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Migration und Integration in Deutschland

Wenn die deutsche Gesellschaft die Muslime toleriert, hat das noch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

Prof. Dr. Hans-Peter Großhans, MiGAZIN, 20. Januar 2010

TV-Tipps des Tages

14.02.2013 – Muslime, Tahrir, Migranten, Kopftuch, Israel, Iran, Mossad

TV-Tipps des Tages sind: Orientierung: Das ORF-Religionsmagazin in BR-alpha. Kopftuch trifft Kopftuch: Muslimische und katholische Frauen im Gespräch; Schattenkrieg: Israels geheime Operation im Iran. Der Film „Schattenkrieg“ nimmt mit auf eine Reise in die verborgene Welt von Israels Mossad – des wohl geheimsten Geheimdienstes der Welt; Tahrir 2011

VONÜmit Küçük

DATUM14. Februar 2013

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Orientierung
Das ORF-Religionsmagazin in BR-alpha. Themen: Zu Unrecht in Schubhaft: Diakonie hilft durch Rechtsberatung; „Leidenschaftlicher Glaubensverkünder“ – Trauer um Alt-Bischof Stecher; Kopftuch trifft Kopftuch: Muslimische und katholische Frauen im Gespräch

Zu Unrecht in Schubhaft: Diakonie hilft durch Rechtsberatung
Schubhaft werde in Österreich zu schnell und zu häufig verhängt, kritisiert Heinz Patzelt, Generalsekretär von Amnesty International Österreich. Ähnlich sieht man das wohl auch bei der evangelischen Diakonie: Rechtsberater des Diakonie Flüchtlingsdienstes haben im vergangenen Jahr 1400 Menschen in der Schubhaft beraten, in 300 Fällen haben sie Schubhaftbeschwerde eingelegt. Die Folge: 70 dieser Beschwerden wurde stattgegeben, die Betroffenen wurden aus der Schubhaft entlassen. Einer von ihnen ist Masud Haji. Der Syrer war in seiner Heimat im Gefängnis, weil er gegen das Assad-Regime protestiert hatte. Vor einigen Monaten hat er politisches Asyl in Österreich erhalten.

„Leidenschaftlicher Glaubensverkünder“ – Trauer um Alt-Bischof Stecher
Bis zuletzt hielt er Vorträge im In- und Ausland, half in der Seelsorge aus, machte Krankenbesuche und widmete sich dem Malen und dem Bücherschreiben: der Innsbrucker Alt-Bischof Reinhold Stecher. Am 29. Januar ist Stecher im Alter von 91 Jahren gestorben. 16 Jahre lang – von 1981 bis 1997 – war Reinhold Stecher Diözesanbischof von Innsbruck. 1988 setzte er, nach heftigen Diskussionen, der Legende vom angeblichen jüdischen Ritualmord am „Anderl von Rinn“ ein Ende, 1993 unterzeichnete er – als „Caritas-Bischof“ – eine Petition gegen die Verschärfung des Fremdenrechts in Österreich und 1997 wandte er sich in einem ungewöhnlich scharfen Schreiben an den Vatikan, in dem er die Haltung der Kirchenführung in Rom zur Mitarbeit von Laien am priesterlichen Dienst kritisierte. Stechers geradlinige Haltung und sein leidenschaftliches Engagement fanden weit über kirchliche Kreise hinaus Beachtung und Anerkennung.

Kopftuch trifft Kopftuch: Muslimische und katholische Frauen im Gespräch
Nicht immer friktionsfrei gestaltet sich der katholisch-islamische Dialog auf internationaler Ebene. Bemerkenswert erfreulich hingegen haben sich die interreligiösen Gespräche, das wird auch international wahrgenommen, in Österreich entwickelt. Dieses Miteinander – anschaulich und konkret – zu pflegen haben sich nun katholische und muslimische Seelsorgerinnen zur Aufgabe gemacht. Die ersten Schritte: ein Besuch von etwa 20 Islam-Seelsorgerinnen bei den Steyler Missionsschwestern in Wien und – anschließend – das Kennenlernen von jeweils unterschiedlichen Seelsorge-Bereichen. 09:30-10:15 • BR-alpha

Schattenkrieg
Israels geheime Operation im Iran. Der Film „Schattenkrieg“ nimmt mit auf eine Reise in die verborgene Welt von Israels Mossad – des wohl geheimsten Geheimdienstes der Welt. Ehemalige Agenten erzählen von der Mission des Mossad, Israel verteidigen zu müssen, mit allen Mitteln. Prävention, Abschreckung, Rache.

