MiGAZIN

Migration und Integration in Deutschland

Es waren vor allem die übrig gebliebenen einheimischen Geringqualifizierten, die die Gastarbeiter als ungeliebte Konkurrenten empfanden.

Stefan Luft, Staat und Migration, 2009

Brückenbauer

Gedankenschnipsel à la Gonca

Gonca Mucuk glaubte, die Türkin in ihr besiegt zu haben – sie kam nie mehr zu spät. Doch dann wurde sie rückfällig. Wie es dazu kam, schreibt sie in ihrer Brückenbauer-Kolumne.

VONGonca Mucuk

 Gedankenschnipsel à la Gonca
Die Autorin ist 1976 in Korbach geboren und im Alter von sechs Monaten mit ihrer Familie nach Köln gezogen. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass ihre Eltern aus den unterschied- lichsten Ecken der Türkei stammen, bezeichnet sie sich selbst als Kölnerin mit doppeltem Migrationshinter- grund. Als direkt gewähltes Mitglied des Kölner Integrationsrates (2004-2009) begann sie sich politisch mit dem Thema Integration auseinander- zusetzen. Seit den Kommunalwahlen 2009 führt sie dies als Integrationspo- litische Sprecherin der SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat fort und sitzt zudem im Jugendhilfeausschuss und bis vor kurzem im Ausschuss für Schule und Weiterbildung. Die alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen befindet sich beruflich im Aufbau ihrer Agentur Namens codeswitcher | Büro für interkulturelle Kommunikation. Sie schreibt für das Forum der Brückenbauer, ein multieth- nisches und multikonfessio- nelles Netzwerk von Führungskräften aus Migrantenverbänden, die sich in vielen Kommunen, auf Länder- und Bundese- bene für Integration engagieren. Hervorgegang- en ist das Forum aus dem Teilnehmerkreis des Leadership-Programms der Bertelsmann Stiftung für junge Führungskräfte aus Migrantenorganisationen. Das Forum versteht sich als visionärer, multiperspekti- vischer Impulsgeber zur Verwirklichung einer Gesellschaft, in der allen Menschen klar ist: „Es geht um die eine Gesellschaft, in der wir alle leben! Es geht um unsere gemeinsame Zukunft!“

DATUM19. April 2012

KOMMENTARE21

RESSORTAktuell, Meinung

SCHLAGWÖRTER , ,

DRUCKENAnsicht

MEHR ZUM ARTIKEL

DANKE,
ich möchte MiGAZIN auch in Zukunft lesen!

Ich bin dran mit dem Schreiben. Und wie immer bin ich zu spät… Diesmal mit der Abgabe dieser Kolumne… Dabei hasse ich es, zu spät zu sein, doch passiert mir dies in letzter Zeit wieder häufiger. Ich sage „wieder“, da ich mir durch jahrelanges Training das Zu-Spät-Kommen und Fristen-Nicht-Einhalten fast abgewöhnt hatte. Ich hatte es tatsächlich geschafft, diesbezüglich „die Türkin“ in mir zu besiegen… Doch manchmal wird man rückfällig. Es gibt Umstände im Leben, die längst abgelegte Gewohnheiten wieder aufblühen lassen, oder aber ganz neue ungeahnte Seiten und Verhaltensweisen in Einem ans Tageslicht befördern.

Nun denn, einer der Gründe für die Verspätung ist die Freiheit, selbst entscheiden zu können, worüber ich schreiben darf. Ich meine es gibt so unendlich viele Themen, die mich interessieren, zu denen ich gerne meine Meinung äußern würde oder aber fachkundig bin. Wie soll ich mich da entscheiden und zu Potte kommen? Ja, die Freiheit ist ein kostbares aber auch verantwortungsforderndes Gut.

