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Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

Türkische Presse Türkei

10.10.2012 – Gül, Nato, Syrien, Erdoğan, EU Beitritt Türkei, Davutoğlu, Griechenland

Die Themen des Tages sind: Gül empfängt Botschafter; Erdoğan: „Assad ist am Ende“; Telefonverkehr von Davutoğlu; Davutoğlu bewertet Entwicklungen; Davutoğlu in Griechenland; NATO steht an der Seite der Türkei; Bağış: „Unser eigener Bericht ist Wichtig“; World Travel Awards 2012; Woods verliert in der Türkei

VONBYEGM, TRT

DATUM10. Oktober 2012

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül empfängt Botschafter
Staatspräsident Abdullah Gül wird heute den südsudanischen Botschafter in Ankara, John Gai Yoh, den litauischen Botschafter in Ankara, Kestutis Kudzmanas, den jordanischen Botschafter in Ankara, Emced el-Adayla und den finnischen Botschafter in Ankara, Nina Irmeli Vaskunlahti im Çankaya-Palais empfangen. Gül wird beim Treffen die Beglaubigungsschreiben der Botschafter entgegennehmen.

Erdoğan: „Assad ist am Ende“
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte vor der Parlamentsfraktion seiner Regierungspartei AKP an, die Vergeltungsschläge würden weitergehen und sagte: „Die Türkei habe keine territorialen Ansprüche in Syrien, sondern will sich selbst verteidigen und den Nachbarn aus dem Chaos befreien.“ Erdoğan betonte, dass der syrische Präsident Assad am Ende ist und sagte: „Er hält sich nur noch auf Krücken auf den Beinen. Wenn die Krücken fallen, dann fällt auch er.“

Telefonverkehr von Davutoğlu
Aus diplomatischen Kreisen verlautete, dass Außenminister Ahmet Davutoğlu bezüglich der jüngsten Ereignisse an der türkisch-syrischen Grenze ein Telefongespräch mit US-Außenministerin Hillary Clinton geführt hat. Clinton übermittelte bei dem Gespräch ihre Besorgnis über die Geschehnisse. Clinton betonte, dass sie die Schritte, die die Türkei im Rahmen der Nato unternimmt unterstützen und weiterhin auch unterstützen werden.

Davutoğlu führte auch mit dem chinesischen Außenminister Yang Jiechi ein Telefongespräch. Jienchi wies daraufhin, dass sie die Besorgnisse der Türkei bezüglich ihrer eigenen Sicherheit nachvollziehen können und sie den Vorfall in Akçakale sehr bedauern. Der chinesische Außenminister brachte seine Anteilnahme gegenüber den Familienangehörigen der Opfer, der türkischen Regierung sowie dem türkischen Volk zum Ausdruck.

Davutoğlu bewertet Entwicklungen
Außenminister Ahmet Davutoğlu hat über eine Video-Konferenz an der Eröffnung des ‘Kongresses Politik und Gesellschaft im Nahen Osten’, welche an der Sakarya Universität stattfand teilgenommen. Davutoğlu bewertete die Entwicklungen in der Region.

Davutoğlu betonte, dass die Türkei vor allem die Schmerzen in Syrien teile. “Unser Wunsch ist es, dass ein Naher Osten entsteht, wo keine ausländische Macht interveniert und der Volkswille zum Ausdruck kommt. Alle Bemühungen der Türkei sind für Frieden und Stabilität im Nahen Osten”, so Davutoğlu.

Davutoğlu in Griechenland
Außenminister Ahmet Davutoğlu ist auf Einladung des griechischen Außenministers Dimitris Avramopoulos nach Griechenland gereist.

Aus dem Außenministerium verlautete, dass Davutoğlu in Griechenland mit seinem griechischen Amtskollegen die türkisch-griechischen Beziehungen erörtern wird und dass regionale und internationale Themen auf der Tagesordnung stehen.

