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Bundesanstalt für Arbeit, Repräsentativuntersuchung ’72 über die Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer…, 1973

Türkische Presse Türkei

09.11.2012 – Gül, Syrien, Erdoğan, NATO, Myanmar, Obama, Türkei

Die Themen des Tages sind: Gül: „Die Türkei beabsichtigt keinen Krieg gegen Syrien”; Erdoğans Indonesien-Rede; Begegnung beim Forum-Essen; Erdoğan reist nach Brunei weiter; Umwandeln beim Hauptquartier in İzmir; Botschafter besuchen Flüchtlingslager in Yayladağı; Raus aus der gefährlichen Zone; Oppositionelle einigen sich in Doha; “ Fazıl Say Abend” in Frankfurt

VONBYEGM, TRT

DATUM9. November 2012

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül: „Die Türkei beabsichtigt keinen Krieg gegen Syrien”
Staatspräsident Abdullah Gül erklärte man berate mit der NATO über die Stationierung eines Abwehrsystems -Patriot Flugabwehrraketen- in der Türkei zum Schutz vor Raketen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Gül betonte unterdessen auch, dass sein Land keine Absicht habe einen Krieg gegen Syrien zu führen. „Die Türkei will keinen Krieg mit dem Nachbarn, doch sie muss sich aber gleichwohl gegen mögliche Bedrohungen schützen. Die Türkei muss Vorsichtsmaßnahmen gegen voraussichtliche Bedrohungen aus dem Nachbarland ergreifen. Dazu gehört der Schutz vor ballistischen Raketen, sowie vor Mittel- und Kurzstreckenraketen“, so Gül.

Erdoğans Indonesien-Rede
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, der am 5. Bali Demokratie-Forum in Indonesien teilnimmt, hielt gestern beim Forum eine Rede und gab wichtige Botschaften zum Thema Syrien. Erdoğan gab in seiner Rede bekannt, während in Syrien und in anderen Teilen der Welt Menschen von Diktatoren unterdrückt würden, könne niemand in seinem Land in Ruhe weiterleben.

Unterdessen wies Erdoğan darauf hin, das Schicksal der Welt dürfe nicht den fünf ständigen Mitgliedsländern des UN-Sicherheitsrat überlassen werden und sagte: „Wenn man aber die ganze Welt den 5 ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates überlässt, dann wird die Menschheit jeden Tag Blut vergießen. Im benachbarten Syrien hat die Zahl der Todesopfer 50 Tausend Menschen erreicht. Allein die Türkei hat 110 Tausend syrische Flüchtlinge aufgenommen und diese in Containerstädte und Lager untergebracht. Etwa 2,5 Millionen Syrer wurden aus ihren Häusern vertrieben. Bomben töten jeden Tag zahlreiche Menschen. Die Vereinten Nationen kommen ihren Verantwortungen nicht nach. Alles ist von der Haltung der 5 ständigen Mitglieder der Vereinten Nationen abhängig. Daher sollten die Vereinten Nationen im Rahmen der Wahrung der Rechte der ganzen Menschheit, der gemeinsamen Werte und der Justiz der internationalen Staatengemeinschaft neustrukturiert werden. Im UN-Sicherheitsrat muss die ganze Menschheit vertreten sein.“

Begegnung beim Forum-Essen
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und der iranische Präsident Mahmud Ahmedinedschad sind sich in der indonesischen Hauptstadt Bali an dem 5.Demokratie-Forum beim Essen begegnet. Während beide Staatsmänner eine Weile gemeinsam liefen, unterhielten sie sich auch daraufhin am Rande eines Tisches. Erdoğan führte außerdem mit einigen anderen Staats- und Ministerpräsidenten Gespräche. Während sich Erdoğan mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und dem tailändischen Ministerpräsidenten Yingluck Shinawatna eine halbe Stunde unterhielt, führte das Gespräch mit der australischen Ministerpräsidentin Julia Gillard eine ganze Stunde.

Erdoğan reist nach Brunei weiter
Der sich bezüglich des 5. Demokratie-Forums in der indonesischen Hauptstadt Bali befindende Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan reist heute nach Brunei weiter. Erdoğan folgte somit einer Einladung des Staatsoberhaupts von Brunei, einem der reichsten Männer der Welt und als “Goldener Sultan” bezeichnete Haji Hassanal Bolkiah Mu’izzaddin Waddaula, dem er in der indonesischen Hauptstadt Bali begegnet war. Somit verzögert sich das Besuchsprogramm von Erdoğan, obwohl nicht vorgesehen, um einen Tag. Es wird erwartet, dass Erdoğan erst am 11. November in die Türkei eintrifft und dadurch an der “10.November-Zeremonie” nicht teilnehmen kann.

Umwandeln beim Hauptquartier in İzmir
Gemäß einem NATO-Beschluss wird das Hauptquartier der Alliierten Seestreifkräfte in İzmir zu einem Hauptquartier der Alliierten Landstreitkräfte umgewandelt. Diesbezüglich wird US-Generalleutnant der Landstreitkräfte, Frederick Ben Hodges am 30. November die Leitung übernehmen. Der NATO-Oberbefehlshaber für Europa US-Admiral James G. Stavridis wird auch an der Übergabezeremonie am 30. November anwesend sein.

Botschafter besuchen Flüchtlingslager in Yayladağı
Eine Botschafter-Delegation aus Ankara besuchte gestern das Flüchtlingslager in Yayladağı (Hatay) in denen syrische Flüchtlinge untergebracht sind. Die dreiköpfige Delegation, darunter der Botschafter von Dänemark in Ankara, Ruben Madsen, der estnische Botschafter in Ankara, Miko Haljas und der irische Botschafter in Ankara, Kenneth Thompson besuchten die Zeltlager in Yayladağı. Die Delegation, die vom Landrat der Kreisstadt Yayladağ, Tolga Polat, empfangen wurde, informierte sich auch bei den Zuständigen der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD und des türkischen Roten Halbmondes. Anschließend inspizierte die Delegation das Zeltlager.

