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10.04.2012 – Einbürgerung, NSU, Grass, Muslime, Integration, PKK, Türkei

Die Themen des Tages sind:

Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hat für eine leichtere Einbürgerung von Ausländern plädiert. Hürden müssten abgebaut werden, forderte er am Montag in einer Mitteilung.

Der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM) hat einen neuen Sprecher. Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrates, hat turnusgemäß das alle sechs Monate wechselnde Amt von seinem Vorgänger Bekir Alboga übernommen.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann wirft muslimischen Verbänden in Deutschland mangelnden Einsatz für die Integration von Zuwanderern vor. Zum Thema Leitkultur sagte der CSU-Politiker: „Multi-Kulti ist gescheitert.“

Das Bremer Projekt „Köftekosher“ vermittelt jüdischen und muslimischen Kindern, was Rassismus und Antisemitismus bedeuten und wie sie sich dagegen wehren.

Die Sehitlik-Moschee am Columbiadamm wurde am Wochenende erneut attackiert. An einen Zusammenhang mit früheren Anschlägen und Drohbriefen glauben Gemeinde und Polizei derzeit nicht.

In 35 deutschen Städten verteilten Islamisten am Wochenende Koran-Exemplare. Ihr Ziel: die Bekehrung des deutschen Volkes. Verbote umgehen sie mit einem simplen Trick.

Noch immer hat die Polizei keine Spur des Todesschützen von Neukölln. Sie geht jetzt in Buckow von Haus zu Haus. Viele Türken sind in Sorge, ein Neonazi könnte blind auf Burak B. gefeuert haben. Laut Zeugen soll der Täter 40 bis 60 Jahre alt sein.

Der NSU pflegte enge Verbindungen zu militanten Nazirockern. Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe vollstreckten die Ideen, die „Blood and Honour“ propagierte.

Die Töne in der Debatte um das Gedicht von Günther Grass werden werden immer schriller. Seine Denkmäler werden besprüht, die Friedensbewegung verteidigt den Dichter.

Im Atomkonflikt deutet der Chef der iranischen Atombehörde an, dass sein Land bei der Urananreicherung dem Westen etwas entgegenkommen könnte.

Der Leiter des staatlichen Religionsamtes in der Türkei, Mehmet Görmez, hat den saudischen Großmufti wegen dessen Äußerungen gegen Christen scharf angegriffen.

Auch die Türkei ist besorgt wegen des Engagements der Rebellenpartei – eine Intervention ist daher nicht ausgeschlossen. Es gibt laut Medienberichten Pläne für eine Pufferzone im Grenzgebiet. Die PKK droht mit Gewaltaktionen in der Türkei.

Syrische Soldaten haben am Montag auf ein türkisches Flüchtlingslager im Grenzgebiet geschossen und mindestens fünf Menschen verletzt. Die Türkei bestellte den syrischen Geschäftsträger ein und forderte die Einstellung des Feuers.

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