Ursprünglich hatte ich einige Themenvorschläge eingereicht, doch das Brückenbauer-Redaktionsteam überließ den AutorInnen selbst die Themenwahl. Und eigentlich hatte ich vor einigen Wochen schon mit dem Schreiben angefangen… Eigentlich..
Ein Sammelsurium an Presse-Headlines und Vorurteilen, alles im Bezug auf „unser Kernthema“, der Integration. Thematisch ist da ja eine große Vielfalt geboten! Die Medienberichte, die Politik, aber auch der schlichte Alltag als BürgerIn mit Migrationshintergrund bietet uns jeden Tag etlichen neuen Stoff. Ob es die aktuelle und im Höchstmaß fragwürdige Gratis-Koran-Verteilung in unseren Städten ist oder aber die Tatsache, dass für die Opfer der NSU-Morde nun Gedenktafeln aufgestellt werden sollen und die erste Tafel für die getötete Polizistin -die rein zufällig Deutsche war – aufgestellt wurde. Aber auch die nicht mehr enden wollende Debatte über die integrationsunwilligen Muslime oder das Buch des Herren S. nicht zu vergessen, die massenhaft zwangsverheirateten Frauen oder gar Mädchen und natürlich auch die steigende Kriminalität durch Migranten-Jugendliche. Ein weiteres immer wiederkehrendes und beliebtes Thema ist, der Zwang für bestimmte Personengruppen Deutsch zu lernen, beispielsweise die türkisch- oder arabischsprachigen. Die Englischsprachigen müssen nicht… Ach ja, zu guter Letzt der permanente Trugschluss, dass Integration nur durch Bildung möglich wäre und dann aber auch gesichert sei… ts ts ts…

Ich könnte noch zig Beispiele und die dazugehörigen Gegenargumente liefern, könnte unendlich darüber debattieren und mache dies auch immer wieder. Nicht gern, aber eben immer wieder…

Ich will es aber in diesem Kontext sein lassen. Denn die MiGAZIN-LeserInnen und meine KollegInnen von den Brückenbauern kennen die gesamte Debatte in und auswendig und den meisten hängt es auch schon zum Halse raus. Der Begriff Integration und dessen inflationärer Einsatz ist kaum noch zu ertragen. Aber auch, dass Integration meistens mit Migration gleichgestellt wird und Vielfalt sich überwiegend auf die ethnische oder religiöse Vielfalt bezieht und die Vielfalt an sich innerhalb unserer Gesellschaft völlig außer Acht gelassen wird, ist für mich unverständlich und nervt mich zunehmend. Es gibt in unserer Gesellschaft eben nicht DEN Deutschen oder DEN Migranten oder DEN Schwulen oder DEN Behinderten oder oder oder… Die Lebensformen und -realitäten sind so vielfältig wie Menschen nun mal sind, unabhängig vom Geschlecht, der sexuellen Orientierung, der ethnischen und auch der sozialen Herkunft. So einfach ist das.

Allerdings muss ich hier darauf hinweisen, dass dies auch eine Art Luxus-Diskussion ist, die wir führen. Ja, es gibt nämlich tatsächlich weitaus wichtigere Dinge im Leben als über die gelungene oder misslungene Integration zu debattieren. Beispielsweise das Sichern der eigenen Existenz. In Zeiten in denen die Armut in unserem eigentlich so reichen Land immer größer wird und vor allem Kinder und alleinerziehende Frauen und RentnerInnen davon betroffen sind, gibt es keinen oder kaum Platz für solche Gedankengänge.

Da geht es vielmehr darum, wie man es schafft, die nächste Miete zu begleichen, oder am Monatsende Lebensmittel einzukaufen, oder aber die Klassenfahrt für das Kind zu bezahlen und so weiter und so fort… Um es in einem Satz zu sagen: Es geht ums Überleben.

Ein weiterer Grund für die verspätete Abgabe der Kolumne ist der Erfolgsdruck, den ich mir gemacht habe. Was schreibst Du? Wie schreibst Du? Wirst Du auf ein politisches Thema eingehen? Wirst Du Deinen Artikel mit vielen vielen Fremdwörtern schmücken, um möglichst intellektuell rüber zu kommen? Wird man Dich überhaupt lesen und wenn ja wird es den LeserInnen gefallen? Fragen über Fragen, die natürlich dazu verleiten, sich noch weitere Gedanken um den Inhalt und die Form der Kolumne zu machen. Schließlich möchte man -nein ich- möchte ja nicht schlecht wegkommen… Aber darf man diese Bedenken überhaupt so formulieren und veröffentlichen? Letztendlich habe ich mich entschlossen, das was ich schreiben wollte und so wie ich es schreiben wollte und zwar ganz aus meiner Laune heraus zu schreiben und hoffe, dass es gelesen wird.