Raus aus der gefährlichen Zone
Zur Heraufstufung der Kreditwürdigkeit der Türkei durch die Ratingagentur Fitch, meinte Fitch-Analyst Ed Parker, die Türkei sei “raus aus der gefährlichen Zone”. “Unsere Bewertung bezüglich der Türkei bekräftigt den Erfolg zur sanften Landung der Wirtschaft”, so Parker, Die Türkei verfüge nun über eine ziemlich starke, große und wachsende Wirtschaft. Hinsichtlich eines nachhaltigen Wachstums würden kurzsichtig wirtschaftliche und finanzielle Risiken sich legen. Doch Fitch machte darauf aufmerksam, dass die wichtigsten bevorstehenden Probleme das Leistungsbilanzdefizit und Syrien seien.

Oppositionelle einigen sich in Doha
Das Mitglied des Syrischen Nationalrat (SNC) Halit Hoca deutete darauf hin, dass sich ein erhoffter Konsens “unter oppositionellen Kreisen” endlich ergeben hätte. Hoca erklärte außerdem, dass mehr als 30 Gruppen und mehrere führende Personen sich zur SNC angefügt hätten. In der katarischen Hauptstadt Doha fand ein Treffen der syrischen Opposition auf Außenminister Ebene statt. Außenminister Ahmet Davutoğlu, der in Doha eine Rede hielt, erläuterte, dass sich alle Akteure in der Syrien-Sache Verantwortung teilen müssten. “Keine Minute ist zu verlieren”, meinte Davutoğlu.

“Fazıl Say Abend” in Frankfurt
Der weltbekannte Komponist und Pianist Fazıl Say wird am 10./11. November anlässlich des Artisten in Ressidence Programm in Frankfurt Konzerte abhalten. Fazıl Say wird seine neue Symphonie “Universe” gemeinsam mit dem Frankfurter Radio Symphonie Orchester unter der Leitung von Howard Griffiths vorführen.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

5. Demokratie-Forum
Yeni Şafak berichtet über die Rede des Ministerpräsidenten auf dem „5. Demokratie-Forum“ in der indonesischen Stadt Bali. Ministerpräsident Erdogan habe vermerkt, dass die Vereinten Nationen bei Problemen keine gute Führung zeigen würden. Erdogan habe seine Worte wie folgt fortgesetzt, „Die UN ist fest an die Entscheidungen der fünf Vetomächte gebunden. Das Syrische Regime wird von dieser Haltung der UN ermutigt und setzt den Gräuel gegenüber dem eigenen Volk fort.

Lasst uns diese Ordnung ändern
Zu diesem Thema titelt Milliyet, „Lasst uns diese Ordnung ändern“ und schreibt im Detail, Ministerpräsident Erdogan habe darauf hingewiesen, dass das Faktum der Globalisierung die Spielregeln geändert habe; daher sollte man die demokratischen Systeme daran anpassen. Der Ministerpräsident habe ferner auf den Bedarf einer neuen Bewertung der Demokratie, Menschenrechte und Rechtshoheit hingewiesen. Erdogan habe seine Worte wie folgt fortgesetzt, „Es ist nun eine unausweichliche Notwendigkeit, dass demokratische Prozesse, umfassend, transparent, verantwortbar, die Rechtshoheit zugrundeliegend und die Rechte von Minderheiten beachtend gestaltet werden.“

Erster Besuch ist nach Myanmar
Star schreibt unter der Schlagzeile, „Erster Besuch ist nach Myanmar“ dass der zum zweiten Mal zum US-Präsidenten gewählte Barack Obama, seinen ersten Auslandsbesuch nach Myanmar verwirklichen wird. Das Weiße Haus habe diesen Besuch öffentlich deklariert und ferner darauf verwiesen, dass Obama auch in Thailand und Kambodscha sein wird.

Nach den USA China
„Nach den USA China“ lautet eine Schlagzeile von Zaman. Im Detail berichtet das Blatt über den Kongress der Kommunistischen Partei. Auf diesem Kongress werde die neue Führungsriege Chinas bestimmt werden schreibt die Zeitung. Den Posten des amtierenden Staatspräsidenten Hu Jintao werde Xi Jingping übernehmen. Die Weltöffentlichkeit warte mit Neugier darauf, wie der neue Staatschef politisch und wirtschaftlich vorgehen werde. Das Blatt erinnert ferner darauf hin, dass der jetzige Vizepremier Li Keqiang, der neue Premierminister sein wird.

Internationaler Filmfestival in Malatya
In einer Kulturmeldung berichtet die Zeitung Sabah über das Internationale Filmfestival in Malatya, das heute Abend beginnen werde. An diesem Abend sollen Künstler für ihre Lebenswerke honoriert werden und Ehrenpreise erhalten. Die diesjährigen Preise für ihre Lebenswerke sollen laut Zeitungsmeldung die türkischen Kinogrößen Kadir İnanır und Türkan Şoray erhalten. Das diesjährige Motto des Festivals laute, „Der Nahe Osten und der Frieden“

Fenerbahçe Istanbul 2-0 AEL Limassol
Haber Türk schreibt in einer Sportmeldung über das gestrige Spiel in der Europa League zwischen Fenerbahçe Istanbul und AEL Limassol. Das Blatt schreibt Fenerbahçe habe den Match mit 2:0 für sich entschieden und sich somit sicher in die nächste Runde qualifiziert.

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