobern derzeit zunehmend die internationalen Laufstege. Da die Geschichte des Türkischen Luxus-Designers Erbakan Malkoç ist sehr interessant. Bereits im zarten Alter von zwölf Jahren begann Malkoç als KFZ-Mechatroniker in Istanbul. Jetzt hat er einen Vertrag mit der weltbekannten Tuning-Firma MTM Design in Deutschland unterzeichnet.

Sein Kindheitstraum wurde für Erbakan Malkoc wahr: Er schaffte es vom einfachen KFZ-Mechatroniker zum Luxus-Designer für Automobile. Auf der ganzen Welt verzückt mittlerweile der angesehene Kreative mit türkischen Design-Tools Luxusliebhaber. Von Europa bis Asien reicht sein Ruhm. Das Kundenportfolie des erfolgreichen Türken weißt keine Lücken auf. Seine Arbeit ist über die Grenzen der Türkei und Europa hinaus bekannt. Der junge Designer Malkoç ist auch in arabischer Welt beliebt, vor allem im Königshaus. Heute sind seine außergewöhnlichen Designs in der weltweit renommiertesten Automobil Messe in Genf zu betrachten. Der junge Unternehmer exportiert mittlerweile in bis zu 30 Länder.

Türkische Kunst im EU-Parlament
In EU-Parlament in Brüssel sind die Werke künftig der türkischen Künstlerin Özlem Kalkan Erenus zu bestaunen. Die Arbeiten werden aus ihrer Serie „Erinnerungen an gestern“ gezeigt. Im ASP-Gebäude des Europäischen Parlaments in Brüssel wird die Schau von der Inter-Art Fundation organisiert. Die Ausstellung soll bereits am 19 März eröffnen. Unter dem Titel „Freedom and Art- Without Borders“ werden Werke von 82 Künstlern aus 52 Ländern präsentiert. Die Serie „Erinnerungen an gestern“ wurde von Özlem Kalkan Erenus aus Sand, Zement und anderen unkonventionellen Materialien konzipiert.

Historischer Schritt von Patriarch Bartholomäus L.
Der seit 1991 griechische-orthodoxer Patriarch Bartholomäus I. von Istanbul mit Sitz in Fener in Istanbul ist, reist nach Vatikan. Während seines Besuchs in Vatikan werden von mehreren anderen religiösen Führern einschließlich des Metropolits von Pergamon und des Metropolits von Argentinien begleitet werden. Franziskus I. wird am Dienstag, den 19. März offiziell als neuer Papst der Katholischen Kirche eingeführt. Auch der griechisch-orthodoxe Patriarch von Istanbul Bartholomäus I. wird dem Ereignis in Rom beiwohnen. Man bewertet, dass seine Zusage historisch ist. Es ist doch der erste Schritt dieser Art seit 1054.

Nach dem Turkish Airlines Deal hat die Indonesische Lyon Air Aufträge an Boeing und Airbus vergeben
Die jüngsten Aufträge von Pegasus Airlines und Turkish Airlines an Airbus wurden insbesondere in Großbritannien positiv aufgenommen. „Man rechne bis zum Jahr 203 mit einem Auftragsvolumen in Höhe von 27.000 neuen Flugzeugen“ sagte Nick Clegg, der stellvertretende Premierminister Großbritanniens. Doch die türkischen Fluglinien sind nicht die einzigen Auftragsgeber. Europas Luftfahrtindustrie weist trotz der Finanzkrise einen positiven Auftragstrend auf. Auch die Lufthansa und die indonesische Lyon Air haben in den vergangenen Wochen Aufträge an Boeing und Airbus vergeben. Ryan Air soll folgen.

Keine einzige gute Nachricht von Airbus ist der Deal mit der THY. Auch die indonesische Fluggesellschaft Lion Air habe einen Auftrag für die Lieferung von 201 Flugzeugen an Airbus gerichtet. Der Auftragswert belaufe sich auf 20 Mrd. Dollar. Die Lufthansa hatte in vergangene Woche für 11.2 Mrd. Dollar bestellt.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Ministerpräsident der Übergangsregierung in Syrien ist gewählt worden
In Zaman lesen wir unter der Schlagzeile „Ministerpräsident der Übergangsregierung in Syrien ist gewählt worden“, die Mitglieder oppositionellen Koalition hätten Ghassan Hitto zum Ministerpräsidenten der Übergangsregierung gewählt. Dem Blatt zufolge habe an der Wahl in einem Hotel in Istanbul die Führungsriege der Nationalen Syrischen Koalition teilgenommen. Ghassan Hitto sei mit 35 Stimmen zum Ministerpräsidenten der Übergangsregierung in Syrien gewählt worden.

Museum für osmanische Nationen
Star berichtet unter der Schlagzeile „Museum für osmanische Nationen“, Minister für Kultur und Tourismus Ömer Celik habe die Eröffnung eines Museums für „osmanische Nationen“ angekündigt. Die entsprechenden Arbeiten würden anhalten. In dem Museum werde gezeigt, dass die osmanischen Untertanen verschiedener ethnischer Gruppen im Osmanischen Imperium jahrhundertelang in Frieden und Ruhe zusammenlebten. Ferner habe der Minister betont, für die Errichtung eines Denkmals für die Ereignisse von 1915 werde in Istanbul, Izmir und Ankara ein Projekt-Wettbewerb stattfinden.

Unterstützung für Aramäer
Radikal schreibt unter der Schlagzeile „Unterstützung für Aramäer“, Außenminister Ahmet Davutoğlu sei mit Vertretern der Aramäern zusammengekommen. Dem Blatt nach habe Außenminister Davutoğlu beim Empfang der Vertreter der aramäischen Gemeinde betont, für die Freundschaft und Brüderlichkeit in der Region würden ethnische, konfessionelle und religiöse Unterschiede keine Rolle spielen. Die Regierung werde die Probleme der Aramäer künftig aus der Nähe verfolgen.

Besuch nach 959 Jahren im Vatikan
Aus Milliyet erfahren wir unter der Schlagzeile „Besuch nach 959 Jahren im Vatikan“, seit der Trennung der katholischen und orthodoxen Kirche vor 959 Jahren werde das geistliche Oberhaupt der Orthodoxen erstmals am Amtsantritt eines Papstes teilnehmen. Dem Blatt zufolge habe das Patriarchat der griechisch-orthodoxen Kirche in Istanbul erklärt, Patriarch Bartholomäus werde als erstes orthodoxes Oberhaupt an der Amtsantrittszeremonie eines Papstes seit der Trennung der beiden Kirchen in 1054 teilnehmen. Der Sprecher des Patriarchats habe hingegen betont, die Teilnahme von Patriarch Bartholomäus sei die Folge des ausgebauten guten Dialogs zwischen der katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche.

Die intelligente Brille soll verboten werden
Vatan meldet unter der Schlagzeile „die intelligente Brille soll verboten werden“, gegen die Daten-Brille von Google, die für 1500 US-Dollar auf den Markt kommen soll, sei eine Kampagne zum Verbot der Brille gestartet worden. Als Begründung hätten die Aktivisten unter anderem den Verstoß gegen die Privatsphäre. Ferner könne in Zukunft niemand mehr wissen, ob er gerade aufgenommen wird, oder nicht. Die Aktivisten würden auf der Internetseite „Stop the Cyborgs“ auf die Gefahren der Google-Datenbrille hinweisen.

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