Studie über junge Muslime - Die Spielregeln, der Teufelskreis und die logischen Folgen der Sarrazin-Debatte - MiGAZIN

Die Qualität einer freiheitlichen Gesellschaft bewährt sich nicht zuletzt darin, wie mit Minderheiten umgegangen wird und wie sich Minderheiten in einer Gesellschaft fühlen. Wolfgang Schäuble Rede zur Amtseinführung des Beuauftragten für Auslandsdeutsche, Februar 2006

Studie über junge Muslime

Die Spielregeln, der Teufelskreis und die logischen Folgen der Sarrazin-Debatte

Sind Muslime integrationsunwillig – wie es Bild und Bundesinnenministerium inszenieren – oder werden sie integrationsunwillig gemacht? Die Studie über junge Muslime offenbart viel mehr als nur Zahlen, schreibt Ekrem Şenol.

VONEkrem Şenol

 Die Spielregeln, der Teufelskreis und die logischen Folgen der Sarrazin-Debatte
Der Autor, 1975 in Gummersbach geboren, ist Initiator, Gründer und Leitender Redakteur des MiGAZIN.

DATUM5. März 2012

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Hochkarätige Wissenschaftler forschen seit Februar 2009, führen Gespräche, werten aus und fassen die Ergebnisse in der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“ auf über 760 Seiten zusammen. Noch bevor die Studie das Licht der Öffentlichkeit erblickt, stoßen das Bundesinnenministerium und die Bild-Zeitung eine Diskussion an, die auf ein paar wenige unrepräsentative(!) Zahlen gestützt wird. Muslime sind integrationsunwillig, lautet der Tenor. Innerhalb weniger Tage hat es auch der Letzte im gesamten Bundesgebiet gelesen oder gehört.

Dabei ist die Studie viel umfangreicher und komplexer, als das man es auf wenige Zahlen reduzieren darf. Unter anderem gehen die Wissenschaftler der Frage nach, welche Auswirkungen Populismus à la Sarrazin auf Muslime haben. Die Wissenschaftler haben Befragungsergebnisse vor und nach der Buchveröffentlichung „Deutschland schafft sich ab“ miteinander verglichen. Und die Ergebnisse sprechen sind allarmierend.

Am 23.8.2010 veröffentlichten der Spiegel und die Bild vorab Auszüge aus Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“. Noch vor der eigentlichen Veröffentlichung entzündeten sich die medialen Debatten. Am 28.8.2010 verbreiteten die Berliner Morgenpost und die Welt am Sonntag ein Interview, in dem Sarrazin erklärt: „Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.“ Sowohl der Zentralrat der Juden in Deutschland als auch Spitzenpolitiker der im Bundestag vertretenen Parteien kritisierten Sarrazin scharf. Am 30.8.2010 stellte Sarrazin sein Buch in der Bundespressekonferenz vor. Am Abend desselben Tages ist Sarrazin zu Gast in der ARD-Sendung Beckmann. Die Sendung erreicht mit 2,18 Millionen Zuschauern die achtbeste Einschaltquote der letzten fünf Jahre. Am 31.8.2010 sind circa 40.000 Exemplare von Sarrazins Buch verkauft. Einen Tag später nimmt Sarrazin an der ARD-Sendung hart aber fair teil. Diesmal sehen 4,13 Millionen Zuschauer die Sendung. Für den Spiegel, die FAZ, Die Zeit, die Bild bis hin zu Lokalzeitungen waren Sarrazin und sein Buch über Tage und Wochen Themen mit hohem Nachrichtenwert.

Vor Sarrazins Buch gaben knapp 52 Prozent der Befragten Muslime an, die Herkunftskultur beibehalten zu wollen, nach Sarrazins Buch sind es rund 72 Prozent. Eine große Verbundenheit mit der Gemeinschaft aller Muslime fühlten 41 Prozent der Befragten vor dem Buch; nach dem Buch stieg diese Quote auf über 70 Prozent. Hierbei handelt es sich noch um zwei durchaus legitime Standpunkte.

Mit dem Sarrazin-Buch und der medialen Inszenierung stiegen bei muslimischen Jugendlichen aber auch die Vorurteile gegenüber dem Westen (33 vor bzw. 53 Prozent nach dem Sarrazin Buch). Ebenso ist laut Studie der religiöse Fanatismus von 26 auf 49 Prozent angestiegen oder der Hass gegenüber dem Umgang der westlichen Welt mit dem Islam (11 bzw. 27 Prozent). Auch die Bereitschaft, der Bedrohung der islamischen Welt durch den Westen mit Gewalt zu verteidigen, stieg von 7 auf 27 Prozent. Gleichzeitig sank die Bereitschaft, die deutsche Kultur anzunehmen von 37 auf knapp 14 Prozent.

