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Migration und Integration in Deutschland

Nur die wenigsten dieser deutschen Arbeiter werden in dieser Situation mit den Ausländern solidarisch sein. Die meisten werden sich aggressiv von den Ausländern abgrenzen und bei ihnen die Verantwortung für die eigene schlechte Position suchen.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

TV-Tipps des Tages

17.09.2012 – Kopftuch, Muslime, Flüchtlinge, Integration, Ausländer, Menschenhandel

TV-Tipps des Tages sind: Das Kopftuch: In der Sendung berichten türkische Mädchen und Frauen, die in Deutschland leben, über ihre Einstellung zum „Kopftuchgebot“; Ware Mensch: Ali aus dem Sudan, der nach Europa will – um jeden Preis. Jahr für Jahr reisen 400.000 Menschen illegal in den Schengen-Raum ein

VONÜmit Küçük

DATUM17. September 2012

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Das Kopftuch
In der Sendung berichten türkische Mädchen und Frauen, die in Deutschland leben, über ihre Einstellung zum „Kopftuchgebot“. Dabei kommen Mädchen zu Wort, die sich bewusst für das Kopftuch entschieden haben, sowie eine Familie mit drei Töchtern, die diese religiöse Tradition ablehnt.

Was will eigentlich das Kopftuchgebot? Es soll nach Ansicht der 16-jährigen Seynep, die sich bewusst für den Islam entschieden hat, muslimische Mädchen und Frauen vor zudringlichen Blicken schützen. Sie sollen vor der Ehe keusch sein und in der Ehe treu. Das Leben als Muslimin sieht Seynep als Vorteil für ihr nächstes Leben. Durch das Tragen des Kopftuchs fühlt sie sich als Persönlichkeit. Für das Kopftuch hat sich auch die Studentin Sümmeye entschieden. Es hat sie nach eigenem Bekunden vor „schlimmen Augen“ bewahrt. Im krassen Gegensatz dazu tritt eine junge Türkin auf, die kein Kopftuch tragen will, sich gerne ausdrucksvoll schminkt und modern kleidet. Ein Einblick in ihre Familie zeigt, dass auch solche Mädchen durchaus behütet aufwachsen können und dass traditionelle Werte wie Ehe und Familie hochgehalten werden. 11:05-11:20 • RBB Berlin

Ware Mensch
Die Story im Ersten – Der Kampf gegen Schleuserbanden – Film von Hans Hausmann und Ahmet Senyurt.

Jahr für Jahr reisen 400.000 Menschen illegal in den Schengen-Raum ein, oft mit Hilfe von Schleuserbanden. Zehn Milliarden US-Dollar fließen dabei in die Taschen der Banden – ein lukrativer globalisierter Menschenhandel. Deutschland, Skandinavien, Großbritannien, Belgien, Frankreich, aber auch die nordischen Länder sind die bevorzugten Ziele für die „Ware Mensch“.

Die Dokumentation begleitet die Sondereinheit der Bundespolizei „Bexbach“, die ausschließlich im verdeckten Bereich der Schleuserkriminalität ermittelt, spricht mit Betroffenen, die ihre Schleusung bereits erlebt und erlitten haben. Sie berichtet von Flüchtlingen in Istanbul und von einem Grenzfluss, über den viele von ihnen ihre Reise in das „gesegnete Europa“ antreten. 22:50-23:35 • Das Erste (ARD)

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