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Migration und Integration in Deutschland

Der große Wert der Ausländerbeschäftigung liegt darin, dass wir hiermit über ein mobiles Arbeitskräftepotential verfügen. Es wäre gefährlich, diese Mobilität durch eine Ansiedlungspolitik größeren Stils einzuschränken.

Ulrich Freiherr von Gienanth, Der Arbeitgeber, 1966

Deutsche Presse

06.08.2012 – Rassismus, NPD, Türkei, PKK, Integration, Moschee, Irmer, Islam

Rassismus passt nicht zu Freiheit; Festival gegen Rassismus; Auf der Flucht vor dem Neonazi; Empörung über Irmers Kritik am Islam; Mehr Kontrolle über Verfassungsschutz; Verbände werfen Friedrich Schmutzkampagne vor; Innenminister fordert Aufklärung in der Ruder-Affäre; Türkei: Viele Tote bei Gefechten zwischen Militär und Terrororganisation PKK

VONÜmit Küçük

DATUM6. August 2012

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RESSORTDeutsche Presse

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Sie suchen die größtmögliche Provokation – und genau die wollen ihnen ihre Gegner nicht gönnen. Wenn in zwei Wochen die Rechtspopulisten von „Pro Deutschland“ in Berlin zu Protesten „gegen Islamisierung und linksextreme Gesetzesbrecher“ aufrufen, wollen Neonazigegner zwar dagegen protestieren, sonst aber an ihrem eigenen Antirassismus-Festival festhalten.

Es ist eine Einladung an alle Interessierten, sich gemeinsam Gedanken über Strategien gegen Rassismus zu machen. Vom 17. bis 19. August soll auf dem Kreuzberger Blücherplatz das Festival gegen Rassismus stattfinden.

Das Beispiel von Tanja Privenau und ihren Kindern zeigt, wie Gerichte Kindeswohl definieren – selbst, wenn der Vater ein militanter Neonazi ist. Doch viele Deutsche treiben mit Vorliebe eine ganz besondere Volkssportart: das Sortieren in gute und schlechte Fremde.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres verteidigt verschiedene Berliner Sonderwege in der Schulpolitik. Sie will an der frühen Einschulung mit fünfeinhalb Jahren festhalten und an dem Abitur nach zwölf Jahren an Gymnasien.

Mit seinem Vorwurf, die bewusste Täuschung Ungläubiger gehöre zum Wesen des Islam, hat der hessische CDU-Politiker Hans-Jürgen Irmer Empörung ausgelöst. Irmers Äußerungen seien „blanker Unsinn und darüber hinaus schlicht unverschämt gegenüber den in Deutschland lebenden Muslimen“, erklärten die Grünen am Wochenende in Wiesbaden.

Innenminister Hans-Peter Friedrich will „weitere Möglichkeiten schaffen, die Arbeit der Geheimdienste zu begleiten“. Auch andere Innenpolitiker aus Koalition und Opposition plädieren dafür, die parlamentarische Kontrolle des Verfassungsschutzes auszubauen.

‚Bunt statt braun‘ – unter diesem Motto haben sich bis zu 1000 Menschen am Samstag in Bad Nenndorf bei Hannover einem Aufmarsch von Neonazis entgegengestellt.

Innenminister Friedrich hat die Polizeigewerkschaften gegen sich aufgebracht. Sie werfen ihm vor, er habe sein Ministerium nicht im Griff – und lasse haltlose Vorwürfe gegen Bundespolizisten zu.

In der Affäre um die Ruderin Nadja Drygalla hat Innenminister Friedrich gründliche Aufklärung gefordert. Es gebe „keinen Platz im Sport für extremistisches Gedankengut“. Nadja Drygalla distanzierte sich davon.

Bewohner der Distrikthauptstadt Gao in Nordmali verhindern ein öffentliches Handabhacken. Islamisten wollten einen Waffendieb aus den eigenen Reihen bestrafen.

Im Osten der Türkei sind bei Auseinandersetzungen zwischen der Terrororganisation PKK und dem Militär mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen.Bei einem Terroranschlag der PKK auf einen Militärstützpunkt seien in der Nacht zum Sonntag in der südostanatolischen Provinz Hakkari sechs türkische Soldaten und zwei kurdische Dorfschützer gestorben.

Integration und Migration

Deutschland

Innenminister fordert Aufklärung in der Ruder-Affäre

Ausland

Türkei

Nachtrag vom 05.08.2012

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