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Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, NWDR-Interview vom 9. April 1954

Türkische Presse Türkei

05.03.2012 – Gül, Erdoğan, Usbekistan, Tunesien, Syrien, Somalia, Russland

Die Themen des Tages sind: 20. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen mit Usbekistan; Gül wird Tunesien besuchen; Erdoğan – Schmidt Treffen; Çiçek in Izmir; Türkei spielte immer eine Schlüsselrolle in der Region; Türkische Rüstungsindustrie macht Rekord-Gewinn; Russland: Putin zum dritten gewählt

VONBYEGM, TRT

DATUM5. März 2012

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

20. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen mit Usbekistan
Staatspräsident Abdullah Gül sendete dem usbekischen Staatspräsidenten Islam Karimow anlässlich des 20. Jahrestages der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern eine Botschaft. Gül erinnerte in seiner Botschaft daran, dass die Türkei der erste Staat war, der die Unabhängigkeit Usbekistans anerkannte und betonte: „Wir wünschen aus Herzen, das die Beziehungen zwischen der Türkei und Usbekistan in der kommenden Phase den entsprechenden Stand unserer reichen gemeinsamen Sprache, Geschichte und Kultur erreicht. Ich wünsche ihnen Gesundheit und Glück, der usbekischen Bevölkerung Wohlstand.“

Unterdessen bedankte sich der usbekische Staatspräsident an Gül für seine Glückwünsche und sagte: „Ich bin sicher, dass sich die bilateralen Beziehungen der Türkei und Usbekistan auf gegenseitige Achtung, Vertrauen und das Gleichheitsprinzip beruhend entwickeln werden.

Gül wird Tunesien besuchen
Hochranginge türkische Politiker besuchen Länder des arabischen Frühlings. Nach Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan wird auch Staatspräsident Abdullah Gül diese Woche zu einem Arbeitsbesuch nach Tunesien reisen. Gül folgt einer Einladung seines tunesischen Amtskollegen, Moncef Marzouki. Der Tunesien Besuch wird vom 7. bis 9. März andauern. Beide Staatschefs wollen bei ihrem Treffen über die bilateralen Beziehungen sowie die gegenwärtige Krise in Syrien beraten.

Erdoğan–Schmidt Treffen
Den Vorstandsvorsitzenden bei Google Eric Schmidt besuchte die Türkei. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan und Eric Schmidt unterhielten sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bei dem Treffen gab Erdoğan Informationen über das Fatih-Projekt, bei dem in einem Pilot-Versuch der Unterricht ganzer Klassen mit Tablet-PCs unterstützt wird. Das Gespräch zwischen Erdoğan und Schmidt dauerte ungefähr 45 Minuten. Schmidt habe angemerkt, die Türkei sei ein äußerst wichtiges Land in der Region. Schmidt sei sich sicher, die Investitionen in den technologischen Bereich der Türkei werden steigen, wenn die Türkei sich weiter bemühe, die EU- und die US-Standards zu erreichen.

Çiçek in Izmir
Der Präsident der Großen Türkischen Nationalversammlung Cemil Çiçek nahm an der fünften Veranstaltung der Plattform für eine neue Verfassung „Türkei spricht“ in Izmir teil. Çiçek brachte dabei sein Wunsch über die neue Verfassung zum Ausdruck und rief das türkische Volk zur Mitarbeit auf. Çiçek unterstrich dabei die Wichtigkeit einer neuen Verfassung, die die Türkei stärken werde.

Der Plattform, dessen Hauptaufgabe in der Ausarbeitung einer neuen Verfassung besteht, gehören Mittglieder aus 13 Berufsverbänden und NGO’s an. Zu weiteren Teilnehmern der Veranstaltung gehörten Abgeordnete sowie der Vorsitzender der Kammern- und Börsenunion (TOBB) Rıfat Hisarcıklıoğlu.

Çiçek, der in Begleitung vom Gouverneur und dem Oberbürgermeister von Izmir eine Besichtigungstour durch Izmir machte stellte zudem Nachforschungen über die Arbeiten der Expo 2020 Organisation an.

Türkei spielte immer eine Schlüsselrolle in der Region
Jordaniens König Abdullah II. bewertete die jüngsten Entwicklungen bezüglich „des arabischen Frühlings“. König Abdullah II. sagte, dass der Konflikt in Syrien, für die Nachbarländer Türkei und Jordanien zunehmende Belastung und Verantwortung mitgebracht hat. Der Monarch betonte: „Die Türkei spielte für die Region immer eine Schlüsselrolle Und durch ihrer positiven Haltung und Politik hatte sie schon vor dem arabischen Frühling ihr regionales Profilbild erhöht. König Abdullah II. sagte in einem Interview der Turkish Poliçy Quarterly, dass der arabische Frühling für den Beginn der politischen Reform Prozess eine besondere Gelegenheit sei.

