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Neske/Heckmann/Rühl, Menschenschmuggel, 2004

TV-Tipps des Tages

03.04.2011 – Christentum, Jerusalem, Muslime, Ausländer, Einbürgerung

TV-Tipps des Tages sind: Religionen der Welt: Christentum; Was Du nicht siehst – Jerusalem; Ausländer oder eingebürgert? Sicherlich stellt sich jeder Einwanderer eines Tages in seinem Aufnahmeland die Frage, ob er immer noch ein Ausländer ist oder ob er sich als vollwertiger Bürger seiner neuen Heimat bezeichnen kann

VONÜmit Küçük

DATUM3. April 2012

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Religionen der Welt
2/3, Christentum – Die 15-jährige Messdienerin Claudia bereitet mit einer Gruppe von Jungen und Mädchen einen großen Gottesdienst vor. Zum ersten Mal werden Claudias Schützlinge Messdiener in einem Gottesdienst sein. Die Archäologiestudentin Jasmin entdeckt ein lateinisches „Vaterunser“ und taucht tief in die Geschichte des Christentums ein. Pastor Bernd Siggelkow hat in Berlin die Arche, einen Zufluchtsort für Kinder inmitten eines sozialen Brennpunktes, gegründet.

Hintergrundinformationen:
Die Sendereihe zeigt anschaulich die Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam aus Sicht junger Gläubiger. Die Filme begleiten sie in ihrem Alltag, zeigen die Wurzeln und die Geschichte der Religion, die Werte und Weltbilder sowie die Bräuche und Riten. 10:50-11:20 • RBB Berlin

Was Du nicht siehst
22/40, Jerusalem – Die junge französische Journalistin Sophie Massieu reist um die Welt. Doch das, was sie ihren Zuschauern auf ihrer 40 Etappen umfassenden Tour zeigt, kann sie selbst nicht sehen. Denn Sophie Massieu ist blind. Heute ist sie in Jerusalem. Dort ist religiöser Eifer auf Schritt und Tritt zu spüren. In der israelischen Metropole finden sich religiöse Stätten von Juden, Muslimen und Christen, und sie gibt einen Einblick in die vielfältige Kultur des Landes. Gleich nach ihrer Ankunft im Herzen der Altstadt begegnet Sophie Massieu Dutzenden von Familien, die eines der fröhlichsten Feste der jüdischen Religion feiern, die Bar-Mizwa.

Die Bar-Mizwa ist die Einführung der 13-jährigen Jungen in die jüdische Glaubensgemeinschaft. Und es ist ein großes Familienfest. Rabbiner Jean-Marc Rozenfeld erläutert Sophie Sinn und Ablauf der Zeremonie.

Im Umkreis der berühmten Klagemauer, von der die Gebete der Gläubigen an Sophies Ohr dringen, wird ihr die hohe symbolische Bedeutung dieses Ortes bewusst. Weiter geht es in Richtung des größten Jerusalemer Marktes, Mahane Yehuda. Dort lässt Tali, eine in Israel sehr berühmte Köchin, Sophie von den örtlichen Köstlichkeiten probieren.

Und im Kibbuz Tzuba, in dem nahe Jerusalem 500 Menschen leben, lernt Sophie Massieu eine jener ländlichen Kollektivsiedlungen kennen, die mit ihrem gemeinsamen Eigentum und ihren basisdemokratischen Strukturen eine wesentliche Rolle bei der Besiedlung Israels spielten. Sophie wird sogleich zur Olivenernte eingesetzt. Von den Kibbuzniks erfährt sie, wie deren Vorfahren die trockenen, wüstenartigen Böden in anbaufähiges Land verwandelten. 17:30-17:55 • arte

Ausländer oder eingebürgert?
Dokumentarfilm – Sicherlich stellt sich jeder Einwanderer eines Tages in seinem Aufnahmeland die Frage, ob er immer noch ein Ausländer ist oder ob er sich als vollwertiger Bürger seiner neuen Heimat bezeichnen kann. Überall auf der Welt – vor allem in den reichen Industrieländern – leben Menschen, die dort nicht geboren wurden, sondern – sei es aus politischen, wirtschaftlichen oder ganz persönlichen Gründen – in dieses Land gekommen sind. Aber in keinem Land gibt es Patentlösungen dafür, wie man diesen Menschen hilft, sich zu integrieren und sich zu vollwertigen Staatsbürgern zu entwickeln.

Soll man Einwanderer dazu ermutigen, ihre eigene Kultur mit ins Land zu bringen und zu pflegen, wie es zum Beispiel in Kanada und den Vereinigten Staaten der Fall ist? Oder soll man sie – im Gegenteil – dazu anhalten, sich so rasch wie möglich zu assimilieren und sich den Gewohnheiten der neuen Heimat anzupassen, wie es in Frankreich gefordert wird? Politiker müssen häufig zu diesem Thema Stellung nehmen, während man die Betroffenen, das heißt die Einwanderer selbst, nur selten anhört.

Der kanadische Filmemacher Jon Kalina hat die Familie Samater aufgesucht, die aus dem Norden Somalias stammt. Zu Anfang der 90er Jahre wanderte der dunkelhäutige, muslimische Clan aus Somalia aus und war bald in alle Winde verstreut. Angehörige der Familie leben in Frankreich, England, Dänemark, den Niederlanden, Kanada und den Vereinigten Staaten. Seit 20 Jahren versuchen sie alle, sich im Ausland ein besseres Leben aufzubauen. Welches Land hat ihnen dabei geholfen, gleichwertige Bürger zu werden? Und wo fühlen sie sich ausgegrenzt, frustriert und als ewige Ausländer?

Hintergrundinformationen:
Immigration ist ein globales Phänomen, aber globale, universelle Lösungen für die Integration von Ausländern gibt es nicht. Bislang scheint noch kein Staat das Patentrezept für die Integration von Einwanderern gefunden zu haben. Die Ansätze sind so verschieden, wie die Einwanderer selbst. Am Beispiel einer somalischen Familie, deren Mitglieder über ganz Europa verstreut und in den USA und Kanada leben, analysiert ARTE, wie die westliche Gesellschaft mit afrikanischen Immigranten umgeht und welche Länder eine erfolgreiche Integrations- und Einbürgerungspolitik vorzuweisen haben. 20:15-21:40 • arte

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