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Migration und Integration in Deutschland

Wir haben in dieser Woche gerade einige Gesetze verabschiedet – zum Beispiel gegen die Scheinehe. Und wir wollen damit deutlich machen, dass wir solche Zwangsverheiratungen zum Beispiel nicht billigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Video-Podcast der Bundeskanzlerin #35/10 vom 30.10.2010

August 2012

39 Menschen aufgrund rechter Gewalt verletzt

Im August 2012 wurden 1.016 rechtsextreme Straftaten registriert. Täglich wurden über fünf fremdenfeindliche Straftaten begangen und insgesamt 39 Personen verletzt. Das teilt die Bundesregierung mit.

Unter den im August 2012 gemeldeten 1.016 Straftaten des Phänomenbereichs „politisch motivierte Kriminalität (PMK) – rechts“ wurden 48 Gewalttaten registriert. Bei 219 Straftaten lag eine sog. „Hasskriminalität“ vor und bei 155 Straftaten konnte ein fremdenfeindlicher Hintergrund festgestellt werden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.

39 verletzte Personen
Insgesamt wurden bei PMK-rechts „408 Tatverdächtige, davon 390 männlich, ermittelt sowie 17 männliche Personen vorläufig festgenommen. Es wurden keine Haftbefehle erlassen“, so die Bundesregierung. Weiter teilt sie mit, dass infolge dieser Straftaten insgesamt 39 Personen verletzt wurden.

Im Ländervergleich lag Nordrhein-Westfalen in diesem Phänomenbereich mit insgesamt 204 Straftaten an der Spitze, gefolgt von Niedersachsen (119) und Bayern (117).

Linke und Ausländer
Wie aus einer weiteren Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der CDU/CSU und FDP hervorgeht, wurden im selben Zeitraum außerdem 285 Straftaten, von denen 61 Gewalttaten waren, dem politisch links motivierten Spektrum zugeordnet. In diesem Bereich wurden laut Regierung 25 Verletzte registriert.

Tipp: Zahlen aus den Vormonaten finden Sie hier.

Laut Vorlage wurden außerdem 21 Straftaten, darunter acht Gewalttaten, der politisch motivierten Ausländerkriminalität zugeordnet; in diesem Bereich wurden sechs Verletzte verzeichnet.

Zahlen nur vorläufig
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass die aufgeführten Zahlen keine abschließende Statistik darstellen. Aufgrund von Nachmeldungen könnten noch teilweise erhebliche Korrekturen vorgenommen werden. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die realen Straf- und Gewalttaten um ca. 50 Prozent höher als die vorläufig ausgewiesenen liegen. (hs)

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