Diese Ergebnisse bezeichnen die Autoren der Studie als „fatal“. Die Debatten hätten „nicht, wie […] in manchen deutschen Medien behauptet1 die Diskussion um die Integration der Muslime in Deutschland weiter angeregt, sondern ihr empfindlich geschadet“. Die Autoren erinnern daran, dass es bei der Sarrazin-Diskussion vor allem um die Unterschiede zwischen muslimischer Kultur und Lebenswelt einerseits und den christlich-jüdischen Traditionen und kulturellen Werten andererseits ging. In diesem Zusammenhang hätten die „kontrovers geführten Debatten […] einen konträren und sicher von niemandem gewollten Effekt gehabt“: Muslime haben sich noch weiter aus der Mehrheitsgesellschaft ausgeschlossen wahrgenommen und mit einer noch stärkeren Abgrenzung von der Kultur der deutschen Mehrheitsgesellschaft reagiert.

Dass sich ausgerechnet Thilo Sarrazin zu Wort meldet und sich von der Studie bestätigt fühlt, ist nicht nur „tragisch“, wie es Prof. Wolfgang Frindte, Autor der Studie, bezeichnet, es offenbart auch die Spielregeln des medialen Diskurses: So lange und so oft wie möglich einreden, bis es sich bewahrheitet. Einem türkischen Sprichwort zufolge wird das Kind dumm, wenn man es ihm nur oft genug sagt. Auf die Wiederholung kommt es an. Menschen neigen dazu, Vorurteile, die sie nicht aufbrechen können, irgendwann zu bestätigen. Wieso ein Thilo Sarrazin auf diesen Teufelskreis setzt, ist offensichtlich: Er möchte sein Buch verkaufen. Wieso spielt aber ein Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) mit?
 Die Spielregeln, der Teufelskreis und die logischen Folgen der Sarrazin Debatte

  1. vgl. zum Beispiel die Integrationsbeauftragte der Bundesrepublik, Maria Böhmer, in Bild am 1.4.2011; Die Zeit, 2010b; Kulturbuchtipps, 2011; Phoenix, 2011 []
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10 Kommentare
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  1. Martina Berthram sagt:

    Ich verstehe die Intention dieses Artikels nicht ganz. Will der Autor Bücher über die unangenehmen Ergebnisse von Studien über muslimische Migranten zukünft verhindert sehen? Oder gar die Studien selber?
    Und glaubt der Autor eigentlich auch das Studien und kontroverse Diskussionen über möglicherweise gewaltbereite und extremistisch eingestellte deutsche Jugendlich im ländlichen ostdeutschen Raum, auch einen negativen Effekt haben und daher zu diesem Thema auch eher geschwiegen werden sollte?

    Ich finde es traurig das trotz mehrfacher Artikel zu dieser Muslimstudie, kein einziger Artikel sich kritisch mit den Ergebnissen ausseinander gesetzt hat. Eigentlich wird nur beschönigt, die Richtigkeit angezweifelt oder man lenkt ab. Das finde ich sehr bedenklich.

  2. Achherje sagt:

    Man kann Friedrich, und das war er da tut, so oder so sehen?

    Schon mal darüber nachgedacht, dass der Mann auch wissen könnte, wovon er spricht? Weil er an der Quelle sitzt, weil er Informationen hat, die wir (und viele Politiker selbst) nicht haben, weil er seine Fakten aber durch etwas untermauern möchte, das nicht von der Regierung selbst kommt (zumindest nicht unmittelbar)? Weil er den Gesamtüberblick hat (auch was das Erleben der Polizeien und Geheimdienste angeht)?

    Oder wisst ihr da draußen, was der Verfassungsschutz da so an Erkenntnissen hat? Nö, könnt ihr nicht, weil es sonst eventuell Staatsgefährdend werden, weil es booommm machen könnte? Also darf die Wahrheit zum Wohle des inneren Friedens nicht ans Tageslicht kommen? Vielleicht ist das bereits seit geraumer Zeit so? Und logisch nachvollziehbar?

    Deshalb sind Geheimnisse eben notwendig? Manchmal eben (umso mehr)? Auch wenn gewisse Ideologen schreien: Alles politisch korrekt (die Wahrheit unterdrückend) – und somit verwerflich?

    Müssen wir beginnen, über den Tellerrand hinauszublicken?

    Vielleicht ist es aber auch genau anders herum – und Herr Friedrich handelt egoistisch und machtorientiert? Er soll sich bitte erklären (so weit er es darf), so weit es verantwortbar ist!

    Ja, man kann das jetzt so oder so sehen, weil wir dahingehend nicht in die Köpfe unserer Politiker hineinschauen können. Nicht mal ein Psychiater könnte dies … .