Und der letzte aber nicht unerheblichste Grund ist schlichter Zeitmangel. Als Alleinerziehende mit zwei Kindern, die sich mitten im Aufbau ihrer Agentur befindet und dann noch ein politisches –wohlgemerkt ehrenamtliches- Mandat ausführt, ist das kostbarste Gut die Zeit. 24 Stunden für einen Tag sind einfach zu wenig.

Die Rahmenbedingungen für die Vereinbarung von Familie und Beruf sind schlecht in unserem Land. Rahmenbedingungen für die Vereinbarung von Alleinerziehenden und dem Beruf und dann noch einem politischem Ehrenamt sind schlichtweg nicht mal gegeben. Ohne meine Familie und Freunde, also meine persönlichen Netzwerke, könnte ich das gar nicht bewerkstelligen. Und dennoch gibt es Tage, an denen es nicht so wie geplant läuft, dann verschieben sich eben auch Zeitpläne für die Abgabe von Kolumnen.

Testen Sie den kostenlosen MiGAZIN Newsletter:

21 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Albrecht Hauptmann sagt:

    @Biker

    Wie dem auch sei, wir Deutschen wollten niemals so viele Türken hier haben. Das wurde über unsere Köpfe hinweg bestimmt. Kein Wunder, dass Unmut im Volke herrscht. Wenn Sie wenigstens hier mal ankommen würden! Manchmal scheint es, als ob die Türken immer noch auf gepackten Koffern sitzen.

  2. Optimist sagt:

    „…Manchmal scheint es, als ob die Türken immer noch auf gepackten Koffern sitzen….“

    Teilweise richtig, denn wir bekommen immer wieder vorgeführt, daß wir niemals willkommen sein werden, egal wie integriert oder assimiliert man ist, egal wie perfekt man deutsch spricht, ob die eigene Ehefrau(mann) ne Bio-Deutsche ist, ob man seit 50 Jahren hier ist, ob man nen studierter Akademiker mit nem Top-Job ist undundund. Warum? Weil auf dem Pass Ali und nicht Otto steht…

  3. Werner sagt:

    @Albrecht Hauptmann
    Dass die „Türken“ wie auch alle anderen Gastarbeiter in Deutschland blieben, war ja wohl eigenstes Interesse der deutschen Konzerne und Unternehmen, die diese fleißigen und hochengagierten Arbeitskräfte, die Arbeiten erledigten, für die keine Arbeiter zur Verfügung standen oder die den „Deutschen“ zu schmutzig waren, erledigt haben. Sie nach zwei Jahren zurückzusenden, wäre wirtschaftlich hoch ineffizient gewesen. Deswegen blieben sie – und dass ist auch gut so.
    Für die Verfehlungen einer nicht erfolgten Integrationspolitik zwischen 1955 und 1990 kann man heute ja wohl schlecht die damaligen Gastarbeiter verantwortlich machen!

  4. Albrecht Hauptmann sagt:

    „Teilweise richtig, denn wir bekommen immer wieder vorgeführt, daß wir niemals willkommen sein werden,“

    Was genau meinen Sie damit? Sollen wir Ihnen den roten Teppich ausrollen? Wo werde ich denn groß willkommen geheißen?

    „egal wie integriert oder assimiliert man ist, egal wie perfekt man deutsch spricht, ob die eigene Ehefrau(mann) ne Bio-Deutsche ist, ob man seit 50 Jahren hier ist, ob man nen studierter Akademiker mit nem Top-Job ist undundund. Warum? Weil auf dem Pass Ali und nicht Otto steht…“

    Stimmt nicht. Ich habe genug Türken in meinem Freundeskreis. Der Unterschied ist aber der, dass diese Türken sich nicht als Türken sehen, nicht als WIR, nicht als Migranten, die eine Extrawurst (im wahrsten Sinne des Wortes) wollen, sondern einfach Menschen sind. Sicher, wer sich durch Religion und Tradition ausgrenzt, wird natürlich von den anderen als Anderer gesehen. Stellen Sie sich vor, ich ziehe in die Türkei und weigere mich, Lamm und Rind zu Essen und bestehe auf Schweinefleisch. Überdies betone ich immer wieder meine deutsche Herkunft. Werde ich jemals dazugehören? Sicherlich nicht, wer kann es den Leuten verdenken.

