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Der große Wert der Ausländerbeschäftigung liegt darin, dass wir hiermit über ein mobiles Arbeitskräftepotential verfügen. Es wäre gefährlich, diese Mobilität durch eine Ansiedlungspolitik größeren Stils einzuschränken.

Ulrich Freiherr von Gienanth, Der Arbeitgeber, 1966

TV-Tipps des Tages

31.10.2012 – Indien, Muslime, Schweden, USA, Obama, BND, Nazi

TV-Tipps des Tages sind: Ich war in der Hölle – Deutsche Hilfe für Indien; Sehen statt Hören; Außendienst USA – Was spaltet Amerika? US-Wahl 2012. Die USA kurz vor der Präsidentschaftswahl. Ein gespaltenes Land; Die Geheimdienstlegende: Der deutsche Geheimdienst ist das Werk eines Top-Spions des 20. Jahrhunderts: Reinhard Gehlen

VONÜmit Küçük

DATUM31. Oktober 2012

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Ich war in der Hölle – Deutsche Hilfe für Indien
Die deutsche Andheri-Hilfe ist seit etwa 40 Jahren auf dem indischen Subkontinent aktiv. Kampf gegen Kinderarbeit und die üblen Lebensbedingungen von Straßenkindern, Förderung benachteiligter Frauen und Blindenhilfe sind nur einige der Aufgabengebiete, denen sich die Organisation in derzeit mehr als 400 Projekten in Indien und Bangladesh verschrieben hat. Ende 2004 war Franz Alt mit der Gründerin dieser Hilfsorganisation, Rosi Gollmann, in Indien unterwegs.

Ursprünglich ging es um eine Dokumentation mit Leprakranken und behinderten Kindern. Was sie dann aber erlebten, als der Tsunami am 26. Dezember die indische Küste heimsuchte, übertraf alle bisherigen Erlebnisse.

„Ich war in der Hölle“, berichtete Rosi Gollmann später ihren Mitarbeitern. Wie viele andere deutsche Organisationen engagierte sich auch die Andheri-Hilfe spontan in der Katastrophenhilfe für die Flutopfer. Doch man denkt bewusst weiter: Nur mittel- und langfristige Hilfe kann den Weg aus der Hölle in eine tragfähige Zukunft ermöglichen. Dazu gehören auch die erfolgreiche Integration von Leprakranken und die Förderung und Rehabilitation von Kindern mit Behinderungen. 13:45-14:15 • BR-alpha

Sehen statt Hören
2/2, „Liebe ohne Grenzen: Nyaaba in Schweden“ – Wochenmagazin für Hörgeschädigte

Dies ist die Fortsetzung der Reportage des Schwedischen Fernsehens über die Geschichte von Theresa, der gehörlosen Lehrerin aus Schweden, und dem gehörlosen Studenten Nyaaba aus Ghana. Sie erzählt über die Erfahrungen des jungen Ehepaares in Schweden.

Im ersten Teil dieser Reportage des Schwedischen Fernsehens stand die gehörlose Lehrerin Theresa im Vordergrund, die in Ghana den gehörlosen Studenten Nyaaba kennenlernte, ihn heiratete und mit einer ihr völlig fremden afrikanisch-muslimischen Kultur konfrontiert wurde. 15:00-15:30 • BR-alpha

Außendienst USA – Was spaltet Amerika?
Reportage (Gesellschaft – Politik Ausland) – US-Wahl 2012. Die USA kurz vor der Präsidentschaftswahl. Ein gespaltenes Land. In den wichtigsten Fragen gibt es keinen gesellschaftlichen Konsens mehr. Mehr oder weniger Staat? Wie kommt die Wirtschaft wieder in Gang? Wie viele Einwanderer braucht das Land? Wie stark soll das Militär sein? Und wie viel Religion tut der Nation gut?

Um herauszufinden, warum das Land so zerrissen wirkt, ist Andreas Stamm dorthin gereist, wo Amerika streitet und leidet, dahin, wo die Gräben am tiefsten sind. Er trainiert mit US-Marines und geht auf die Suche nach obdachlosen Veteranen. Er begibt sich in die Fänge der religiösen Rechten, als er eine Megachurch in Kentucky besucht. Er geht an die Grenze zu Mexiko, wo er denen hilft, die Einwanderer vor dem Verdursten retten. Und er reißt ein Stadtviertel nieder, um zu erfahren, ob das Ende auch ein neuer Anfang sein kann.

Dabei hat Andreas Stamm ein zerrissenes Land erlebt, in dem die Menschen aber auch wieder zueinander kommen möchten. Nach mehr als zehn Jahren Krieg sind selbst die Marines kriegsmüde. Die religiösen Rechten versammeln zwar Massen, konnten aber trotz aller Anstrengungen keine Mehrheit hinter sich bringen. Und was die Wirtschaft angeht, verlassen sich Amerikaner und Einwanderer nicht nur auf den Staat. In ihnen steckt nach wie vor die Hoffnung, die Not aus eigener Kraft überwinden zu können. 01:00-01:45 • ZDF

Die Geheimdienstlegende
Dokumentation (Kultur – Zeitgeschichte allgemein) – Film von Wolfgang Klauser und Ulrich Stein. Der deutsche Geheimdienst ist das Werk eines Top-Spions des 20. Jahrhunderts: Reinhard Gehlen. Unmittelbar nach dem Ende des Nazi-Regimes hat Gehlen den Auslandsgeheimdienst unter der Obhut der Amerikaner aufgebaut. Mit der Souveränität Deutschlands entstand aus der legendären „Organisation Gehlen“ am 1. April 1956 der Bundesnachrichtendienst. Gehlen wurde sein erster Präsident. Über seine Rolle in der deutschen Geschichte zwischen 1942 und 1969 ist bis heute wenig bekannt. Er war der Mann im Dunkeln, der Mann ohne Gesicht. Bis heute wurden nur wenige Fotos von ihm veröffentlicht, er gab nie Fernsehinterviews.

Für die Dokumentation „Die Geheimdienstlegende“ hat seine Familie den privaten Nachlass von Reinhard Gehlen geöffnet: Fotos, persönliche Aufzeichnungen, Erinnerungsstücke und 8mm-Filmaufnahmen, die unter anderem Reinhard Gehlen im Kreise seiner Familie und Freunde zeigen. Zeitzeugen berichten über die Zusammenarbeit mit Gehlen – darunter CIA-Verbindungsoffiziere, die auch zur Nazivergangenheit des BND-Chefs und seiner Mitarbeiter aussagen.

„Die Geheimdienstlegende“ ist der Auftakt des 3sat-Thementags „Undercover“ , der sich 24 Stunden lang in Dokumentationen und Spielfilmen mit der spannenden Welt der Geheimdienste befasst. 05:45-06:30 • 3sat

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