Auszeichnung

MiGAZIN gewinnt Grimme Online Award 2012

MiGAZIN gewinnt die wichtigste Auszeichnung für Internetpublizistik – den Grimme Online Award 2012 in der Kategorie „Information“. MiGAZIN füllt eine Lücke und gibt den Migranten eine Stimme, lautet die Begründung der Jury.

„Mehr MiGAZIN, weniger Sarrazin.“ Mit diesen Worten schloss Richard Gutjahr seine Laudatio für das MiGAZIN am Mittwochabend in Köln ab. Ausgezeichnet wurde publizistische Qualität im Netz und MiGAZIN gewann in der Kategorie „Information“ die wichtigste Auszeichnung für Internetpublizistik, den Grimme Online Award 2012.

Die Begründung der Jury: „Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung“.

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Stellvertretend für viele andere
Die Redaktion schaffe mit ihren Sichtweisen neue Einblicke in ein emotionales Thema, ohne selbst der Versuchung zu erliegen, in Extreme abzurutschen. Sie helfe Klischees abzubauen. „Diese Migranten stehen stellvertretend für viele andere und für deren stille und erfolgreiche Integration in Deutschland. Es ist ein Magazin von Migranten für Migranten, aber auch für Deutsche, die sich für Probleme, Sorgen und Erfolgsgeschichten der Migranten in Deutschland interessieren“, so die Jury weiter.

Das MiGAZIN sei aber nicht nur ein Beispiel für die gelungene Umsetzung eines Themas, das viel zu selten unaufgeregt und neutral betrachtet werde. Die Jury abschließend: „Es zeigt auch, wie das Internet kulturelle Barrieren der Inhalteproduktion und -rezeption erfolgreich beseitigen kann. Die Chancen der Vernetzung und die (Wieder-)Entdeckung authentischer Inhalte werden im MiGAZIN vortrefflich umgesetzt. Die Jury kann sich vorstellen, die Inhalte auch auf weitere Migrations-Nationalitäten als die türkische auszudehnen und hofft, dass das MiGAZIN Vorbild für andere Projekte dieser Art ist.“

Im Namen aller MiGMACHER
Chefredakteur Ekrem Şenol nahm den Preis im Namen aller MiGMACHER entgegen: „Dieser Preis ist ein Verdienst aller Autorinnen und Autoren, die MiGAZIN mit ihren Ideen, Themen und Texten mitgestalten – kurz: migmachen. Schon die Nominierung für den Award aus über 1900 Internetseiten war für uns eine große Sache. Dass wir nun auch noch den Preis bekommen, ist angesichts der namhaften Konkurrenz umso schöner.“

Nominiert waren in der Kategorie „Information“ unter anderem die App der Frankfurter Rundschau, die Mensch-Maschine aus Spiegel Online, @reporterZDF, klimaretter.info oder die Tagesschau App, die den Publikumspreis gewann. Weitere Gewinner des Abends waren Zukunft Mobilität, 140 Sekunden, berlinfolgen, Amazonien, Lobbypedia, MusikTraining und Memory Loops. (bk)