MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.

Hessischer Integrationsminsiter Jörg-Uwe Hahn (FDP), Frankfurter Neue Presse, 7.2.2013

Türkische Presse Türkei

16.11.2012 – Gül, Gaza, Türkei, Israel, Altay, Erdoğan, Mursi, Syrien

Die Themen des Tages sind: Gül empfängt Staatspräsident von Kongo; Abdullah Gül verurteilt Israels Anschlag; Telefongespräch zwischen Erdoğan und Mursi; Altay wird Präsentiert; Türkei erkennt syrisches Bündnis an; Türkisch-Arabisches Tourismus Forum; Wichtige Aussagen des kurdischen Erdölministers; Ägyptischer Ministerpräsident Kandil in Gaza

VONBYEGM, TRT

DATUM16. November 2012

KOMMENTAREKeine

RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

SCHLAGWÖRTER

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül empfängt Staatspräsident von Kongo
Der Staatspräsident Kongos Denis Sassou-Nguesso befindet sich in der Türkei. Staatspräsident Gül hat Denis Sassou-Nguesso im Çankaya Palais empfangen. Der Staatsgast und seine Gattin wurden von Staatspräsident Abdullah Gül und seiner Gattin Hayrünnisa Gül empfangen. Es ist der erste offizielle Besuch aus Kongo auf Präsidentenebene.

Nachdem Gespräch zwischen Gül und Sassou traten beide gemeinsam vor die Presse. Beide äußerten sich über aktuelle Themen, die auf der Tagesordnung stehen.

Zwischen beiden Ländern wurden in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Diplomatie, Luftverkehr und Landwirtschaft Abkommen unterzeichnet.

„Wir werden in kürzester Zeit in Kongo eine Botschaft eröffnen. Die Entscheidung Kongos, in Ankara eine Botschaft zu eröffnen, ist sehr erfreulich. Dies wird sicherlich die bilateralen Beziehungen ausbauen.“ so Gül.

Abdullah Gül verurteilt Israels Anschlag
Nach der gezielten Tötung eines Hamas-Kommandeurs setzt Israel Luftschläge und Beschuss im Gazastreifen fort.

Staatspräsident Abdullah Gül sagte, dass sie die Anschläge von Israel im Gaza-Streifen mit großer Sorge verfolgen. „Offen gesagt, ich verurteile die Anschläge aufs schärfste“, so Gül. Gül unterstrich, dass seit einiger Zeit in der internationalen Presse über solch einen Anschlag spekuliert wurde. In den Nachrichten diesbezüglich der Anschläge wurde betont, dass vor den Wahlen in Israel solch ein Anschlag verübt werden könne. Gül rief die USA auf, Israel zu verurteilen.

„Wir verfolgen die Situation mit großer Besorgnis. Wenn man vor Augen hält, dass den gestrigen Anschlägen Kinder, Frauen und schwangere zum Opfer gefallen sind, dann kann man das auf keinen Fall mit Verständnis entgegennehmen. Es sieht ganz so aus, als könnten sich solche Anschläge steigern. Jeder erwartet, dass die USA Israel warnt“, so Gül weiter.

Telefongespräch zwischen Erdoğan und Mursi
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird morgen Ägypten einen Besuch abstatten. Vor seinem Besuch hat Erdoğan ein Telefongespräch mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi geführt. Bei dem Telefongespräch wurden die Gazza-Angriffe von Israel bewertet. Auch sprachen Erdoğan und Mursi über die Entwicklungen in der Region.

Präsident Mohammed Mursi betonte bei dem Gespräch, dass das ägyptische Volk ungeduldig auf den Besuch von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan warte.

Altay wird Präsentiert
Der erste türkische Kampfpanzer Altay wurde mit Teilnahme von Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan zeremoniell in Adapazarı vorgestellt. Die Serienproduktion des ersten türkischen Kampfpanzers, dessen Entwicklung von 2 Prototypen dem türkischen Hersteller Otokar 500 Millionen US-Dollar kostete, wird für das Jahr 2015 vorgesehen. Ministerpräsident Erdoğan: “Wir haben einen historischen Schritt unternommen. Dieses Projekt, das das Prestige unseres Landes erhöhen wird, wird uns den Weg in die obere Liga der Verteidigungsrüstung ermöglichen.”

Türkei erkennt syrisches Bündnis an
Auch die Türkei hat die syrische Opposition als legitime Vertretung des syrischen Volkes anerkannt. Die Syrische Nationalkoalition ist „die einzige rechtmäßige Vertretung“ Syriens, sagte Davutoğlu bei einem Besuch in Dschibuti.

