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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU), Deutsche Presse-Agentur (18.01.2013)

Türkische Presse Türkei

12.04.2012 – Gül, Erdoğan, Eurasien Wirtschaftsgipfel, Ceylan, Tsunami

Die Themen des Tages sind: Gül empfing Demirören; Erdoğans China Reise; 15. Eurasien Wirtschaftsgipfel; Neue Auszeichnung für Regisseur Nuri Bilge Ceylan; Der erste türkische Elektrobus; Asien wird erschüttert, Amerika zittert; Syrien-Krise: Annan-Plan und sein Resultat; Erdoğan besucht in Shanghai das Institut für Internationale Studien

VONBYEGM, TRT

DATUM12. April 2012

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Gül empfing Demirören
Der neue Präsident des Türkischen Fußballverbands Yıldırım Demirören hat dem Staatspräsidenten Abdullah Gül in seinem Amt besucht.

An dem Treffen im Präsidentenhaus waren unter anderem die stellvertretender TFF-Vorsitzender Ufuk Özerten und Servet Yardımcı und Vorstandsmitglieder beteiligt. Vor dem Treffen überreichte Demirören dem Staatspräsidenten Abdullah Gül ein Plakat.

Erdoğans China Reise
Am letzten Tag seiner China-Reise besuchte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, in Shanghai das Institut für Internationale Studien. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan erhielt die Ehrendoktorwürde. Später eröffnete der Ministerpräsident die Türkische Abteilung im Institut und kam mit chinesischen Jugendlichen zusammen. Nach eigenen Angaben, wolle Erdoğan auch das Yunus Emre Kulturzentrum in China eröffnen, das die türkische Sprache und Kultur bekannt macht. Erdoğan kündigte die finanzielle Unterstützung der türkischen Abteilung im Institut an.

In seiner Rede wies Erdoğan auf den Stand der bilateralen Beziehungen hin. Die Türkei und China wiesen Ähnlichkeiten nicht nur hinsichtlich der Geschichte auf. Beide Staaten bemühten sich als politische Akteure um einen Weltfrieden. Mit Hinweis auf den wirtschaftlichen Engpass in vielen europäischen Staaten, betonte der Ministerpräsident, dass die Türkei und China Rekordzahlen im Wachstum erzielt haben. Die Türkei und China müssten das bilaterale Handelsvolumen erhöhen. Hierfür müssten chinesische Unternehmen in die Türkei investieren. Nach Abschluss seiner dreitätigen Kontakte in China, kehrte Ministerpräsident Erdoğan in die Türkei zurück.

15. Eurasien Wirtschaftsgipfel
Der 15. Eurasien Wirtschaftsgipfel hat gestern in İstanbul begonnen. An dem Gipfel in İstanbul nehmen hochrangige Funktionäre aus rund 50 verschiedenen Ländern teil. An dem Gipfel sollen die globalen wirtschaftlichen Probleme in die Hand genommen.

Unter den Teilnehmern befinden sich auch Parlamentspräsident Cemil Çiçek und Europaminister Egemen Bağış. Es sollen dabei Themen von Wirtschaft zur Energie, Frauenrechte bis zum interkulturellen Dialog erörtert werden.

Zu Beginn der Konferenz haben Parlamentspräsident Cemil Çiçek und Europaminister Egemen Bağış jeweils eine Rede gehalten.

Çiçek sagte, obwohl die in 2008 begonnene Wirtschaftskrise die 20 jährigen Gewinne überschattet haben, müssten die Staaten dies als eine Mahnung annehmen. Nun sei es nicht mehr möglich, Krisen alleine zu bewältigen. Die von der Abhängigkeit verursachten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Interaktionen würden eine gemeinsame Lösungssuche notwendig machen, so Çiçek.

Europaminister und Chefunterhändler Egemen Bağış seinerseits betonte, man könne die Unruhen im benachbarten Syrien nicht ignorieren. Dem Menschheitsdrama in diesem Land müsse man von İstanbul, dem Herzen von Eurasien gemeinsam verhindert werden. Zur Beendung des Massakers in Syrien müsse man gemeinsam laut werden und die internationale Staatengemeinschaft in Einheit handeln. Er betonte außerdem, dass für ein Ende der Gewalt gegenüber unschuldigen Menschen in Syrien müssen alle Mitgliedsländer der Vereinten Nationen gemeinsam agieren.

Neue Auszeichnung für Regisseur Nuri Bilge Ceylan
Neue Auszeichnung für Regisseur Nuri Bilge Ceylan aus Frankreich. Der Verband der Kinoregisseure und Produzenten in Frankreich ehrte Nuri Bilge Ceylan mit dem Kinopreis 2012 “Carossee d’or“.

Der Preis soll Ceylan am 17. Mai beim Cannes Filmfestival übergeben werden. Doch vor der Preisübergabe soll der Film “Bedrängnis im Mai” gezeigt werden, mit dem Ceylan in Frankreich und Europa bekannt wurde.