    Achherje …

  3. Horst Weihser sagt:

    “Eigentlich wird nur beschönigt, die Richtigkeit angezweifelt oder man lenkt ab. Das finde ich sehr bedenklich.”

    Richtig. Die Kritikunfähigkeit von Orientalen haben wir ja alle schon erkannt. In Zusammenhang mit diesen Themen natürlich bedenklich. Jammern, anderen die Schuld geben, eigene Fehler leugnen. So kommen wir nicht weiter.

  4. Daniel S. Lee sagt:

    Ich finde die bisherigen Kommentare sehr aufschlussreich.

    Herr Senol weist darauf hin, dass die Autoren der Studie sich auch mit den Auswirkungen des Buchs von Thilo Sarrazin auf muslimische Jugendliche beschäftigt haben. Sie konnten das, weil sie bereits vor Erscheinen des Buches muslimische Jugendliche befragt haben.

    Die Autoren der Studie, nicht Herr Senol, der hier nur zitiert, kommen in ihrer Studie zu der Erkenntnis (S. 591/592):
    “Die Debatten hätten dann nicht, wie – trotz der Kritik an einigen umstrittenen Thesen von Thilo Sarrazin – in manchen deutschen Medien behauptet (…) die Diskussion um die Integration der Muslime in Deutschland weiter angeregt, sondern ihr empfindlich geschadet. Das stellte auch der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière fest: ‘Meine Hauptkritik ist, dass er (Sarrazin; Anm. der Verfasser) mit seiner für ihn finanziell einträglichen Provokation eine Debatte zerstören will.’ (Stuttgarter Zeitung, 2010).”

    Weil die deutsche Presse derartige Ergebnisse aber nicht veröffentlicht, weist Herr Senol darauf hin, damit auch diese Ergebnisse bekannt werden.

    Und wenn die Kommentatoren hier auch dem Link zur süddeutschen Zeitung gefolgt wären, hätten sie folgendes lesen können:

    “Wolfgang Frindte, federführender Autor der Studie, ist dagegen vor allem über eines schockiert: Den einseitigen Umgang der Medien und Politiker mit seinen Daten. Die Berichterstattung in den Boulevard-Medien habe Mitarbeiter seines Teams zur Verzweiflung gebracht. ”

    @Frau Berthram: Herr Senol will keine unangenehmen Ergebnisse verhindern, sondern weist darauf hin, dass die Studie weit differenzierter ist und viele positive Ergebnisse enthält. Haben Sie nur Zeitungen gelesen, die die Studie einseitig darstellen, und nicht die Studie selbst?
    Wenn ja, finde ich das sehr bedenklich.
    Warum lesen Sie nicht die Studie?

    Aber vielleicht sind Sie der Ansicht, dass nur negative Ergebnisse richtig sein können und positive Ergebnisse, die die Wissenschaftler, nicht Herr Senol, dokumentieren, nur Beschönigung und Ablenkung.
    Wenn ja, finde ich das sehr bedenklich.

    @Herr Weihser:
    Jammern über die Muslime und Türken, den Muslimen und Türken die Schuld für alles geben, eigene Fehler leugnen. So kommen wir nicht weiter.
    Recht haben Sie. Danke.

  5. Chrissie Wilholm sagt:

    Ich finde die Statements meiner Vorkommentatoren erschreckend! Wie viele Muslime kennen Sie denn persönlich? Auf welche eigenen Erfahrungen stützen sich denn Ihre Pauschalierungen? Wussten Sie schon, dass es auch Türken gibt, die Christen sind? Kennen Sie Aleviten? Haben Sie sich schon ein einziges Mal mit einem Moslem über seinen Glauben unterhalten? Oder anders gefragt: möchten Sie als Deutsche pauschal als nazis tituliert werden? Das wäre dann die selbe Kategorie einer pauschalen Vorverurteilung.
    In meinem Kollegen-, Bekannten- und Freundeskreis gibt es nur voll integrierte Muslime, die eine gute Ausbildung und ihren Lebensmittelpunkt in unserer Gesellschaft haben.
    Der Schlüssel zu Integration ist Bildung. Vorurteile sind destruktiv.

  6. Aus dem Strom sagt:

    @Marina Berthram:
    Ich finde die Intention des Autors wird sehr deutlich, wenn man den Artikel aufmerksam liest:

    Es geht ihm in erster Linie um den UMGANG mit dieser Studie: die Dramatisierung, Skandalisierung und infolge Stigmatisierung von Muslimen in Deutschland – durch ein Bundesministerium des Inneren.