Davutoğlu wir im Rahmen seiner Kontakte auch mit dem griechischen Ministerpräsidenten zusammen kommen.

NATO steht an der Seite der Türkei
Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußerte sich auf bei dem Treffen der NATO-Verteidigungsminister am Dienstag in Brüssel über die jüngsten Geschehnisse an der türkisch-syrischen Grenze. „Wir haben alle notwendigen Pläne bereitliegen, um die Türkei zu schützen und zu verteidigen. Wir hoffen aber, dass dies nicht notwendig sein wird. Natürlich kann die Türkei auf die Solidarität des Bündnisses vertrauen.“ so der NATO-Generalsekretär. Rasmussen verurteilte die „völlig inakzeptablen syrischen Attacken“ und betonte das Recht der Türkei, sich „gemäß internationalem Recht“ zu verteidigen.

Rasmussen betonte außerdem auch „Wir hoffen, dass alle Seiten Zurückhaltung zeigen und eine Eskalation der Krise vermeiden.“

Beide Nachbarländer haben sich im Grenzgebiet seit Mittwoch vergangener Woche immer wieder gegenseitig mit Artillerie und Granaten beschossen. Auslöser war ein syrischer Granatenbeschuss, bei dem fünf türkische Zivilisten getötet wurden.

Nazarbayev wird die Türkei besuchen
Der kasachische Staatspräsident Nursultan Nazarbayev wird am 11. Oktober einen zweitägigen Besuch in die Türkei abstatten. Nazarbayev wird im Rahmen seines Türkei Besuches mit Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan zusammentreffen. Während Nazarbayevs Kontakten in der Türkei wird auch die erste Versammlung des türkisch- kasachischen hochrangigen strategischen Kooperationsrates stattfinden. Unterdessen werden im Rahmen des strategischen Kooperationsrates Abkommen in verschiedenen Themen unterzeichnet.

Bağış: „Unser eigener Bericht ist Wichtig“
Der EU-Fortschrittsbericht zur Lage in der Türkei wurde heute in Brüssel veröffentlicht.

Im Bericht wird auf das anhaltende wirtschaftliche Wachstum in der Türkei hingewiesen und die Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft gelobt. Unterdessen wird im Bericht auch begrüßt, dass die öffentlichen Schulden auf 39 Prozent des nationalen Einkommens zurückgefallen sind. Dabei warnt der Fortschrittsbericht vor Leistungsbilanzdefiziten in der türkischen Wirtschaft. Die Bürokratie wird auch als ein Hindernis in der Arbeitswelt bezeichnet und es wird bekanntgegeben, dass die Reformarbeiten verlangsamt wurden.

Verhandlungsführer und Europaminister Egemen Bağış erklärte zur Veröffentlichung des Berichts es sei Zeit für Europa, den Blickwinkel zu ändern. „Außerdem sind unsere eigenen Indikatoren und Berichte sehr wichtig.“, so Bağış.

World Travel Awards 2012
Die Türkei wurde bei der Preisverleihung des „World Travel Awards 2012“ in 14 Kategorien mit dem “Die Besten Europas” Preis ausgezeichnet.

Bei den World Travel Awards 2012, das zu den renommiertesten und begehrtesten Auszeichnungen in der Tourismusbranche zählt, wurde die Türkei in 29 Kategorien nominiert.

Bei dem Wettbewerb an dem 35 Länder um die Preise kämpfen gaben rund 1,7 Millionen Touristen ihre Stimmen ab. Das Ministerium für Kultur und Tourismus wurde mit dem Preis beste Tourismusorganisation Europas ausgezeichnet. Auch zahlreiche Hotels und Fluggesellschaften wurden ausgezeichnet. Die Stadt İzmir, die es im Rennen mit Markenstädten wie Venedig, Dubrovnik, Helsinki und Oslo aufnahm, wurde zum zweiten Mal in der Kategorie Schiffstourimus zur besten Stadt gekürt.

