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Migration und Integration in Deutschland

Bei dem Lebensalter der ausländischen Arbeitnehmer wirkt sich das z. Z. vor allem für die deutsche Rentenversicherung sehr günstig aus, weil sie weit höhere Beiträge von den ausländischen Arbeitnehmern einnimmt, als sie gegenwärtig an Rentenleistungen für diesen Personenkreis aufzubringen hat.

Ludwig Kattenstroth, Staatssekretär im Arbeitsministerium, März 1966, Bundesvereinigung der Dt. Arbeitgeberverbände, 1966

TV-Tipps des Tages

06.10.2012 – Iran, DDR, Ausländer, Islam, Religion, Migranten, Terror

TV-Tipps des Tages sind: Sonbol – Rallye durch den Gottesstaat; Papa statt Pascha: Vater, Türke, alleinerziehend; 60 Jahre Deutschland; Der Himmel auf Erden – Kultur der Weltreligionen; Welt in Bewegung: Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte der Migration; Die Straßen des Terrors 1979 – 2001 (2/2)

VONÜmit Küçük

DATUM6. Oktober 2012

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Sonbol – Rallye durch den Gottesstaat
„Warum findest du eigentlich keinen Mann?“ wird Sonbol immer wieder von ihrer Mutter gefragt. Die Antwort ist Schweigen, trotziges, selbstbewusstes Schweigen. Sonbol Fatemi ist 35 Jahre alt. Sie hat ihre eigene Zahnarztpraxis und nebenbei fährt sie Autorallyes, am liebsten gegen Männer. Unabhängig und selbständig will sie sein, sich nicht von anderen gängeln lassen, weder im Motorsport noch im Privaten. Das ist schwierig in ihrer Heimat. Sonbol lebt in der heiligen Stadt Mashad in der Islamischen Republik Iran. Sie ist gläubige Muslimin. 09:55-10:45 • PHOENIX

Papa statt Pascha
Baytekin D. ist türkischstämmiger Deutscher, der mit 30 alles erreicht hatte, was er erreichen wollte: eine Karriere als Ingenieur, eine glückliche Ehe mit einer Türkin und ein Wunschkind. Alles schien perfekt. Doch dann die Katastrophe: Seine Frau stirbt durch einen tragischen Unfall. Der gemeinsame Sohn Baycan ist gerade mal ein Jahr alt. Noch voller Schmerz und Trauer trifft Baytekin eine folgenreiche Entscheidung: Er will seinen Sohn allein erziehen. Statt auf Unterstützung stößt er in seinem Umfeld vor allem auf Skepsis.Als Zahnärztin ist Sonbol finanziell unabhängig. 11:00-11:30 • PHOENIX

60 Jahre Deutschland
1989 forderten immer mehr Menschen in der DDR politische Veränderungen und Tausende flohen über Ungarn in die Bundesrepublik. Am 9. November öffnete sich nach 28 Jahren die Mauer in Berlin. Das Ende der DDR als eigener Staat zeichnete sich damit ab. 1990 wurde die Wiedervereinigung Realität, nachdem zuvor in der DDR die ersten freien Wahlen stattgefunden hatten. Die Deutsche Mark wurde auch im Osten eingeführt und in langwierigen Verhandlungen handelten beide Seiten die Bedingungen für eine Vereinigung aus – nicht ohne Beteiligung der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges.

1991 demonstrierten Hunderttausende gegen den Irakkrieg. Die Bundesregierung beschloss ihren Umzug von Bonn in die alte/neue gesamtdeutsche Hauptstadt Berlin. Der erste Mauerschützenprozess fand statt und für viele Menschen begann der „Aufbau Ost“ mit Entlassungen. 1992 wurde weltweit die erste Frau zur Bischöfin gewählt. Der ehemalige SED-Chef Erich Honecker wurde vor Gericht gestellt und die Stasi-Unterlagen waren einsehbar. Ausländerfeindliche Übergriffe erschütterten das Land in Ost und West. 11:30-12:15 • NDR Mecklenburg-Vorpommern

Der Himmel auf Erden – Kultur der Weltreligionen
Architektur und Kunst waren schon immer Ausdruck spiritueller Sehnsüchte: Megalithe, Moscheen, Tempel, Kathedralen und andere Meisterwerke entstanden und entstehen noch immer in allen Religionen. Die sechsteilige Dokumentarreihe zeigt die kulturellen Errungenschaften der großen Weltreligion – vom Heidentum, über den Judaismus, das Christentum, den Islam, den Hinduismus bis zum Buddhismus. 21:05-21:30 • BR-alpha

Welt in Bewegung
Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte der Migration; Grenzen überschreiten gehört zum menschlichen Grundcharakter. Die sechsteilige Sendereihe „Welt in Bewegung“ ist eine filmische Reise zu den Ursachen und Wirkungen, zu den Problemen und Chancen der Migration. Sie untersucht die unterschiedlichsten Aspekte der Wanderungen, deren Motivationen meist politische, historische, wirtschaftliche, religiöse, ökologische oder demographische Ursachen hatten und haben.