  5. Optimist sagt:

    @ Albrecht H.

    Ja dann ziehen Sie doch mal nach Türkei, da können Sie mal sehen, was „Willkommen“ heißt. Schweinefleisch wird Ihnen in der Türkei niemand verwehren, Sie werden höchstens Probleme haben, welches zu finden. Die Gastfreundschaft mal aussen vor, jeder Türke wäre stolz auf Sie, wenn Sie sagten, daß Sie den türkischen Pass hätten. Die Menschen machen keinen Unterschied zwischen was auch immer. Die „originalen“ Türken sind ein Zusammenschluss aus über 70 verschiedenen Stämmen und Völkern usw. Der Türke definiert sich anders als der Deutsche. Daher ist Ihr Vergleich vollkommen daneben. Sie haben keine Vergleichsbasis.

  6. Iksipsilonzet sagt:

    Nach über 50 Jahren Türken in Deutschland wissen wir immer noch erschreckend wenig über deren Kultur und Religion, grenzen uns ab und begegnen ihnen mit Misstrauen..Das WIR und DIE Denken ist bei Deutschen weitaus ausgeprägter vorzufinden.ich finde es sehr verständlich wenn man sich als Türke in Deutschland nicht sehr wohl fühlt und auswandert, das Problem ist aber dass sozial schwächere und Bildungsferne Migranten auch im Ausland wenig Perspektiven haben und die Auswandung hoch qualifizierter Migranten Deutschland schadet! Ich habe einige Zeit in Istanbul gearbeitet und kann bestätigen dass deutsche Gemeinden dort sich extrem abschotten, man als Ausländer mit wenig Türkischkenntnissen aber sehr hilfsbereit Willkommen geheißen wird. Es macht mich traurig dass einige Menschen tatsächlich noch so beschränkt denken und einige Kommentare hier sind mir e cht peinlich, da schämt man sich glatt Deutsch zu sein! Gastarbeiter sind geblieben, na und? Schlimm ist daran nur dass Deutschland versäumt hat ihre Potenziale zu fördern und zu nutzen, sie zum Teil der Gesellschaft zu machen! Oben geht es unter anderem um Schweinefleischverzehr als Integrationsindiz, gehts noch? ein Wunder dass einige Kommentatoren überhaupt MiGAZIN lesen, inhaltlich sind die Kommentare so flach und passen eher zur ….! ich finde alle die was dagegen haben dass Deutschland ein pluralistisches Land ist und nicht bereit sind ein multikulturelles Zusammenleben zu führen, können gerne auswandern, Idioten haben wir genug!ausserdem assimilieren und integrieren wir Deutschen uns ja angeblich überall problemlos..haben wohl ein bestimmtes Gen dazu 🙂
    Leute, steht auf und mischt euch unters Volk, kommt in der multikulturellen Realität Deutschlands an!

  7. Mel sagt:

    Viel interessanter ist ja, dass es fast egal ist, was der Artikel inhaltlich umfasst. Die Kommentare, die darunter landen, sind völlig austauschbar. Sie sind in ähnlicher Form auch unter vielen anderen Artikel zu finden.

    Irgendwie stehengeblieben.

    Irgendwie massenmedien- und „ich bin zu faul zum Denken“-konform.
    Das Schöne ist, dass diese Schreiberlinge überzeugt davon sind, es sei tatsächlich ihre ureigenste Meinung.
    Irgendwie „wenn ich einen wirklichen Lebensinhalt hätte, würde ich keine Plattitüden bemühen“.

    Irgendwie langweilig.
    Irgendwie peinlich.
    Irgendwie Zeitverschwendung.
    Irgendwie inhalts- und wertlos.
    Irgendwie Hamsterrad und Beweis für die Wirksamkeit simpelster Maßnahmen für das Ausrichten von Herden. Blök und Grunz.
    Ablenk-, Selbstbeschäftigungsmanöver und Entwicklungshemmer Erfolge. Irgendwie.