Woods verliert in der Türkei
Golf-Superstar Tiger Woods hat beim World Golf Final in Belek/Türkei sein Auftaktmatch gegen den Südafrikaner Charl Schwartzel verloren. Beide Golfer waren bei dem im Match-Play-Format ausgetragenen Turnier, das nicht dem offiziellen Tour-Kalender angehört, all-square auf die 18. Bahn gegangen, ehe sich Woods nach einem Bogey geschlagen geben musste.

Das Einladungsturnier an der türkischen Mittelmeerküste, bei dem auch in kurzen Hosen an den Abschlag gegangen werden darf, wird zunächst in zwei Vierergruppen ausgetragen. Die jeweils zwei Gruppenbesten spielen am Donnerstag über Kreuz im Halbfinale. Der Sieger des Endspiels am Freitag erhält 1,5 Millionen US-Dollar.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Türkei hat das Recht sich zu verteidigen
In Vatan lesen wir unter der Schlagzeile „Türkei hat das Recht sich zu verteidigen“, die NATO sei sowohl nach dem syrischen Abschuss eines türkischen Aufklärungsflugzeugs sowohl nach dem Mörsergranatenangriff auf die Ortschaft Akcakale mit fünf Todesopfer zu Dringlichkeitssitzungen zusammengekommen und habe die Unterstützung für die Türkei bekundet. Weiter schreibt das Blatt, am gestrigen Dienstag seien die Verteidigungsminister der 28-NATO-Staaten in Brüssel zusammengetreten. Im Anschluss habe NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärt, die Türkei habe das Recht sich zu verteidigen und die NATO sei bereit, der Türkei militärisch gegen Syrien beizustehen.

Füle: „Wir schießen uns ins eigene Bein“
Zaman berichtet unter der Schlagzeile „wir schießen uns ins eigene Bein“, EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle habe gegen die negative Einstellung einiger EU-Mitglieder gegen den Beitritt der Türkei reagiert. Dem Blatt zufolge habe Füle gesagt, der Vorbereitungsprozess einer neuen Verfassung in der Türkei werde von der EU aus der Nähe verfolgt. Ferner habe Füle Frankreich und die zyprisch-griechische Administration wegen ihrer Blockade der Verhandlungen kritisiert, ohne beide namentlich zu nennen. Gleichzeitig habe er mit den Worten „wie schießen uns ins eigene Bein“ es beklagt, dass der Verhandlungsprozess ins Stocken geraten sei.

USA verhängen neue Sanktionen
Aus Star erfahren wir unter der Schlagzeile „USA verhängen neue Sanktionen“, US-Präsident Barack Obama habe eine neue Anordnung für weitere und verschärfte Sanktionen gegen den Iran unterzeichnet. Dem Blatt nach sollen mit dieser Anordnung die Kongress-Beschlüsse vom August umgesetzt werden. Der Sprecher des nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, Tommy Vietor habe in einer schriftlichen Erklärung betont, die Schritte der US-Administration würden einen enormen Druck auf die iranische Wirtschaft ausüben. Niemand dürfe bezweifeln, dass die USA und deren Partner die Sanktionen noch weiter verschärfen werden, sollte sich die iranische Führung weiterhin widersetzen.

Jugendliche gehen morgens vor der Toilette ins Internet
Haber Türk bringt unter der Schlagzeile „Jugendliche gehen Morgens vor der Toilette ins Internet“ eine Umfrage von Intel. Demnach würden 8,3 Prozent der befragten türkischen Jugendlichen nach dem Aufwachen am morgen zuerst ins Internet gehen. Ferner habe die Umfrage ergeben, Jugendliche zwischen 13 bis 29 Jahre würden 29 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Jeder zweite dieser Jugendlichen habe einen PC und jeder dritte besitze einen Laptop. 25,7 Prozent der Jugendlichen hingegen habe ein Smartphone, schreibt Haber Türk weiter.

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