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Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Deutsche Presse

14.04.2012 – Koran, Türkei, Salafisten, Burak B, Ausländer, Grass, KRM, Nazi

Nicht nur Oma Ayşe hat spezielle Bedürfnisse; KRM: „Instrumentalisierung des Koran ist abzulehnen“; Beisetzung von Mordopfer Burak B. in Neukölln; Vorwürfe gegen Salafisten wegen Koranverteilung; Respekt für Herrn Grass; Tote in Syrien trotz Waffenruhe; Europa: Türkei seit 25 Jahren nur „Freund vor der Tür“

VONÜmit Küçük

DATUM14. April 2012

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Die Themen des Tages sind:

Immer mehr MigrantInnen werden pflegebedürftig. Die Dienste müssen sich ändern. Der Traum vieler türkischer MigrantInnen vom Lebensabend am Bosporus verblasst langsam.

Anwohner und Bürgerinitiativen rufen zur Spontan-Demo gegen Neonazis, die am Abend durch Marienfelde marschieren wollen. Auch im Süden Neuköllns ziehen Linke gegen rechte Gewalt durch den Bezirk.

Sie hat Grund zu lachen. Ingrid Bohsung hat schon vielen Flüchtlingen einen Aufenthalt in Baden-Württemberg ermöglicht. Denn sie kennt das letzte Schlupfloch: die Härtefallkommission des Landes, die nicht nur Paragrafen, sondern auch die menschlichen Schicksale dahinter berücksichtigt.

Der Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime, Ali Kizilkaya, hat nichts gegen die Verteilung der Korane einzuwenden. Aber die Salafisten sieht er dennoch als problematische Gruppe.

Unter deutschen Muslimen ist ein Streit darüber ausgebrochen, wer ihre Religion an Schulen unterrichten darf. Nicht nur Englisch oder Mathematik sollen Muslime in der Schule lernen, sondern auch den Islam. Für dieses Recht macht sich Lamya Kaddor seit Jahren stark.

Die Ahmadiyya-Gemeinde hat einen erneuten Versuch gestartet, in Hanau eine Moschee zu bauen. Gefunden hat die Gemeinde dafür ein Privatgrundstück in der Lise-Meitner-Straße in Großauheim.

Das 22-jährige Opfer der Todesschüsse von Buckow wurde am Nachmittag beigesetzt. In stiller Trauer nahmen hunderte Menschen Abschied. Unterdessen haben die Ermittler eine ungewöhnlich hohe Belohnung für entscheidende Hinweise ausgelobt.

Salafisten verteilen Korane und Neonazis rufen zu einem „islamkritischen Karikaturenwettbewerb“ auf. Da plagt die Sicherheitsbehörden die Sorge vor neuen Spannungen.

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) will gegen die als radikal-islamistisch geltenden Salafisten mit aller Entschiedenheit vorgehen. «Wir müssen alles dran setzen, die extremistischen Aktivitäten salafistischer Missionierungsvereine und -netzwerke zu unterbinden».

In deutschen Sicherheitsbehörden mehren sich die Bedenken gegen die Werbungsbemühungen von Islamisten. Salafistische Muslime haben in deutschen Städten mehrere Millionen Exemplare des Koran verteilt.

Die CDU-Führung steht zum umstrittenen Betreuungsgeld und will ihr Bekenntnis dazu am Montag beschließen. Außerdem kündigt sie eine weitere neue familienpolitische Maßnahme an.

Der am Montag beginnende Prozess gegen den rechtsgerichteten Massenmörder Anders Breivik stellt Norwegen nochmals auf die Probe. Zehn Wochen lang soll der Prozess dauern. Schlimme Erinnerungen werden dann wieder wach.

In den Umbruchländern sind die Islamisten auf dem Vormarsch. Der Nordafrika-Experte Hanspeter Mattes zu den Entwicklungen in Marokko, Tunesien und Ägypten.

Die Waffenruhe in Syrien ist weiter brüchig, schwere Gefechte hat es aber bis zum Freitagabend nicht gegeben. Nach dem wöchentlichen Freitagsgebet kam es zu Spannungen, als Einheiten der Armee versuchten, Kundgebungen zu verhindern.

Am 14. April 1987 stellte die Türkei den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft. 25 Jahre später scheidet die Beitritts-Frage nach wie vor die Geister.

Am Donnerstag ließ der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit der Forderung aufhorchen, die NATO solle die Grenzverletzungen durch die syrische Armee als kollektiven Verteidigungsfall betrachten – und die Grenze militärisch sichern.

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