Das sind die Schlagworte für Bombenanschläge auf deutsche Wissenschaftler in Ägypten in den 1960er Jahren, die Entführung von Adolf Eichmann aus Argentinien, die Jagd auf die Olympia-Attentäter von München und den andauernden Geheim-Krieg gegen arabische Waffenschieber und Raketenbauer.

Es ist ausgesprochen selten, dass sich dazu sowohl ausgewiesene Sicherheitsexperten äußern – viele von ihnen selbst mit Geheimdienstvergangenheit – als auch eine Reihe ehemaliger Mossad-Chefs. Diese in Israel als legendär geltenden Befehlshaber haben die einschlägigen Operationen oft persönlich vor Ort geleitet. Der Krieg läuft bereits seit Jahren – von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt. Und er ist Teil einer Mossad-Strategie, die zurückreicht bis in die 1960er Jahre und immer wieder speziell Deutschland im Visier hatte.

Die Dokumentation „Schattenkrieg“ zeigt den geheimen Krieg, den Israels Auslandsgeheimdienst Mossad gegen Irans Atomprogramm führt. Zu Wort kommt ein hochrangiges „Opfer“ des Mossad, das einem Giftattentat unter unfassbaren Umständen nur knapp entkam und bis heute ganz oben auf Israels schwarzer Liste steht. Der Film verfolgt eine Linie von den aktuellen Attentaten und Sabotage-Aktionen in Iran über die brenzlige Situation am Persischen Golf und die diversen Szenarien der Bedrohung durch Irans Atomprogramm zum geheimen Krieg der israelischen Geheimdienstler. Er zeigt die spezielle Motivation der Mossad Agenten und ihr Operations-Schema, das sich über diverse spektakuläre Aktionen zurückverfolgen lässt. 21:45-22:15 • PHOENIX

Tahrir 2011
Dokumentarfilm von Tamer Ezzat, Ayten Amin, Amr Salama. „TAHRIR 2011“ ist ein Beitrag zur filmischen Aufarbeitung des Arabischen Frühlings. Es war der erste große Film zur sogenannten Facebook-Revolution in Ägypten – erzählt aus der Perspektive der jungen Revolutionäre.

Am 25. Januar 2011 hatten die Proteste begonnen, nur 18 Tage später war es geschafft: Eine 30 Jahre dauernde, verhasste Diktatur war am Ende. Der Film ist den Tagen des mutigen Widerstands gewidmet. Er handelt von der versuchten Unterdrückung und Einschüchterung, aber auch der Euphorie und dem Aufbruch eines ganzen Volkes. Es kommen die Helden des Aufstands zu Wort: eine junge Frau aus der Mittelschicht, ein Aktivist der Muslimbruderschaft, ein Fotojournalist, ein Plakatkünstler und eine Ärztin mit Kopftuch, die alle von dem Kriegszustand berichten, der auf dem Tahrir-Platz herrschte, von ihren Ängsten und Hoffnungen.

Schnell wuchsen die Proteste an. Sämtliche sozialen Schichten und Gruppierungen waren daran beteiligt. Mehr als eine Million Ägypter riefen auf dem Platz den „Tahrir-Staat“ aus – als einzige freie Zone des Landes.

„Jeder trägt das bei, was er am besten kann“, berichtet einer der Protagonisten. Das Leben auf dem Platz wird zu einer kleinen gelebten Utopie. Sogar eine Hochzeit wird spontan gefeiert, als Symbol für die erhoffte Zeitenwende. Alles begleitet von der ständigen Angst vor den drakonischen Maßnahmen der Sicherheitskräfte und der Armee. 23:15-00:45 • WDR

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