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Migration und Integration in Deutschland

Der große Wert der Ausländerbeschäftigung liegt darin, dass wir hiermit über ein mobiles Arbeitskräftepotential verfügen. Es wäre gefährlich, diese Mobilität durch eine Ansiedlungspolitik größeren Stils einzuschränken.

Ulrich Freiherr von Gienanth, Der Arbeitgeber, 1966

TV-Tipps des Tages

20.01.2012 – Armenien, Türkei, Muslime, Religionsunterricht, Ehrenmord, Völkermord

TV-Tipps des Tages sind: auslandsjournal extra; Euroblick: Türkei: Heftige Reaktion – türkische Regierung leugnet weiter Völkermord an Armeniern; Der Adler – Die Spur des Verbrechens; Cosmo TV: Das Integrationsmagazin mit Till Nassif – Themen u.a.: Der Fall Arid Uka; Muslimischer Religionsunterricht; Ein Kölner sagt Danke

VONÜmit Küçük

DATUM20. Januar 2012

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auslandsjournal extra
Magazin (Gesellschaft) – ZDF-Korrespondenten berichten aus aller Welt – „auslandsjournal extra“ zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin blickt hinter die Konflikte, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik und Auslandskorrespondenten liefern Analysen. 21:00-21:30 • 3sat

Euroblick
Wir in Europa – Moderation: Brigitte Abold – Themen u.a.: Russland: Katzentheater in Moskau – Unterhaltung gegen politischen Frust; Frankreich: Krach mit der Türkei – Franzosen stellen Leugnung von Völkermord unter Strafe; Türkei: Heftige Reaktion – türkische Regierung leugnet weiter Völkermord an Armeniern; Kroatien: Wenn Machos zur Waffe greifen – Vogelsterben im Naturpark Hutovo. 23:37-00:07 • EinsExtra

Der Adler – Die Spur des Verbrechens
Krimi/Thriller (Reihe – Fernsehspiel – Verbrechen, Kriminalität) – Kommissar Hallgrim Hallgrimsson will nicht wahrhaben, dass der Mann auf dem Video, auf dem ein Massaker serbischer Soldaten an muslimischen Zivilisten dokumentiert ist, Bosco Markovich sein soll. Der Adler hatte sich mit dem ehemaligen Polizeichef aus Belgrad, der inzwischen als reicher Geschäftsmann in Berlin lebt, anlässlich einer Konferenz angefreundet. Die Leiterin der Sonderkommission Thea Nellemann will Markovich aber vor das Kriegsverbrechergericht in Den Haag bringen. Alle Zeugen, die Markovich auf dem Video identifizieren könnten, sind verschwunden oder tot – bis auf Nino Djapic, der aber aus Angst vor Gericht nicht aussagen will. Der Adler und Nazim reisen nach Berlin, um den Fall vor Ort zu recherchieren. Dort trifft er auf seine deutsche Amtskollegin Regine Eberlein, die schon seit längerem nach Bosco fahndet. Es besteht der dringende Tatverdacht, dass Bosco an einem elektronischen System arbeitet, das sämtliche Computernetzwerke zerstören könnte. In Berlin lebt auch Ninos deutscher Groß-vater Ernst Nebe. Bosco Markovich ist bei ihm und setzt Nebe mächtig unter Druck: Entweder er zeigt sich bereit, seinen Enkel Nino an Bosco auszuliefern, oder belastende Unterlagen über seine NS-Vergangenheit würden ans Tageslicht kommen. Nebe lässt seinen Enkel nach Berlin kommen, erzählt ihm von Boscos erpresserischem Versuch, überreicht ihm eine Pistole und fordert ihn auf, Bosco zu töten. Als Nino Bosco Auge in Auge gegenübersteht, gelingt es ihm nicht, abzudrücken. Diesen Moment nutzt Angelika, Boscos Mitarbeiterin, und setzt mit dem Gewehr auf Nino an. Nazim, der die Situation beobachtet hat, springt dazwischen und stirbt bei dem Versuch, Ninos Leben zu retten. Der Adler muss einsehen, dass sein Freund Markovich der führende Kopf der serbischen Mafia ist. Bosco flüchtet nach Dänemark, wo er von der Sondereinheit gefangengenommen wird. Nun gerät auch Thea Nellemann in große Gefahr, als sie in Kopenhagen den serbischen Innenminister empfängt, der gegen die mafiösen Strukturen im Balkan massiv vorgehen will. Beide werden von Angelika und weiteren Anhängern Boscos entführt. Die Entführer wollen die Geiseln nur im Austausch gegen Bosco Markovich freilassen. Der Druck auf die Sondereinheit ist übermächtig. Erst kurz vor Ablauf des Ultimatums gelingt es dem Adler, den Aufenthaltsort der Geiseln herauszufinden. Hoffentlich nicht zu spät, denn die Geiselnehmer verfolgen unterschiedliche Ziele. 01:00-02:35 • ZDF