Nuri Bilge Ceylan hatte bei den letztjährigen Filmfestspielen in Cannes für seinen Film “Einst in Anatolien” den Jury-Preis gewonnen. Der berühmte Regisseur hatte 2008 bei den Filmfestspielen in Cannes für seinen Filmbeitrag” Drei Affen” den Preis für die beste Regie erhalten.

Der erste türkische Elektrobus
Türkischer Hersteller von Omnibussen abgekürzt Otokar, hat einen Bus gebaut, der mit elektrischen Motor läuft. Somit wurde der Otokar die erste türkische Firma, die Elektrobusse hergestellt hat. Die Reichweite diese Busse betragen etwa 280 km.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Asien wird erschüttert, Amerika zittert
Radikal berichtet unter der Schlagzeile „Asien wird erschüttert, Amerika zittert“, Ende 2004 seien nach dem schweren Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami in Indonesien 170.000 und im Indischen Ozean etwa 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Gestern habe sich an fast derselben Stelle vor der Küste Sumatras erneut ein schweres Erdbeben der Stärke 8,6 ereignet. Das Epizentrum des Bebens habe in 33 Kilometer Tiefe, knapp 500 Kilometer vor der Küste der Provinz Aceh im Nordosten der Insel Sumatra gelegen. Dem Blatt seien nach dem Beben drei Mini-Tsunami registriert worden, die nur eine Höhe von jeweils 80 cm erreicht hätten. Auf der Insel Simuele nahe der Provinz Aceh habe sich an den Küsten das Wasser etwa 10 Meter zurückgezogen. Aber zum Glück sei es nicht zu dem befürchteten Tsunami gekommen, schreibt das Blatt weiter.

Annan-Plan und sein Resultat
In Zaman lesen wir unter der Schlagzeile „Annan-Plan und sein Resultat“ einen Kommentar des Kolumnisten Fikret Ertan über die Syrien-Krise und den Annan-Plan. Der Kolumnist beginnt seinen Artikel mit dem zweiten Punkt des Syrien-Friedensplans, der durch Unterstützung von Russland und China UN-Sicherheitsrat verabschiedet worden sei. Ertan schreibt: „In Punkt zwei heißt es: Beide Seiten müssen einem von den UN beobachteten Waffenstillstand zum Schutz der Zivilisten und Gewährleistung der Stabilität zustimmen. Hierzu müssen die syrischen Regierungstruppen aus den städtischen Kampfzonen abgezogen werden. Nach der Inkraftsetzung eines effektiven Inspektionsmechanismus der Vereinten Nationen muss die syrische Verwaltung mit dem Sondergesandten kooperieren. So lautet Punkt zwei. Aber obwohl das Assad-Regime den Plan akzeptiert hat, wird dieser Punkt nicht eingehalten. Denn ansonsten hätte die syrische Verwaltung die Truppen und schweren Waffen am 10. April bis 10 Uhr aus den Städten abgezogen. Aber der 10. April ist vergangen und die Angriffe halten an. Eigentlich hat das Assad-Regime aus einigen Orten die Waffen abgezogen, aber an anderen Orten wieder stationiert. Kurz können wir sagen, dass die syrische Verwaltung auf diese Weise versucht die internationale Gemeinschaft zu täuschen. Aber diese Handlungsweise ist für den Fortbestand von Assad notwendig. Denn ihm ist bewusst; wenn er die Truppen gänzlich abzieht und später nicht mehr eingreifen kann, wird er die Kontrolle über diese Orte an die oppositionellen Kräfte verlieren. Zumal es keine unabhängigen Personen oder Organisationen gibt, die diese Gebiete inspezieren können. Dabei hätte Annan dies vorher berücksichtigen müssen. Unterdessen hat Kofi Annan eine neue Frist gestellt, die von dem Assad-Regime akzeptiert wurde. Aber Assad wird wohl auch diese Frist nicht einhalten. Auf der anderen Seite erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, die Waffenruhe werde nicht der Abzug der Regierungstruppen aus den Städten bedeuten, sondern vielmehr der Beginn eines nennenswerten Abzugs. Moskau zufolge will das Assad-Regime zeigen, dass nicht auf internationalem Druck, sondern nach eigenem Kalender und Willen gehandelt wird. Zudem versuche das Regime somit seine Existenz zu verlängern. Aber mit der anhaltenden Unterstützung der syrischen Verwaltung schadet Russland sich selbst. Denn die Unterstützung für das Assad-Regime, dessen Schicksal besiegelt ist, wird zweifelsohne bei der syrischen Bevölkerung und den anderen arabischen Völkern zum weiteren Ansehensverlust Moskaus führen. Dasselbe gilt auch für den Iran. Kurz gesagt wird das Resultat des als „letzte Gelegenheit“ genannten Annan-Plans zur Lösung der Syrien-Krise heute größtenteils feststehen. Aber leider wurde das Resultat des Plans der Willkür und Nachsicht der syrischen Verwaltung überlassen“, schreibt der Kolumnist Fikret Ertan in seinem Artikel in Zaman weiter.

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