    Wie erklären Sie es sich, dass ein Boulevard-Blatt die Studie vorab bekommt und nicht etwa die FAZ oder Süddeutsche, die man gewählt hätte, wenn es einem um die sachliche, differenzierte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen dieser Studie gegangen wäre. Wie erklären Sie es sich, dass Herr Friedrich selbst einen Tag später seine eigenen Aussagen relativiert, wie etwa hier: http://www.youtube.com/results?search_query=Marietta+Slomka+interviewt+Bundesinnenminister+Hans-Peter+Friedrich&oq=Marietta+Slomka+interviewt+Bundesinnenminister+Hans-Peter+Friedrich&aq=f&aqi=&aql=&gs_sm=12&gs_upl=12230l12230l0l14750l1l1l0l0l0l0l133l133l0.1l1l0

    Ich empfehle Ihnen, sich die Studie, die nun ja jedem zugänglich ist (http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2012/junge_muslime), genauer anzuschauen! Darin weisen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen selbst an mehreren Stellen daraufhin, dass die ermittelten Zahlen keine repräsentativen (allgemeingültigen) Ergebnisse sind. Beispielhaft:
    „Es sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass die Konstellationen der in diesem Modell angeordneten Inhaltsaspekte hypothetischer Natur sind und ausschließlich auf den Aussagen der Probanden in den einzelnen Interviews basieren. Ebenso erfüllen die hier genannten Inhalte nicht den Anspruch auf Repräsentativität, da sie nur einen Ausschnitt der Lebenswelt basierend auf den im Interview angesprochenen Themen darstellen. (S. 58, Hervorhebung im Original)
    Oder:
    „Allerdings ist auch darauf hinzuweisen, dass der Zusammenhang zwischen selbst berichteten Einstellungen und tatsächlichem Verhalten im Allgemeinen nicht sehr hoch ist. [...] Deshalb liefern die von uns gemessenen Einstellungen – und etwas anderes ist mit der hier verwendeten, telefonbasierten Interviewmethode kaum erfassbar – zwar Hinweise für eine mögliche individuelle Radikalisierung, sind aber keinesfalls mit ihr gleichzusetzen. Am besten sollte sich der Leser deshalb für die Interpretation der hier berichteten Befunde immer am konkreten Inhalt der Items und auch der Antwortkategorien orientieren (der jeweils mit berichtet wird), denn weitergehende Schlussfolgerungen (zum Beispiel über radikales Verhalten) sind und bleiben rein spekulativer Natur.“ (S. 119)”

    Es geht hier keineswegs um Schönrederei, sondern um den Versuch auf die gesellschaftliche Brandstiftung aufmerksam zu machen!

    @ Achherje:
    Meinen Sie, dass Herr Friedrich und sein Verfassungsschutz „wisse Bescheid“, wie sie etwa im Fall der durch die rechte Terror-Zelle blutrünstig ermordeten Menschen „Bescheid wussten“…???
    Meinen Sie das „Erleben der Polizei“ wenn es um Menschen geht, die nicht Urdeutsch sind???
    Dieses „Erleben“ hat die Polizei an folgender Stelle sehr „eindrucksvoll“ zum Ausdruck gebracht: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.welt.de/politik/deutschland/article13899889/Erneut-Hetze-gegen-Farbige-in-Polizei-Kalender.html
    Oder auch hier: http://www.welt.de/regionales/muenchen/article13894109/Polizeipraesident-verbietet-Karikaturen-Kalender.html
    (Kalender scheinen eine besonders beliebte (Platt-)Form zu sein, um das polizeiliche „Erleben“ zum Ausdruck zu bringen!)

    Wenn das, was hier zum Vorschein kommt, Sie weiterhin ruhig schlafen lässt, können Sie ja unbehelligt darauf Vertrauen, dass „die schon wissen, was sie tun“!

  7. [...] der in der kurzen Zeit angerichtete Schaden ist groß. Bei einer Thematik, die es vermag, Ängste und Vorbehalte auf der einen Seite ebenso zu schüren [...]

  8. Plusquamperfekt sagt:

    Das ist eine Henne-und-Ei-Frage. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass ich bei Muslimen sehr oft gehört habe, dass sie “den Westen”, und die “viel zu großen Freiheiten hier” nicht respektieren können. Solche Studien zeigen eigentlich nur in abstracto, was viele in ihrem Alltag selbst schon lange beobachten konnten.

    Ich glaube jedenfalls nicht, dass Muslime immer nur die Opfer “der Mehrheitsgesellschaft” sind. Die Vorurteile und die Geringschätzung gegenüber letzterer spielt eine starke Rolle, die aber niemals zur Sprache kommt.

  9. [...] MiGAZIN hat Ekrem Senol am 5. März 2012 einen sehr interessanten Leitartikel über die Ergebnisse der breit diskutierten Studie “Lebenswelten junger Muslime in [...]

  10. [...] Ekrem Senol, der Chefredakteur von Migazin meint, dass „die Studie viel umfangreicher und komplexer ist, als das man es auf wenige Zahlen reduzieren darf… [...]



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