    […]

  8. Albrecht Hauptmann sagt:

    @Optimist

    „Ja dann ziehen Sie doch mal nach Türkei, da können Sie mal sehen, was “Willkommen” heißt.“

    ich war in der Türkei, nicht nur einmal. Ich wurde teilweise richtig gut behandelt, teilweise richtig mies verarscht.

    „jeder Türke wäre stolz auf Sie, wenn Sie sagten, daß Sie den türkischen Pass hätten.“

    DAS denke ich mir…. die Nationalstaaterei ist bei den Türken weitaus ausgeprägerter, als bei uns.

    „Die “originalen” Türken sind ein Zusammenschluss aus über 70 verschiedenen Stämmen und Völkern usw. Der Türke definiert sich anders als der Deutsche.“

    Und dann werfen Sie den Deutschen vor, dass sie hinsichtlich ethnischer Vielfalt nicht so denken wie die Türken? Komische Logik…

  9. Selma Y. sagt:

    Liebe Gonca,
    deinen Beitrag habe ich sehr gerne gelesen. Vielen lieben Dank.

  10. Ralleff sagt:

    Ohje,

    Hier scheinen sich einige (wenige) beharrlich zu weigern, an der Realität auch nur als Gast teilzunehmen. Dabei scheinen sie nur Opfer medialer Beeinflussung zu sein.

    Folgender Gedankengang:
    Bei der „Integrationsdebatte“ wird immer wieder in Zweifel gezogen, dass die Zahl der positiven Integrationsbeispiele (darüber wird nur selten berichtet) die der negativen (darüber wird wesentlich häufiger berichtet) deutlich überwiegt. Das ist aber so, wie die steigenden Zahlen türkischer Gymnasiasten und Studierender belegen. Die Zahl der Kriminellen will selbst bei noch so intensiver Durchforstung polizeilicher Kriminalitätsstatistiken aber nicht steigen. Und dass es in einer Kölner Geschäftsstraße alleine mehr türkischstämmige Freiberufler (allesamt bestens integriert) gibt als jugendliche Intensivstraftäter im gesamten Stadtgebiet, steht auch nicht unbedingt auf Seite 1 der Gazetten, ist aber ebenfalls so.

    Integration fängt im Kopf an und da scheinen wir Deutsche noch einige feste Balken zu besitzen, die unseren Blick trüben. Wer aber selbst Integration nicht zulässt, weil er sich von Vielfalt bedroht fühlt, sollte die Schlichtheit seines eigenen Intellekts nicht unbedingt anderen überstülpen wollen. Mich und viele andere würde das beleidigen, wir haben schließlich nicht umsonst studiert und nennen uns Akademiker.

    Insgesamt aber gebe ich der Autorin absolut Recht. Es ist ein „Luxus-Problem“. Die Integration funktioniert, das sehe ich jeden Tag. Dass sie scheitert lese und höre ich von anderen. Medien aber sind, ich zitierte einen guten alten Freund, „Leben aus zweiter Hand“. Ich bevorzuge Ersteres.


Seite 2/3«123»

Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Vielen Dank!

Ihr Kommentar dazu:

MiGAZIN

Ziel und Zweck von MiGAZIN ist die Förderung der politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Partizipation von Migrant(inn)en in der Aufnahmegesellschaft. In diesem Sinne soll MiGAZIN die Kommunikation fördern und füreinander sensibilisieren. Mehr über uns...

MiGMACHEN

Die Redaktionsmitglieder von MiGAZIN haben vor allem eins gelernt: Wer über sein Wissen und seine Erfahrungen schreibt, lernt immens dazu. Die kritische Diskussion mit Lesern eröffnet neue Horizonte. Daher hat das MiGAZIN-Team die Aktion-MiGMACHEN ins Leben gerufen. Hier bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, MiGAZIN als Autor, Pate oder Jungautor mitzugestalten. Nähere Informationen...

GRIMME Online Award 2012

    Begründung der Jury: "Über Migranten und Migration wird in Deutschland viel gesprochen. Vor allem von Deutschen. Im Chor der vielen und oft sehr lauten Stimmen fehlen aber zumeist die der Migranten. Und genau diese Lücke füllt das MiGAZIN mit qualitativ hochwertigen Texten und verständlicher Berichterstattung." Weiter ...