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Nur die wenigsten dieser deutschen Arbeiter werden in dieser Situation mit den Ausländern solidarisch sein. Die meisten werden sich aggressiv von den Ausländern abgrenzen und bei ihnen die Verantwortung für die eigene schlechte Position suchen.

Hans-Günter Kleff, Vom Bauern zum Industriearbeiter, 1985

Türkische Presse Türkei

06.03.2012 – Irak, Erdoğan, Südkorea, Zypern, CDU, Putin, EU-Beitritt Türkei

Die Themen des Tages sind: Ehemaliger irakischer Ministerpräsident besucht Gül; Erdoğan beginnt mit seiner Auslandsreise; Mögliche Optionen für eine Lösung im Zypern-Konflikt; Erdoğan gratuliert Putin zum Wahlsieg; Fortschritt im Zypern-Konflikt; Die Türkei ist für die EU notwendiger; ICC-Generalsekretär Jean-Guy Carrier wertet das schnelle Wirtschaftswachstum der Türkei

VONBYEGM, TRT

DATUM6. März 2012

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Ehemaliger irakischer Ministerpräsident besucht Gül
Staatspräsident Abdullah Gül empfing den ehemaligen irakischen Ministerpräsident Ayad Allawi. Nach Angaben dauerte das Gespräch zwischen Gül und Allawi in der Çankaya Residenz rund eine Stunde und wurde der Presse geschlossen geführt. Nach dem Treffen mit Allawi empfing Gül Gouverneur Musa Çolak, die Abgeordneten Afif Demirkıran, Osman Ören den Bürgermeister der Provinz Siirt Selim Sadak, Rektor der Siirt Universität Prof. Dr. Recep Ziyadanoğulları und informierte sich über die jüngsten Entwicklungen in der Provinz. Auch dieses Treffen wurde der Presse geschlossen geführt.

Erdoğan beginnt mit seiner Auslandsreise
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird seine erste Auslandsreise nach der Operation antreten. Als erstes wird Erdoğan nach Deutschland einen kurzen Besuch abstatten und im Anschluss nach Südkorea reisen. Erdoğan wird an der internationalen „Konferenz für atomare Sicherheit“ teilnehmen, die vom 26. bis 27. März in Südkorea stattfindet. Zudem wird Ministerpräsident Erdoğan zu Konsultationen mit den iranischen Regierungsvertretern nach Iran reisen. Das Gesprächsthema wird die Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen Iran und der „G5+1 Gruppe“, für deren Austragungsort in Istanbul sein.

Mögliche Optionen für eine Lösung im Zypern-Konflikt
EU-Minister Egemen Bağış erklärte in London mögliche Optionen bezüglich des Zypern-Konflikts. Bağış sagte, dass es drei Möglichkeiten für Zypern gibt: die Vereinigung von beiden Seiten, die Entstehung zweier unabhängiger Staaten oder die Angliederung Nordzyperns an die Türkei. Bağış erklärte, dass er mit diesen Äußerungen den Wunsch an eine schnelle Lösung des Zypern-Konflikts zu Sprache bringen wolle. Bağış betonte außerdem, dass es in jedem Fall die politische Gleichwertigkeit beider Seiten berücksichtigt werden sollten.

Erdoğan gratuliert Putin zum Wahlsieg
Die russische Wahlkommission hat Regierungschef offiziell zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Putin habe 63,65 Prozent der Stimmen bei dem Urnengang erzielt. Am Sonntag lag die Wahlbeteiligung bei 65,3 Prozent der rund 110 Millionen Berechtigten. Die zur Wahl nicht zugelassene Opposition sowie russische Wahlbeobachter sprachen von Tausenden Verstößen am Tag der Stimmenabgabe. Die Regierungsgegner kündigten Massenproteste an.

Unteranderem gratulierte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan den neuen russischen Präsident Wladimir Putin zum Wahlsieg. Nach Angaben aus dem türkischen Ministerpräsidialamt gratulierte Erdoğan während eines Telefongesprächs Putin für seinen Erfolg bei der Präsidentenwahl. Informationen zufolge habe Putin beim Gespräch die Wichtigkeit der Türkei angedeutet und gesagt, dass sie sich in der kommenden Phase Bemühen werden, die bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Russland fortzuschreiten. Neben Erdoğan gratulierten Putin auch der britische Premier David Cameron und Venezuelas Präsident Hugo Chávez.

Fortschritt im Zypern-Konflikt
Laut einem Bericht in der griechisch-zypriotischen Zeitung „Fileleftheros“, habe die griechisch-zypriotische Seite, die in der zweiten Hälfte 2012 die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen wird, für weitere zwei Verhandlungskapitel, die vorher von der griechisch-zypriotischen Seite blockiert wurden, grünes Licht gegeben.