Die einzelnen Folgen schildern die Probleme und Risiken aber vor allem auch die Chancen, die eine Welt in Bewegung der globalen Welt und auch unserer ganz unmittelbaren Umgebung bietet.

Ob zu Wasser, zu Land oder in der Luft – seit es Menschen gibt sind sie aus den verschiedensten Gründen unterwegs. Eine Welt in Bewegung, schon immer und überall. Grenzen zu überschreiten, gehört zum menschlichen Grundcharakter. „Der Mensch ist immer gewandert, denn sonst wäre er dort geblieben, wo er hergekommen ist, irgendwo in Ostafrika“, sagt auch der bekannte Migrationsforscher und Politikberater Professor Klaus J. Bade. Es gibt die verschiedensten Formen von Wanderung: Einwanderung, Auswanderung, Binnenwanderung, Arbeitswanderung, Fluchtwanderung, Zwangswanderung und es gibt verschiedenste Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen. Die erste Folge der Sendereihe zeigt die Geschichte der Migration, von den Anfängen in Afrika, über die Völkerwanderungen und Wanderungsbewegungen im Mittelalter bis zu den Sklaventransporten, den Massenauswanderungen in die Neue Welt und den gewaltigen Flüchtlingsströmen in der Neuzeit. Patrick Manning, Professor für Weltgeschichte an der Pittsburgh University konstatiert, dass das Überschreiten von Grenzen und die Begegnung verschiedener Kulturen der eigentliche Motor in der Entwicklung des Menschen ist: „Es gab immer Zeiten, in denen Menschen in großer Zahl von einem Teil der Welt in einen anderen wanderten. Auf kurze Sicht ist das meist mit starken Widerständen verbunden. Auf der anderen Seite profitierten diese Gegenden hinterher von der Zuwanderung und entwickeln sich auf interessante Art und Weise.“ 21:30-22:00 • BR-alpha

Die Straßen des Terrors 1979 – 2001
Dokumentarfilm– Ein gutes Jahrzehnt nach den Anschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 widmet sich der zweiteilige Dokumentarfilm den Ursachen, die zu den schrecklichen Attentaten geführt haben.

Mit Hilfe von Politikern, Diplomaten und Geheimdienstlern offenbart der Dokumentarfilm, wie es radikalen Islamisten gelang, in den 80er Jahren ein gut organisiertes, internationales Terrornetzwerk zu bilden, und beleuchtet die Beziehungen zwischen Washington, den arabischen Ländern und Europa in den vergangenen 20 Jahren. Der zweite Teil richtet die Aufmerksamkeit auf die wachsende Feindseligkeit zwischen den USA und den arabischen Ländern sowie die gnadenlose Jagd auf die Mitglieder der Terrororganisation Al-Qaida.

Die Feindseligkeit zwischen Washington und den arabischen Staaten nimmt während der 90er Jahre immer mehr zu, und terroristische Aktivitäten häufen sich. So gibt es 1993 bereits einen Anschlag auf die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York. Doch die Wachsamkeit amerikanischer Geheimdienste und Politiker scheint gebremst. So erläutern philippinische Polizisten im zweiten Teil des Dokumentarfilms, dass die Attentate vom 11. September 2001 bereits 1995 geplant wurden, und dass die CIA, obwohl sie sofort verständigt wurde, nichts dagegen unternahm. 05:00-06:22 • arte

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Ein Kommentar
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  1. Religion

    Religion ist die besondere Fähigkeit, die originale Heilige Schrift NICHT zu verstehen.

    Diese „besondere Fähigkeit“ (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern) versetzt den unbewussten (religiös verblendeten) Kulturmenschen in die Lage, in einer noch fehlerhaften Makroökonomie zu existieren, in der ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich und der nächste Krieg unvermeidlich ist:

    http://www.swupload.com//data/Das-Juengste-Gericht.pdf



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