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Türkische Presse Türkei

09.08.2012 – Arakan, Muslime, OIC, Myanmar, Davutoğlu, Syrien, Türkei

Die Themen des Tages sind: Gewalt der Buddhisten in Myanmar gegenüber den Muslimen; Davutoğlu: „Wir haben nicht an Einfluss verloren“; Türkei hilft Arakan-Muslimen; Çağlayan: „Türkei hat ihren Export erhöht“; OIC appelliert an Assad; Geschäftsleben kommt wieder in Schwung; Spannung zwischen der Türkei und dem Irak

VONBYEGM, TRT

DATUM9. August 2012

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Davutoğlu: „Wir haben nicht an Einfluss verloren“
Außenminister Ahmet Davutoğlu, der zu den Entwicklungen in Syrien Stellung nahm, machte die Assad Führung für die Gewalttaten verantwortlich. Dabei kritisierte Davutoğlu auch die Haltung des Irans ein Land zu unterstützen in der tausende Menschen getötet werden. Auch fügte Davutoğlu hinzu, dass“ Niemand die Türkei für die Entwicklungen in Syrien verantwortlich machen könne.“

Zu der Frage ob die Entwicklungen im Norden eine Bedrohung für die Türkei darstellen würden sagte Davutoğlu, dass die derzeitigen Entwicklungen keine direkte Bedrohung darstellen und sie für Notfälle erforderliche Schritte eingeleitet hätten. In den kommenden 10 Jahren, so Davutoğlu, seien sowohl Syrien als auch die gesamte Nahostregion unerwartete Entwicklungen offen.

Türkei hilft Arakan-Muslimen
Die Türkei setzt sich für ein Ende der Gewalt gegen die Arakan-Muslime in Myanmar ein. Außenminister Ahmet Davutoğlu, die Gattin und Tochter von Ministerpräsident Erdoğan, Emine Erdoğan und Sümeyye Erdoğan reisten zusammen in die Region.

Vor der Abreise nach Myanmar beantworteten sie die Fragen der Journalisten. Erdoğan machte auf das Menschheitsdrama in der Region aufmerksam.

Die Delegation hat Lebensmittelhilfen ins Gebiet gebracht. Die Verwaltung für Katastrophenschutz und Notstand des Ministerpräsidiums gab indessen die für Myanmar gesammelten Spenden bekannt. Demnach seien auf Konten der Verwaltung für Katastrophenschutz und Notstand des Ministerpräsidiums1 Million 219 Tausend Türkische Lira eingezahlt worden. Die türkische Delegation wird in Myanmar die mitgebrachten Hilfen überreichen, offizielle Gespräche führen und die Lager besuchen.

Çağlayan: „Türkei hat ihren Export erhöht“
Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan sagte, dass trotz der Wirtschaftskrise das Exportvolumen der Türkei gestiegen sei. Im Gegensatz zu 23 EU-Mitgliedstaaten sei die Türkei sogar in einer besseren wirtschaftlichen Lage, so Çağlayan.

Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan hat die jüngsten Daten über das Exportvolumen bewertet und gesagt, dass der Export der Türkei auf 135 Milliarden Dollar gestiegen sei.

Çağlayan sagte, obwohl in zahlreichen Ländern Ungewissheit herrsche, habe die Türkei ihren Export erhöht. Dies deute darauf hin, dass die Wachstumsrate im zweiten Quartal entsprechend des mittelfristigen Programms erreicht werden könne. Der Minister betonte, dass mit dem neuen Fördersystem mittelfristig die Investitionen, die Produktion, die Beschäftigtenzahl sowie der Export noch weiter gestärkt werde.

OIC appelliert an Assad
Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hat in einem Appell den syrischen Präsidenten Bashar al Assad aufgerufen das Blutvergießen in Syrien zu beenden. An der für den 14. und 15. August anberaumten vierten Versammlung der Organisation werde Staatspräsident Abdullah Gül eine Rede über Demokratie in Syrien halten. Dabei soll erneut an Assad appelliert werden die Waffen ruhen zu lassen und den Wandel im Land zuzulassen.

Die Organisation habe auch den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmedineschad eingeladen an der Versammlung teilzunehmen.

An der in Saudi Arabien tagenden OIC Versammlung werden weltweit muslimische Länder teilnehmen.

