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TV-Tipps des Tages

09.05.2011 – Türkei, Kopftuch, Islam, Ausländer, Bundeswehr, Roma, Integration

TV-Tipps des Tages sind: Wir sitzen im Süden: Deutschland/Türkei; Kinder heute; Die zwölfjährige Azza ist gefangen zwischen zwei Kulturen, der liberalen ihrer holländischen Mutter und der streng islamischen ihres ägyptischen Vaters; Wohin marschiert die Armee? Unerwünscht:Eigentlich ein Morgen wie jeder andere für Gisela, ein junges Roma-Mädchen, und ihren Bruder Iacob

VONÜmit Küçük

DATUM9. Mai 2012

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Wir sitzen im Süden
Dokumentarfilm (Dokumentarsendung/Feature – Spielfilm – Lebensstile/-entwürfe)
Deutschland/Türkei 2009 10:30-12:00 • ZDFkultur

Kinder heute
Die zwölfjährige Azza ist gefangen zwischen zwei Kulturen, der liberalen ihrer holländischen Mutter und der streng islamischen ihres ägyptischen Vaters.

Dokumentationsreihe – Der erste Liebeskummer. Die Eltern lassen sich scheiden. Probleme in der Schule. Das Leben von Kindern und Jugendlichen ist voller Fragen, Wünsche und Zweifel. ARTE Junior zeigt eine Dokumentationsreihe über Themen, die Kinder und Jugendliche im Alltag beschäftigen: Liebe, Freundschaft, Sex, Tod, Ausgrenzung und Mobbing. Die bewegenden, spannenden und teils lustigen Kurzdokumentationen porträtieren Kinder zwischen acht und 14 Jahren, die vor wichtigen Entscheidungen in ihrem Leben stehen.

Die zwölfjährige Azza ist gefangen zwischen zwei Kulturen, der liberalen ihrer holländischen Mutter und der streng islamischen ihres ägyptischen Vaters. Sie besucht eine islamische Grundschule, will aber nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule gehen, in der niemand ein Kopftuch trägt. Wird sie der Kultur ihres Vaters die Treue halten oder sich gegen das Kopftuch entscheiden?

Die Dokumentationsreihe „Kinder heute“ befasst sich mit Problemen, Fragen und Unsicherheiten, vor denen Kinder und Jugendliche stehen: „Meine Eltern lassen sich scheiden – zu wem soll ich ziehen?“ „Ich bin als Junge geboren und fühle mich als Mädchen. “ „Soll ich Kopftuch tragen oder nicht?“ Gar nicht so einfach, denn viele Entscheidungen haben weitreichende Folgen. In der Reihe kommen Kinder zu Wort, die vor einem Wendepunkt ihres Lebens stehen und lernen, was es bedeutet, Entscheidungen zu treffen. Dokumentiert wird die Welt der Kinder von heute, die spontan, voller Energie, manchmal unsicher, manchmal verängstigt – aber immer voller Überraschungen sind. 12:30-12:47 • arte

Wohin marschiert die Armee?
Die Debatte war kurz, und am Ende stimmte eine überwältigende Mehrheit der Union dafür. Die schwarz-gelbe Bundesregierung verabschiedet sich nach über 50 Jahren von einem Markenzeichen konservativer Sicherheitspolitik, der Wehrpflicht. Und auch sonst wird die einstige „Schule der Nation“ radikal umgebaut.

Statt wie bislang 240000 Soldaten sollen künftig nur noch gut 160000 Berufssoldaten Deutschlands Sicherheit – auch im Ausland – verteidigen. Die kleinere Armee muss zudem die Interessen unserer Nation besser sichern. „Der Bedarf an Rohstoffen steigt ständig“, sagt etwa Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg.

Mögliche Folgen der Verknappung der Rohstoffe „seien für uns von strategischer Bedeutung.“

Deswegen will der forsche Minister die Armee ziemlich umkrempeln. Die Hälfte aller Stellen im Verteidigungsministerium sollen gestrichen werden, weil das Ministerium „systematisch überstrapaziert“ und „nicht erfolgsfähig“ sei. So urteilt die von zu Guttenberg eingesetzte Strukturkommission der Bundeswehr. Sie stellt auch der Verwaltung ein vernichtendes Zeugnis aus. Gleich ob es um die Bestellpraxis von Flugzeugen, Hubschraubern oder Panzern geht. Stets kommen die Lieferungen um Jahre zu spät, dafür aber um Milliarden teurer. Und auch sonst diagnostiziert der Bericht in der Truppe ein über Jahre gepflegtes organisatorisches Chaos von doppelter militärischer und politischer Führung.

Fernseh- und Grimmepreisträger Hubert Seipel hat Politiker, Planer und Soldaten besucht. Sein Film „Wohin marschiert die Arme“ ist mehr als eine Bestandsaufnahme einer Armee, die jahrelang zwischen Vernachlässigung und Überforderung marschierte. Denn noch immer ist unklar: Was ist eigentlich die Aufgabe der Bundeswehr? Und: Wer wird eigentlich in der neuen Armee freiwillig Berufssoldat? 13:30-14:00 • PHOENIX

Unerwünscht
Kurzfilm – Eigentlich ein Morgen wie jeder andere für Gisela, ein junges Roma-Mädchen, und ihren Bruder Iacob. Aber seit einigen Tagen herrscht in ihrem Camp die Angst, dass eine Ausweisung unmittelbar bevorsteht. Dennoch gehen Gisela und ihr Bruder wie jeden Morgen in die Schule …

„Unerwünscht“ ist ein Kurzfilm, der auf einer wahren Begebenheit beruht, die sich 2004 zugetragen hat: Die Verhaftung von zwei Roma-Mädchen innerhalb eines Schulgebäudes, während ihr Camp von den Ordnungskräften gewaltsam geräumt wurde.

Ausweisungen von Roma sind leider an der Tagesordnung, und oft sind sie gewaltsam. Misstrauen, Verachtung und Rassismus sind den Roma gegenüber keine Seltenheit. Mit dem Eindringen in ein Schulgebäude brachen die Behörden allerdings erstmals eine ungeschriebene Abmachung. Dabei sind die Roma EU-Bürger und die Ausweisungen völlig sinnlos – meist sind sie einige Stunden später wieder frei und bauen ihr Camp an anderer Stelle wieder auf.

Zum Film kam David Roux über die Arbeit als Regieassistent bei diversen Kurz- und Spielfilmen. Im Anschluss arbeitete er von 2002 bis 2006 bei Initiative Film, einer Beratungsfirma für Filmschaffende, als Leiter der literarischen Abteilung. Seither hat er vor allem als Drehbuchautor gearbeitet, vor allem für den Film „Donde esta Kim Basinger?“ von Edouard Deluc, der 2010 den Grand Prix beim Kurzfilmfestival von Clermont-Ferrand gewann. 04:35-04:47 • arte

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