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TV-Tipps des Tages

25.08.2012 – Zypern, Türkei, Europa, Kasachstan, Hitler, Stalin, Terror

TV-Tipps des Tages sind: Inseln des Mittelmeeres: „Der Gedanke an die Teilung meiner Heimat hat schon immer meine künstlerische Arbeit beeinflusst“, erklärt Larkos Larkou; Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan; Hitler und Stalin – zwei Diktatoren des 20. Jahrhunderts, die grausame Regime errichteten und entsetzliches Leid über Europa brachten

VONÜmit Küçük

DATUM25. August 2012

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Inseln des Mittelmeeres
„Der Gedanke an die Teilung meiner Heimat hat schon immer meine künstlerische Arbeit beeinflusst“, erklärt Larkos Larkou. Der 35-Jährige ist Musiker und beschäftigt sich mit traditioneller zyprischer Musik. Nach Öffnung der Demarkationslinie im Jahr 2003 gründete er die gemischt-zyprische Band Kyprogenia. Für den griechischen Zyprer ist die Musik ein Weg mit der Teilung seiner Heimat umzugehen.

Seit 1974 ist die drittgrößte Insel des Mittelmeeres geteilt in einen griechischen Süd- und einen türkisch besetzten Nordteil.

Die Folgen der Invasion, bei der die türkische Armee mehr als ein Drittel der Insel besetzte, sind immer noch spürbar. Jeder dritte Zyprer wurde damals zum Flüchtling im eigenen Land. Viele hoffen bis heute auf die Wiederkehr in ihre alte Heimat.Als Geburtsstätte der Liebesgöttin Aphrodite hielt Zypern Eingang in die großen Mythen der Antike. Südlich der Türkei gelegen bildet sie seit jeher den Brückenkopf zwischen Orient und Okzident. Daher wurde die Insel über Jahrtausende von Eroberern stark begehrt. Griechen, Römer, Byzantiner, Kreuzfahrer und Osmanen bis zu den Briten – alle haben ihre Spuren hinterlassen. Eindrückliche Beispiele dafür sind die Ruinenstadt Koúrion, die Selimiye-Moschee in Nikosia – einst eine gotische Kathedrale – oder die Kreuzritterfestung Kantára, die am Eingang der Halbinsel Karpaz auf einem Berggipfel thront.

Daneben bietet Zypern auch eine beeindruckende Naturkulisse: zerklüftete Küstenabschnitte mit grandiosen Klippen, Sandbuchten und malerische Häfen. Auf den grünen Berghängen des Tróodos wächst seit Jahrtausenden Wein und machte Zypern als ersten kommerziellen Weinproduzent bekannt. Mehr als 300 Sonnentage pro Jahr bieten dafür optimale Bedingungen. 12:15-13:00 • PHOENIX

Mit dem Zug durch Kasachstan und Usbekistan
Kasachstan oder Usbekistan tauchen in der Regel nur in den Schlagzeilen auf, wenn es um Erdgas oder Erdöl geht, denn diese Bodenschätze besitzen sie reichlich. Diese Staaten, die zusammen wesentlich größer als Europa sind, verband einstmals eine der wichtigsten antiken Handelsstraßen: die Seidenstraße. Heute kann man auf ihren Spuren auch mit der Eisenbahn reisen. Diese Strecke erfreut sich, genauso wie die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, einer wachsenden Beliebtheit bei Individualtouristen. Vom Moskauer „Kasaner“ Bahnhof kann man durch Mittelasien innerhalb einer Woche nach Peking reisen.

Über das alltägliche Leben der Menschen in diesen zentralasiatischen Ländern – seit dem Zerfall der Sowjetunion selbstständige, aber autoritär regierte Republiken – wissen wir wenig. Zu unübersichtlich ist der Flickenteppich der ineinander verschlungenen Staatsgebiete.

In den Zentren der Städte herrscht heute meistens modernes Leben, aber auf den bunten Märkten, in den uralten Basaren und Moscheen überkommt den Besucher unweigerlich das Gefühl, sich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben zu haben. 12:55-13:38 • MDR Sachsen

Hitler und Stalin
Dokumentarfilm – Hitler und Stalin – zwei Diktatoren des 20. Jahrhunderts, die grausame Regime errichteten und entsetzliches Leid über Europa brachten. In einem Doppelporträt zeigen Ulrich H. Kasten und Hans-Dieter Schüt Aktion und Reaktion zweier Gewaltherrscher, die sich nie begegnet sind.

Sie begegneten einander nie und blieben doch aufeinander fixiert: Hitler und Stalin. Die Todfeindschaft ihrer Systeme riss alles Bestehende aus den Fugen. Zum ersten Mal unternimmt ein Dokumentarfilm den Versuch eines Doppelporträts. Erzählt wird von einem Nahkampf über Tausende von Kilometern hinweg, den die Soldaten beider Armeen vom 22. Juni 1941 an auf den Schlachtfeldern austragen mussten.

Am Beispiel der Kämpfe um Moskau, Leningrad, Stalingrad und Berlin wird dokumentarisches Material in eine überraschende Korrespondenz gebracht – als fände ein unmittelbarer Zweikampf statt. Die Erzählweise steigert Aktion und Reaktion beider Diktatoren zu einem psychologischen Polit-Drama. Der Dokumentarfilm liefert neue Einsichten in alte Fragestellungen: Wie werden Menschen zu Diktatoren? Was machte die Ähnlichkeit und was den Unterschied zwischen beiden Herrschern und Systemen aus? Wie umlauerten, belogen sie einander?

Durch Parallelmontage von zum Teil unveröffentlichten Archivfilmen und aktuellen Aufnahmen der einstigen Originalschauplätze entsteht ein bedrängendes Bild: Hitler und Stalin waren entgegengesetzte Pole in dem Geist, den sie predigten, aber Brüder im Blut. Deutschland und die Sowjetunion wurden unter ihrer Herrschaft zu personenkultischen Terrorregimes.

Der Film bleibt dicht an den Protagonisten, geht ihrem Programm und ihrer Paranoia nach und blickt auf Phänomene, die das 20. Jahrhundert erschütterten, völlig veränderten und bis in unser 21. Jahrhundert nachwirken. 15:30-16:59 • arte

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