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Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg, Trauergottesdienst nach dem Terroranschlag im norwegischen Oslo und Utoya, 2011

Unglaublich

Sind die Neonazi-Opfer selbst Schuld an ihrem Tod, Herr Uhl?

Wären die von den Neonazi-Terroristen ermordeten Opfer nicht nach Deutschland gekommen, wären sie heute am Leben. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Hans-Peter Uhl, fordert daher eine Einwanderungspolitik, die diese Kausalkette unterbricht.

VONBirol Kocaman

DATUM16. Januar 2012

KOMMENTARE53

RESSORTLeitartikel, Politik

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Wird man in Saudi-Arabien als Ausländer unverschuldet in ein Autounfall verwickelt, ist man trotzdem schuld. Die Begründung lautet oftmals: Wenn man nicht in das Land gekommen wäre, wäre auch der Unfall nicht passiert.

Von solchen Zuständen ist man in Deutschland weit entfernt, könnte man meinen. Bundestagsabgeordneter Hans-Peter Uhl (CSU) beweist das Gegenteil.

Angesichts der Mordserie der rechtsextremen Zwickauer Zelle betonte er am Donnerstagabend bei einer Podiumsdiskussion Jesuiten-Hochschule in München die Bedeutung der Ausländerpolitik. „Eine gute und vernünftige Einwanderungspolitik muss zum Ziel haben, dass keine Kampfgruppen am rechten Rand entstehen“, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion einer Meldung KNA zufolge. Der soziale Frieden dürfe nicht gefährdet werden, habe Uhl gewarnt. Es nütze nichts, wenn man die ganze Welt umarme, dabei aber die eigenen Bürger aus den Augen verliere.

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53 Kommentare
Diskutieren Sie mit!»

  1. Bierdurst sagt:

    @aloo masala

    Über jedes Stöckchen das man Ihnen hinhält springen sie…wie Pawlowsche Hunde.

    Desweiteren sollte man sich immer nochmal vor Augen führen dass auch den sogenanntenn „Selbstmorden“ der NSU immer noch kein Motiv zu Grunde liegt.
    Frau Zschäpe hat auch immer noch nicht ausgesagt.

  2. Jan sagt:

    Quelle? Volltext? Video?

    Behaupten kann jeder.

  3. Ernst August sagt:

    Das Zitat gibt Ihre Interpretation nicht her. Richtig mies, was Sie hier machen. Rechtsfriede ist ein wesentliches Ziel in einer zivilisierten Gesellschaft.

  4. Che sagt:

    @unfug

    was Du schreibst ist doch völliger Nonsens. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen dass mir bisher noch kein Deutscher aus Eigeninitiative nach Arbeit gefragt haben, im Gegensatz zu Migranten die hier einfach selbständig handeln. Auch sind es sicher nicht die „bis zum gehtnichtmehr“ alimentierten Wirtschaftsflüchtlinge welche das Problem für „unser“ Deutschland darstellen. Gerade deutsche werden inzwischen von den Schweizern als solche Wirtschaftsflüchtlinge gesehen da Deutschland inzwischen als Billiglohnland dasteht.

    Falls nicht die gesamte Presse der letzten paar Monate an Dir vorbeigegangen ist könntest Du vielleicht erkennen dass die globale Finanz und Machtelite unser Problem sind, die CDU/CSU ist da jedenfalls nicht hilfreich.

  5. Pragmatikerin sagt:

    „Wären die von den Neonazi-Terroristen ermordeten Opfer nicht nach Deutschland gekommen, wären sie heute am Leben“

    Dieser Satz entbehrt jeder Grundlage, aber aus einem anderen Grund, als in diesem Artikel angegeben.

    Jeder Mensch, so glaube ich, hat ein Schicksal, welches vorausbestimmt ist.

    In der Theologie bedeutet das: „Das Schicksal ist im Grunde genommen die Tatsache, dass in der Kath. Lehre Gott von allem was in unserem Leben, bzw. im Universum passiert in uneingeschränkter Kenntnis darüber ist.Gott ist Der, Der weiß was wann und wo geschehen wird und wer wann und wo seinen freien Willen wie anwenden wird. Zwar verfügen wir Menschen über einen eigenständigen und freien Willen, allerdings vermögen wir nicht einmal zu wissen was uns in den nächsten Minuten widerfahren wird, geschweige denn was uns in den nächsten Tagen, Monaten oder Jahren erwartet.

    Wir sind ermächtigt unseren freien Willen eigenständig zu nutzen, nur wissen wir nicht immer wie wir uns entscheiden sollen. Aber nichts desto trotz treffen wir selbst unsere Entscheidungen und handeln eigenmächtig. Wir Menschen tun die Dinge nicht aus dem Grund weil Gott das so gewollt hat. Wir sind nicht vorprogrammiert, so dass wir keine andere Möglichkeit haben. Gegenteiliges ist der Fall, denn Gott weiß schon im Voraus wie wir uns verhalten und entscheiden werden. Er hat uns erschaffen und kennt uns besser als wir oder unsere Mütter uns zu kennen wissen. Er hat lediglich schon im Voraus niedergeschrieben wie wir uns verhalten und entscheiden werden im Leben, weil Er das von Anfang an wusste.“ So die kath. Lehre.

    Als Atheist glaube ich an ein Vorbestimmtsein meines Lebens, und das am Ende meines Lebens nichts mehr kommt.

    Pragmatikerin

  6. aloo masala sagt:

    Bevor man sich wie bei PI in Kommentaren versteigt, die einem leid tun könnte, sollte man sich doch mal Uhus Aussagen sorgfältig durchlesen. Was er sagt ist typische CSU-Polemik gegen die Einwanderungspolitik. Die Polemik besteht darin, dass er der Politik eine ungebremste Zuwanderung bescheinigt, die es faktisch jedoch seit über einen Jahrzehnt nicht mehr gibt. Auf diese Weise konstruiert Uhl sich einen Steigbügel, um der Einwanderungspolitik die Schuld am Entstehen rechter Kampfgruppen zu geben. Uhus Argumentation ist hanebüchen, keine Frage, was aber aus seiner Aussage gemacht wird ist in etwa so dämlich wie die Uhl-Polemik gegenüber der deutschen Einwanderungspolitik.

  7. netiquette sagt:

    liebe moderatorInnen.

    könntet ihr bitte ganz schnell für die einhaltung der netiquette sorgen und äußerungen ala „unfug…“ löschen oder zumindest kommentieren?

    danke

  8. Gregor sagt:

    Das Zitat ist schon richtig interpretiert, anders wie einige CSU-Jünger hier behaupten. Menschen mit „Migrationshintergrund“ sind nach Uhl selbst Schuld an Rassismus und Gewalt gegen sie. Diese Aussage muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen…

    Soviel zur sogenannten „Mitte der Gesellschaft“.

  9. Jack sagt:

    Gab es so eine aehnliche, daemliche Argumentation nicht schon einmal, „damals“?
    Unglaublich, da fehlen einem die Worte….

  10. […] interessanter bei so Personen ist, was sie im kleineren Kreise so von sich geben. Zum Beispiel, wie das MiMagazin berichtet, bei einer Podiumsdiskussion an der Jesuiten-Hochschule in München zum Thema der Bedeutung der […]


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