Davutoğlu meinte, dass Syrien statt bloßen Reden und Sympathie-Bekundungen „effiziente und wirkliche Hilfe“ brauche.

Davutoğlu erklärte, die syrische Regierung von Präsident Baschar al-Assad habe jede Art von Legitimität verloren und halte sich nur noch „mit Gewalt und Terror“ mühsam an der Macht. Die Tage der Assad-Regierung seien gezählt. Schon bald werde Syrien ein „demokratisch-pluralistisches System“ besitzen. Davutoğlu bekräftigte zusätzlich, die Türkei werde bei weiteren Grenzverletzungen durch Syrien entschlossen handeln, „um seine Bürger und Grenzen zu schützen.“

Frankreich hatte schon am Dienstag die Opposition, die sich zuvor auf eine neue Führung verständigt hatte, als einzige Vertretung des Landes und künftige Übergangsregierung anerkannt.

Türkisch-Arabisches Tourismus Forum
Das erste türkisch-arabische Tourismus Forum wurde letztes Jahr in Bursa veranstaltet. Das zweite Forum wird im April 2013 in Istanbul stattfinden. Darauf wurde sich gestern auf dem Globalen Städte-Tourismus Gipfel der Welttourismusorganisation (UNWTO) geeinigt. An dem Gipfel nahmen circa 300 Tourismus Vertreter aus 55 Ländern teil.

An dem Gipfel nahmen Ertuğrul Günay, Minister für Kultur und Tourismus, Leiter der arabischen Tourismusbehörde Bandar Bin Fahd Al Fuhaid und Taleb Rifai, Generalsekretär der Welttourismusorganisation (UNWTO) teil.

Bei dem Gipfel wurde sich darauf geeinigt, das zweite Forum im April 2013 in Istanbul zu veranstalten. Günay betonte, dass nach dem Forum in Bursa im Bereich Investition und Tourismus ein bedeutender Fortschritt erzielt wurde.

Zwei gute und eine schlechte Nachricht in der Wirtschaft
Die Wirtschaft hat sich verlangsamt, der Goldexport dagegen zugenommen. Das in einem Jahr um 21 Milliarden US-Dollar abgenommene Leistungsbilanzdefizit ist im September bei 2.7 Milliarden geblieben. Somit fiel das Leistungsdefizit unter den Erwartungen von 3 Milliarden US-Dollar aus.

Die im Vergleich zum vergangenen Jahr um 0,3 Punkte reduzierende Arbeitslosenquote sank im August auf 8,8 Prozent. Dadurch ergab sich eine Anzahl von 76.000 weniger Arbeitslosen.

Die schlechte Nachricht des Tages jedoch; Ausgaben sind angestiegen, der Haushalt für Oktober ist bei minus 4,4 Milliarden.

Wichtige Aussagen des kurdischen Erdölministers
Auf dem gestern in Istanbul begonnenen Energie- und Wirtschaftsgipfel des Atlantikrats wurden wichtige Diskussionen zu Themen wie Politik, Energie und Diplomatie abgehalten. Auf der Sitzung über den kurdischen Nordirak wurde die Annäherung zwischen der Türkei und der kurdischen Regionalregierung besprochen.

Ashti Hawrani, für Ressourcen zuständige Minister der kurdischen Regionalregierung, der die Türkei als Hinterhof bezeichnete erläuterte, es sei selbstverständlich, dass die Türkei in gleicher Weise, wie die weiteren 50 Firmen, über Interessen in der Region verfügt. “Wenn die USA oder Ungarn eigene Interessen hat, wieso sollte die Türkei keine haben? Weshalb diese Kritik, wenn wir gute Beziehungen mit der Türkei pflegen? Es ist nicht richtig zu denken, dass die kurdische Regierung und die Türkei geheime Absichten hegen würden. Wir haben in der Vergangenheit sehr gelitten und beabsichtigen dieselben verfassungsgemäßen Rechte, wie alle anderen Iraker. Das bedeutet nicht, dass wir uns abspalten wollen.”

Ägyptischer Ministerpräsident Kandil in Gaza
Der ägyptische Ministerpräsident Hischam Kandil ist im Gazastreifen. „Kandils Besuch unterstreicht Ägyptens Solidarität mit dem Volk von Gaza angesichts der israelischen Aggression“, sagte hatte Mursis Sprecher Jassir Ali über den Besuch.

Kandil wird begleitet von anderen führenden Vertretern der Regierung in Kairo. Diese sollten die Möglichkeiten für die Vermittlung einer andauernden Feuerpause ausloten, hieß es.

