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Erstmals

Übersicht über Migrantenorganisationen

Erstmals liegt in Deutschland eine Übersicht über Migrantenorganisationen vor. Auf Initiative Maria Böhmer wurden Informationen zu 32 Migrantenorganisationen zusammengestellt, die als überregional arbeitende Dachverbände und Netzwerke in Deutschland aktiv sind.

Erarbeitet wurde die Übersicht von „MOZAIK“- einer gemeinnützigen Gesellschaft für Interkulturelle Bildungs- und Beratungsangebote. Die Publikation wurde am Mittwoch bei einem der Treffen von Staatsministerin Maria Böhmer (CDU) mit Vertretern von Migrantenorganisationen im Bundeskanzleramt vorgestellt.

„Die Migrantenorganisationen sind ein wichtiger Partner bei unserer Integrationspolitik. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Zusammenhalts“, betonte Böhmer. Viele der Migrantenorganisationen hätten sich von einer Brücke in die alte Heimat zu einer Brücke in die Gesellschaft entwickelt.

„Die Organisationen pflegen die sprachlichen und kulturellen Traditionen. Gleichzeitig engagieren sie sich in Integrationsprojekten und binden das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder ein. Für Migrantinnen und Migranten der ersten Generation sind die Vereine weiterhin ein Stück Heimat. Die zweite und dritte Generation engagiert sich in Migrantenorganisationen, weil sie ein Teil Deutschlands ist und ihrer Stimme Gehör verschaffen möchte“, erklärte die Staatsministerin.

Download: Die Übersicht „Migranten(dach)organisationen in Deutschland“ steht kostenfrei als PDF-Datei bereit und kann hier heruntergeladen werden.

„Die Bedeutung der Arbeit der Vereine für das Gelingen von Integration findet in unserem Land breite Anerkennung. Die Organisationen werden häufig angefragt, an Gremien und Beiräten mitzuwirken oder in Projekten mitzuarbeiten. Die jetzt vorliegende Übersicht informiert insbesondere umfassend über Strukturen und inhaltliche Schwerpunkte der Vereine“, so Böhmer.

Auch die Motive für die Gründung der Migrantenorganisationen werden genannt. Zugleich stellt die Publikation Vorschläge zur Verbesserung der Integration und interkulturellen Öffnung aus Sicht der befragten Organisationen dar. Die Zusammenstellung sei nicht abschließend und könne bei Bedarf aktualisiert und ergänzt werden, teilt die Bundesregierung mit. (ua)