Cosmo TV
Das Integrationsmagazin mit Till Nassif – Themen u.a.: Der Fall Arid Uka; Muslimischer Religionsunterricht; Ein Kölner sagt Danke

Der Fall Arid Uka
FRANKFURT AM MAIN. Im März 2011 tötete Arid Uka auf dem Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten und verletzte zwei weitere dabei schwer. Am 19. Januar wird nun das Urteil vom Frankfurter Oberlandesgericht erwartet. Die Tat gilt als der erste vollzogene islamistische Anschlag in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft sieht in Arid Uka allerdings keinen organisierten Islamisten, sondern einen Einzeltäter, verblendet von islamistischer Propaganda. Eine Verharmlosung? Tatsächlich scheint Arid Uka auch unter bekannten Islamisten gut vernetzt gewesen zu sein. Cosmo TV blickt noch einmal genau auf diesen Fall und geht der Frage nach: Hätte man die Tat nicht verhindern können?

Muslimischer Religionsunterricht
KÖLN. Seit den 1970er Jahren wird in NRW über die Einführung des Islamischen Religionsunterrichts diskutiert. Und jetzt endlich tut sich etwas. Ende 2011 wurden durch eine Änderung im Schulgesetz die Weichen für den islamischen Religionsunterricht gestellt. Ab dem kommenden Schuljahr soll das Fach an Schulen in NRW eingeführt werden. Aus Mangel an Lehrpersonal wird das Fach erst an 130 Schulen eingeführt, weitere Schulen sollen nach und nach folgen. Dazu bestimmt ein eigens für den Unterricht installierter muslimischer Beirat zukünftig über Lehrplaninhalte und Lehrpersonal. Und genau da liegt das Problem, denn die muslimischen Organisationen, die im Beirat sitzen, sind z.T. gar keine deutschen Organisationen. Die DITIB z.B., die die Mehrheit der türkischen Muslime vertritt, untersteht direkt dem türkischen Religionsministerium und dürfte daher gar nicht über Lehrinhalte an deutschen Schulen entscheiden. Cosmo TV fragt sich: Ist der geplante Islamische Religionsunterricht tatsächlich der seit Jahrzehnten erwartete Durchbruch? Werden die Inhalte des islamischen Religionsunterrichts den Normen deutscher Schulbildung genüge tun?

Ein Kölner sagt Danke
KÖLN. Der gebürtige Iraner Bijan Kushan möchte seiner Stadt Köln etwas zurückgeben – dafür, dass er hier so viele glückliche Jahre hatte. Er investiert in einen Gebäudekomplex im Westen der Stadt, der ein Treffpunkt für Leute mit Kindern werden soll. Denn so etwas gebe es bisher nicht, obwohl Kinder laut Bijan Kushan die Zukunft seien. Eigentlich war er nur auf der Durchreise, als er 1959 kam. Er wollte zum Studium in die USA. Aber dann gefiel es ihm im Rheinland so gut, dass er blieb. Bijan Kushan machte Karriere als Wissenschaftler und Unternehmensberater im Umweltbereich. Nun ist er pensioniert und trägt seit Jahren die Vision eines Kultur- und Jugendzentrums mit sich herum. Aber die Stadt stellt sich quer. Droht Bijan Kushans Vision zu scheitern?

Hintergrundinformationen:
Die Integration ist ein Jahrhundertthema. Sie ist in die Mitte der Gesellschaft gerückt und in den Fokus der Innen- und Gesellschaftspolitik in Deutschland. Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist „Cosmo TV“ ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche. Jede Woche nimmt das Magazin dieses Zusammenleben unter die Lupe – im Guten und im Schlechten, ohne politisch korrekten Zuckerguss, kritisch und aktuell. „Cosmo TV“ ist nah dran am Leben und Lebensgefühl. Natürlich macht die Sendung auch keinen Bogen um Streitthemen wie „Rütli-Schule“, „Mohammed-Karikaturen“ oder „Ehrenmorde“. Das Besondere an „Cosmo TV“: Hier gibt es keine fertigen Meinungen, alle Seiten kommen zu Wort. „Cosmo TV“ ist vor allen Dingen neugierig und geht den Dingen auf den Grund. 02:25-03:00 • EinsExtra

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