Die Gewalt zwischen Israel und radikalen Palästinensern hatte auch in der Nacht zum Freitag angehalten. Die israelische Luftwaffe flog nach Regierungsangaben rund 130 Angriffe auf den Gazastreifen

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Der neue Panzer mit dem Namen „Altay“ vorgestellt
Yeni Şafak schreibt, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan habe bei der Vorstellung des ersten türkischen Kampfpanzers gesagt, dass die Türkei gegen kein Land in einer feindlichen Gesinnung sei. Erdoğan habe seine Worte wie folgt fortgesetzt, „Jedoch sollte niemand unsere besonnene Herangehensweise als passive Haltung sehen. Jedes Land und jeder sollte wissen, dass auch unsere Geduld ein Ende hat. Selbstverständlich sind wir den gegen uns aufgestellten Fallen bewusst. Wir werden nicht in diese Fallen tappen. Aber wenn es notwendig wird, werden wir nicht zögern zu erwidern.“

Erdoğan: „Wir sind unter den Staaten, die ihr eigenen Panzer herstellen“
Star schreibt unter der Schlagzeile, „Wir sind unter den Staaten, die ihr eigenen Panzer herstellen“ und schreibt im Detail, dass die Türkei in der Verteidigungsindustrie einen weiteren wichtigen Schritt gesetzt hat. In der Meldung wird berichtet, dass die Türkei ihren ersten Kampfpanzer hergestellt hat. Der neue Panzer mit dem Namen „Altay“ sei auch mit der Teilnahme von Ministerpräsident Erdogan vorgestellt worden. Für das Projekt habe man etwa 500 Millionen US-Dollar ausgegeben. Die Serienproduktion soll voraussichtlich im Jahre 2015 beginnen.

Raketen-Kampf
„Raketen-Kampf“ lautet eine Schlagzeile von Haber Türk. Im Detail wird berichtet, dass Israel in dem über das soziale Netzwerk erklärten Krieg gestern 150 Hamas-Ziele und das Haus des palästinensischen Premiers Haniye getroffen hat. Tel Aviv habe weitere 30 Tauend Soldaten mobilisiert.

Araber treffen sich im Mai in Istanbul
Sabah schreibt unter der Schlagzeile, „Araber treffen sich im Mai in Istanbul“ und weist im Detail der Meldung daraufhin, dass das zweite des Türkisch-Arabischen Forums im April 2013 in Istanbul stattfinden wird. Das erste Forum sei im vergangenen Jahr in Bursa organisiert worden. Die Entscheidung für die Austragung des Türkisch-Arabischen Tourismus Forums in Istanbul sei auf dem Globalem Städte-Tourismus Gipfeltreffen der UN-Tourismusbehörde getroffen worden. In der Meldung wird daran erinnert, dass nach dem Tourismus-Forum in Bursa, bei der Zahl der arabischen Touristen einen Anstieg von 80 Prozent verzeichnet worden ist. An dem Forum hätten aus 55 Ländern etwa 300 Reiseveranstalter teilgenommen.

Touristen um 20 Prozent gestiegen
Vatan berichtet, dass in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres die Zahl der indischen und chinesischen Touristen um 20 Prozent gestiegen ist. Die Zeitung schreibt, dass die Zahl der chinesischen Touristen von 72 Tausend 650 im vergangenen Jahr auf 86 Tausend 672 in diesem Jahr geklettert sei. Dieser Anstieg sei laut Zeitungsmeldung mit der Bekanntmachungs-Attacke der Türkei in den sogenannten BRIC-Staaten zu ergründen.

1 Milliarde Menschen werden um die Welt reisen
„1 Milliarde Menschen werden um die Welt reisen“ ist eine Schlagzeile von Radikal. Talebi Rıfai, der Generalsekretär der UN-Tourismusbehörde habe gesagt, dass bis August des laufenden Jahres die Welt von 750 Millionen Menschen bereist sei. Nach Worten von Rıfai werde die Zahl der Weltenbummler im Dezember einen Rekord brechen und bei 1 Milliarde liegen. Der Generalsekretär habe darauf hingewiesen, dass trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten, die Menschen ihre Reiselust nicht verloren haben. „Die Welt hatte zuvor ihre Toren nie so weit geöffnet“ habe Rıfai weiter gesagt.

Zlatan-Euphorie
„Zlatan-Euphorie“ lautet der Titel einer Sportmeldung von Milliyet. Die Zeitung berichtet im Detail über die vier Tore von Zlatan Ibrahimoviç im Länderspiel Schweden gegen England. Der schwedische Stürmer habe mit seinem letzten Tor die Fußballfans begeistert. Der gebürtige Bosniake habe mit einem traumhaften Treffer die Tagesordnung der Sportwelt bestimmt und noch einmal seine Qualität bewiesen.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:
Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...