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Migration und Integration in Deutschland

Warum werden sie hineingelassen? Um die Bürger des Staates von harter und unangenehmer Arbeit zu befreien?

Michael Walzer, Sphären der Gerechtigkeit, 2006

Ginkgo Biloba

Steht auf…

“Kämpft um Eure Rechte”, lautet diesmal die erste Zeile. Neşe Tüfekçiler appelliert auf ihre Art – poetisch und Weise.

VONNeşe Tüfekçiler

 Steht auf…
Die Autorin (geb. 15.09.1972) ist das zweite Kind türkischer Gastarbeiter und in Bremen groß geworden. Nach ihrer Ausbildung im kaufmännischen Bereich und dem Abitur, studierte Sie Betriebswirtschaften. Sie ist Frauenmentorin und ehrenamtlich im Vorstand der UETD Bremen. Die MiGAZIN Kolumnistin schreibt an einem Deutsch-Türkischen Lyrikband und veröffentlicht ihre Gedichte in der Zeitschrift „Im Labertal“.

DATUM27. Juni 2012

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RESSORTAktuell, Meinung

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DANKE,
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Kämpft um Eure Rechte,
sonst verliert Ihr sie,
ganz unbemerkt,
an die dunklen Mächte.
Schritt für Schritt
werden sie Euch entzogen,
still und leise
Ihr darum betrogen.

Im Eifer und Geifer
nach Wohlstand und Macht,
ein Diktator
wieder schnell erwacht!
Versklavt seid Ihr
gleich schon sehr lange,
Ihr denkt immer nur
an unwesentliche Belange!

Manipuliert und motiviert
durch die mediale Welt,
-im Zwang und Drangzum
Konsum zitiert,
so dass es Euch gefällt;
Ihr den Blick verliert
auf die reale Situation, die
„Strategische Entmündigung“!

Seid Ihr bereit
für unbezahlte Zwangsarbeit?
Glaubt mir doch,
es ist soweit!
Bevor der Hunger
uns ALLE spaltet und zerfrisst,
steht auf und kämpft
als Freund und Humanist!

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2 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. u. h. sagt:

    Sehr geehrte, liebe Frau Tüfekciler!

    Vielen Dank für Ihre ehrlichen, mutigen, wichtigen Worte. Und noch kein Kommentar dazu! Sie verdienen großes Lob. Jeder sollte darüber nachdenken, sie beherzigen, weitersagen, nicht vergessen, danach handeln, um frei zusein, frei zu bleiben, nicht versklavt zu werden.

    Und nun habe ich eine Bitte an Sie: Vor einem Vierteljahr habe ich einen Vortrag gehalten mit dem Thema „Mensch und Medien – Medien und Mensch.“ Ich bin gebeten worden, ihn noch zweimal zu halten. In dieser Neuauflage würde ich gern Ihr Gedicht zitieren – es paßt so gut zu dem, was ich sage – als krönender Abschluß.

    Ganz freundliche Grüße,
    Ihr
    U. H. aus Langenhagen

  2. Neşe Tüfekçiler sagt:

    Sehr geehrter Herr U.H. aus Langenhagen,

    herzlichen Dank für Ihr Lob und gerne
    dürfen Sie meine Worte zitieren, denn:

    Wenn man die Worte epochal verwendet,
    das Denken in seinen Urprung mündet;
    Wo Herzen einst verblendet waren,
    stets vergessen in den Memoiren;
    Die Einsamkeit des Wortes schwindet,
    wenn ein Gedicht die Menschen verbindet.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg
    und ein schönes Wochenende 😀

    Liebe Grüße

    Neşe Tüfekçiler



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