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Flüchtlingsstatistik

Über 80 Prozent aller Asylanträge wurden abgelehnt

Im Jahr 2011 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 45.000 Asylerstanträge gestellt, 4.400 mehr als im Jahr 2010. Dies bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um etwa 11 Prozent – auf niedrigem Niveau. 1992 wurden noch 400.000 Asylanträge gestellt.

Die Steigerung der Zahl der Asylbewerber ist vor allem auf den vermehrten Zugang aus den Hauptherkunftsländern, hier vor allem aus Afghanistan, Pakistan, Syrien und dem Iran, sowie auf die weiterhin hohen Zugangszahlen aus Serbien und dem Irak zurückzuführen. Allein 71 Prozent aller Asylbewerber im Jahr 2011 kamen aus den zehn Hauptherkunftsländern.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärte: „Zum vierten Mal in Folge ist in Deutschland ein Anstieg der jährlichen Asylbewerberzahlen zu verzeichnen. Während 2007 noch 19.164 Asylbewerber zu uns kamen, waren es im vergangenen Jahr bereits 45.741 Asylbewerber.“

Außen vor ließ Friedrich, dass im Jahr 1992 die jährliche Asylbewerberzahl bei 400.000 lag und die Zahl der Asylbewerber sich nach wie vor in einem historischen Tief befinden. Friedrich weiter: „Asyl und Flüchtlingsschutz genießen in Deutschland zu Recht einen hohen Stellenwert. Die Bundesregierung wird deshalb auch in Zukunft ihre verantwortungsbewusste Asyl- und Flüchtlingspolitik fortsetzen.“

Auch hier ließ Friedrich aus, dass von den rund 43.000 entschiedenen Asylanträgen im Jahr 2011 mehr als 36.000 abgelehnt und nur etwa 600 Personen als politische Flüchtlinge anerkannt wurden. Die übrigen knapp 6.500 Flüchtlinge erhielten Schutz aus humanitären Gründen. Damit lag die Ablehnungsquote bei rund 84 Prozent. (hs)