Geschäftsleben kommt wieder in Schwung
Im September wird das Geschäftsleben wieder wirtschaftlich in den Schwung gebracht. Demnach soll Staatsminister Abdullah Gül in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Institut für die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen (DEIK) am 8.-12. September 2012 nach Stockholm, Schweden, Wirtschaftsminister Zafer Çağlayan am 13.-14. September nach Luxemburg und am 18.-19. September nach Österreich reisen.

Laut dem DEIK-Vorsitzenden Rona Yırcalı werde der Export von Dienstleistungen und von Produkten durch diese Auslandsbesuche deutlich steigen.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Spannung zwischen der Türkei und dem Irak
Star berichtet, der irakische Parlamentspräsident Osama al Nudschaifi habe eine Erklärung abgegeben, um die Spannung zwischen der Türkei und dem Irak zu deeskalieren. Dem Blatt nach habe Nudschaifi betont, die Beziehungen zwischen den beiden Ländern müssten positiv bleiben und die Türkei habe in der Vergangenheit dem Irak nur Gutes gebracht. Die Türkei sei ein wichtiges Land, ein gesegneter Nachbar und das türkische Volk sei Irak freundlich gesinnt, habe der irakische Parlamentspräsident weiter gesagt.

Gewalt der Buddhisten in Myanmar gegenüber den Muslimen
In Hürriyet lesen wir unter der Schlagzeile „was hätte die Welt gesagt, wenn dies Muslime getan hätten“, die Ehefrau von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, Emine Erdogan sei entsetzt über die Gewalt der Buddhisten in Myanmar gegenüber den Muslimen in Arakan. Weiter heißt es in dem Artikel, Emine Erdogan, ihre Tochter Sümeyye Erdogan sowie Außenminister Ahmet Davutoglu seien nach Myanmar gereist, um das Drama der Muslime in der Provinz Arakan Vorort zu sehen. Vor der Abreise habe Frau Erdogan auf dem Ankaraner Flughafen Esenboga das Thema bewertet und betont, in einer Zeit in der die buddhistischen Lehren als Vorbild gelten, seien die Taten der Geistlichen grauenhaft. Was hätte die Welt gesagt, wenn muslimische Geistliche diese Massaker verübt hätten, habe Frau Erdogan gefragt.

Szenarien für den Tag ohne Assad liegen auf dem Tisch
Zaman meldet unter der Schlagzeile „Szenarien für den Tag ohne Assad liegen auf dem Tisch“, die Flucht des syrischen Ministerpräsidenten habe die Pläne der internationalen Gemeinschaft für die Zeit nach Assad beschleunigt. Dem Blatt nach sei in diesem Rahmen die internationale Aufmerksamkeit auf die Gespräche von US-Außenministerin Hillary Clinton mit türkischen Funktionären am Samstag in Istanbul gerichtet.

2560 Syrer sind in die Türkei geflohen
In Haber Türk lesen wir unter der Schlagzeile „2560 Syrer sind in die Türkei geflohen“, in den letzten 24 Stunden hätten insgesamt 2560 Syrer, darunter zwei Generale und 35 Soldaten sowie neun Verletzte, vor den Unruhen in Syrien Zuflucht in der Türkei gefunden. Dem Blatt nach seien die Flüchtlinge zu den Grenzdörfern der Kreisstadt Reyhanli bei Hatay flüchtet.

Bürger aus 183 Ländern können Immobilien in der Türkei erwerben
Zaman berichtet unter der Schlagzeile „Bürger aus 183 Ländern können Immobilien in der Türkei erwerben“, mit der gesetzlichen Aufhebung der Hindernisse zum Erwerb von Immobilien für ausländische Bürger hätten nun Bürger aus 183 Ländern dieses Recht erhalten. Dem Blatt zufolge seien lediglich Bürger aus einigen Ländern wie Syrien, Armenien und Nord-Korea ausgeschlossen und für Bürger einiger Länder gebe es Sonderbedingungen für den Immobilienerwerb in der Türkei.

Industrieproduktionsindex gestiegen
Aus Radikal erfahren wir, der Industrieproduktionsindex sei seit 31 Monaten kontinuierlich gestiegen. Das Blatt schreibt, nach Angaben des Statistikamtes sei die Industrieproduktion im Juni dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gestiegen.

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