Bei der Bewertung wie sich die Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Türkei und Israel auf die friedliche Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts wirkt, deutete er auf die zunehmende Isolation Israels und sagte, dass Israel nicht mehr in einer mächtigen Lage sei. Sie haben auch ihren Beziehungen mit der Türkei geschadet, so der Monarch.

Türkische Rüstungsindustrie macht Rekord-Gewinn
2011 habe die Türkei für gut 850 Millionen Lira Waffen verkauft. Der türkische staatliche Rüstungsbetrieb MKEK verkaufte Waffen von Panama bis in die USA an 29 Ländern. Somit brach der Rüstungsbetrieb ein Rekord. MKEK, ist beauftragt den Munition, Raketen und Sprengstoff bedarf der türkischen Streitkräfte zudecken und hat im Jahr 2010 für gut 650 Millionen Lira Waffen verkauft. Der Rüstungsbetrieb MKEK erhöhte seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 180 Prozent.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

Assad-Regime in Syrien erlaubt noch keine humanitäre Hilfe
Star meldet, trotz des Drucks der Vereinten Nationen erlaube das Assad-Regime in Syrien immer noch keine humanitären Hilfen. Die syrische Armee, die in Homs die Jagd auf Oppositionelle fortsetze, erlaube dem internationalen Roten Kreuz nicht, Medikamente und Nahrungsmittel in die Stadt zu bringen.

Immer mehr Flüchtlinge aus Syrien
Aus Zaman erfahren wir unter der Schlagzeile „immer mehr Flüchtlinge aus Syrien“, parallel zur steigenden Gewalt der syrischen Armee gegen die Oppositionellen im ganzen Land sei die Zahl der in den Nachbarländern Zuflucht suchenden Menschen drastisch gestiegen. Jüngsten Angaben des Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen zufolge habe die Zahl der syrischen Flüchtlinge im Libanon 8.000, in der Türkei und in Jordanien insgesamt 13.000 erreicht.

Ergün-Garbi Treffen
In Yeni Safak lesen wir, Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Nihat Ergün habe bei einem Treffen mit dem tunesischen Minister für regionale Entwicklung und Planung, Cemalettin Garbi in Ankara die Möglichkeiten zum Ausbau der bilateralen Beziehungen in die Hand genommen. Nach der Aussage von Garbi, wonach es in Tunesien kein „organisiertes Industriegebiet“ gibt habe Ergün seinen Gast ins organisiertes Industriegebiet in Sincan gebracht und dabei unterstrichen, die Türkei sei bereit ihre Erfahrungen bei der Errichtung von organisierten Industriegebieten mit Tunesien zu teilen.

Am ersten Flug nach Somalia wird auch Bozdag teilnehmen
In einer weiteren Meldung von Yeni Safak heißt es unter der Schlagzeile „am ersten Flug nach Somalia wird auch Bozdağ teilnehmen“, Vizepremier Bekir Bozdağ werde mit dem ersten direkten Mogadischu-Flug der türkischen Fluggesellschaft nach Somalia fliegen. Am 6. März werde auf dem Flughafen von Mogadischu mit Teilnahme von Vizepremier Bozdağ eine Zeremonie anlässlich des ersten Direktfluges veranstaltet.

Russland: Putin zum dritten gewählt
Aus Haber Türk erfahren wir, der russische Ministerpräsident Wladimir Putin sei zum dritten Mal ins das höchste Amts Russlands gewählt worden. Putin habe bei den gestrigen Wahlen schon im ersten Wahldurchgang die absolute Mehrheit erhalten, so dass ein zweiter Wahlgang nicht mehr nötig sei, schreibt das Blatt.

Türkische Filme werden in Beirut im Libanon mit großem Interesse verfolgt
Hürriyet berichtet auf den Kulturseiten unter der Schlagzeile „türkische Filme in Beirut, im Libanon, wo die türkischen Fernsehserien mit großem Interesse verfolgt würden, finde das zweite türkisch Filmfestival statt. Das Festival in der libanesischen Hauptstadt Beirut öffne heute den Zuschauern die Toren und werde bis zum 11. März anhalten.

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