Das Verhandlungskapitel 23, im Bereich “Justiz und Grundrechte” war bisher das heikelste Verhandlungskapitel zwischen der EU und der Türkei.

Es gibt noch Verhandlungskapitel, weil einzelne Mitgliedstaaten dagegen Einspruch eingelegt haben, am häufigsten Zypern. Diese wurden von der EU wegen des Zypernkonflikts gesperrt.

In Ankara hieß es jedoch, dass man aus Brüssel noch keine amtliche Mitteilung in der Hinsicht erhalten habe.

Die Türkei ist für die EU notwendiger
CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann sagte, dass ihre Regierung für die Sicherheit der in Deutschland lebenden Türken ihr Bestes tun wird. Wellman äußerte sich auch über den EU-Prozess der Türkei. Der Bundestagsabgeordnete sagte: „Meine persönliche Meinung ist in der Richtung, dass die Türkei in der Zukunft EU-Mitglied werden soll. Wellmann betonte auch, dass die Türkei für die EU wegen strategischen und wirtschaftlichen Gründen wichtig ist und erklärte: „Die Türkei ist ein äußerst Mächtiges Land. Jedoch ist sowohl in der Türkei als auch in Deutschland die EU-Mitgliedschaft umstritten. Aber beide Länder sollten den EU-Prozess weiterführen.

ICC-Generalsekretär Jean-Guy Carrier wertet das schnelle Wirtschaftswachstum der Türkei
ICC-Generalsekretär Jean-Guy Carrier wertete das schnelle Wirtschaftswachstum der Türkei. Er sagte, dass die Türkei mit seinem schnellen Wirtschaftswachstum in der Zukunft möglicherweise eine der führenden Länder sein wird. Gerade deshalb denkt Jean-Guy Carrier, dass die Meinungen und die Vorschläge der türkischen Geschäftsleute für die G-20 sehr wichtig wären.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Türkei, das führende Land der Zukunft
Die Zeitung Yeni Safak berichtet unter der Schlagzeile, „Türkei, das führende Land der Zukunft“, die Konferenz werde von der ICC G20 Berater-Gruppe unter der Schirmherrschaft der Türkischen Börsen- und Kammern Union TOBB veranstaltet. Der Generalsekretär der internationalen Handels Kammer ICC, Jean-Guy Carrier habe bei der Konferenz in Istanbul eine Rede gehalten. Der ICC-Generalsekretär habe gesagt, Ziel der Konferenz sei es, eine Lösung für die Probleme der Regierungen zu finden. Als ein sich entwickelndes Land sei die Türkei eines der führenden Länder der Zukunft. Daher sei es sehr wichtig, sich die Ideen der türkischen Arbeitskreise anzuhören. Der Vorsitzende der Türkischen Kammern- und Börsen Union, Rifat Hisarciklioglu seinerseits habe betont, die Türkei befinde sich innerhalb der G20 in der Schlüsselposition, die die Interessen von Osteuropa, Nahost, Kaukasus und Zentralasien verteidige.

EU braucht die Türkei noch mehr
Star räumt unter der Überschrift, „EU braucht die Türkei noch mehr“, den Worten des deutschen CDU-Abgeordneten Karl-Georg Wellmann Platz ein. Nach Angaben von Wellmann sei die Europäische Union aus strategischen-, Sicherheit- und Wirtschaftlicher- Hinsicht auf die Türkei angewiesen. Die Türkei sei ein äußerst starkes Land. Der CDU-Abgeordnete habe gegenüber der Zeitung seine Ansichten über die Türkei-EU Beziehungen zum Ausdruck gebracht. Er persönlich sei für eine EU-Mitgliedschaft der Türkei.

Oppositionelle Hochburgen fallen
Sabah berichtet unter der Überschrift, „Oppositionelle Hochburgen fallen“, nach der Übernahme der Kontrolle über die Stadt Homs, setze die syrische Armee ihre Operationen auf die Stadt Rastan im Norden des Landes fort. Das nächste Ziel der syrischen Armee sei die Stadt Idlib, schreibt die Zeitung. Nach Ansicht von politischen Beobachtern finde die freie syrische Armee besonders in nördlichen Landesteilen breite Unterstützung. Die Stadt Rastan könne innerhalb von wenigen Tagen von syrischen Militäreinheiten erobert werden. Deshalb könne es in Idlib und Umgebung heftige Gefechte geben.

Reformen für einen Übergang zur Demokratie gefordert
Sabah meldet, der in London lebende Vater der Gattin des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad, Fawas Akhras, sei besorgt über die Sicherheit seiner Tochter Asma. Akhras, der als Kardiologe in London arbeitet, sei über die Gewalt bei Auseinandersetzungen in Syrien entsetzt. Er habe von seinem Schwiegersohn Baschar Assad die Einleitung von politischen Reformen für einen Übergang zur Demokratie gefordert, bevor es zu spät wird, schreibt Sabah.

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