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Migration und Integration in Deutschland

Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

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Deutschenfeindlichkeit wird immer größer

Während Deutschland gegen den Rechtsterrorismus demonstriert … hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) ganz andere Sorgen.

DATUM21. November 2011

KOMMENTARE29

RESSORTAktuell, Humor

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29 Kommentare
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  1. MoBo sagt:

    @ Europa: schön dass sie den Skandal um 10 von Nazis Ermordeten gleich wieder für die Verbreitung von Islam-Feindlichen Thesen verwenden. Mal wieder nichts dazugelernt, oder?

    Aber ich erkläre es Ihnen gerne: Allahu Akbar bedeutet „Gott ist größer“ und wird von allen Muslimen z.B. im Gebet verwendet. Islamisten verwenden es genauso, davon aber einen Rückschluss zu ziehen ist unsinnig und da Sie es obwohl Sie es besser wissen trotzdem tun fremdenfeindlich. Ein fundamentalistischer Jude sagt auch „Shalom“ zur Begrüßung. Sind jetzt alle Juden Siedlungsbauer?

    Der Begriff „Volk“ dagegen ist, anders als eine Bevölkerung, also die Einwohner bzw. Bürger eines Landes ein gefärbter Begriff, der vor allem im Deutschen auch die auf Abstammung basierte Schicksalsgemeinschaft mitschwingen lässt. In der Türkei kann jeder der sich zum Türkentum bekennt, ob Tscherkesse, Kurde, Albaner oder Tatare, ein Türke werden. Das ist Nationalismus wie in Frankreich oder die USA kennt. In Deutschland gibt es dagegen den Volksgedanken, wodurch ein Russe der vor 8 Generation mal deutsche Vorfahren hatte sofort eingebürgert wird und ein Mehmet Öztürk auch bei voller Integration niemals als „wirklich deutsch“ angesehen wird. Deshalb ist der Begriff „Volk“ in Deutschland problematisch und veraltert.

  2. keith sagt:

    @Per Lennart Aae:

    Dass Sie als NPD-Funktionär – siehe „Per Lennart Aae“ in der Wikipedia – sich hier einmischen ist Ihr gutes Recht. Aber dass Sie versuchen, Ihre Partei als das eigentliche Opfer der vom skandalös agierenden VS instrumentalisierten Rechtsterroristen hinzustellen, ist schon ein Mitessertum der besonderen Sorte. Selbst wenn Sie recht haben sollten, haben Sie kein Recht dazu, sich auch noch in den Morden und im Staatsversagen, das sie begleitet, zu sonnen. Es ist die schon längst nicht mehr „klammheimliche Freude“ der NPD an Gewalt gegen anders Denkende und anders Aussehende, die Ihnen und Ihresgleichen hier kein Mitspracherecht gibt – räumen Sie erst mal im eigenen Stall auf! Wirken Sie auf die harten NS-Nostalgiker ein, ihr Treiben einzustellen und ihr rassistisches Denken zu ändern, dem zwangsläufig immer wieder um einer „höheren Mission“ willen („Reinheit der Nation“ usw.) Menschen zum Opfer fallen müssen. Da trifft es integrierte Bekenntnisdeutsche wie Necla Kelek etwa tendenziell genauso wie nichtintegrierte Gegengesellschaftler – denn in Ihren Kreisen macht ja nur die „Rasse“ den Unterschied. Nach diesem Raster haben die „Dönermörder“ sich ihre Opfer ausgesucht – das gleiche Raster, mit dem die NPD ihre „legale Politik“ betreibt.
    Sie sollten sich eher um die Eliminierung dieses gefährlichen geistigen Unterstützungspakets für Rechtsterroristen kümmern, als über die Irrungen und Wirrungen des VS und anderer staatlicher Stellen zu spekulieren. Das können andere besser und mit mehr Recht als Sie.

  3. Dante sagt:

    Jajaja, so wird aus dem deutschen Volk eine „Bevölkerung“.

    Ganz so einfach ist es nicht meine multikulturellen „Freunde“. Aber schön, dass Ihr immer offener werdet in Euren Umvolkungsphantasien. Das gibt neue Munition.

    Das deutsche Volk lässt sich nicht negieren oder dekonstruieren. Es ist schlicht Tatsache.

    Pech für die, die nicht dazugehören. Nicht mein Problem, bin ja Deutscher.

  4. @Dante: Was heißt hier „offener“!?

    Während die Rechtsextremen sich feige hinter der Islamkritik versteckt haben, als ob ihnen die „zwangsheirateten“ oder „ehrenermordeten“ Frauen überhaupt bedeutet haben, wurde hier auf MiGAZIN und durch meinesgleichen von Anfang an und offen für eine multiethnische und -religiöse Gesellschaft geworben.

    Es kommt dem Wahnsinn gleich zu behaupten, dass das deutsche Volk negiert oder dekonstruiert wird. So schafft man sich Opfermentalitäten und -bilder in der Gesellschaft, durch welche Menschen wie z.B. Breivik ihre Kraft, ihren Mut und Legitimation ableiten, um einem Menschen das Leben zu nehmen.

    Folglich ist es Ihrer Paranoia geschuldet, wenn Sie glauben, dass das deutsche Volk, dem ich ebenso angehöre wie der Sozialdemokrat, der Schwule, der Behinderte, der Banker, der Arbeitslose, der Bonze usw., „dekonstruiert“ wird.

  5. Dante sagt:

    Ich lehne Ihre Gesellschaftsform ab.

    Sie und ich sind nicht gleich, Sie teilen nicht meine Geschichte und meine Herkunft. Sie haben keinen Stallgeruch. Sie sind Nichtdeutscher. Kein Verbrechen, aber nunmal kein Deutscher.

    Leben Sie damit. Der Wind dreht sich. Balkanisierung lehne ich ab.

    Angekommen? Sie haben nicht die gleichen Rechte an der Gestaltung meiner Gesellschaft. Alles, was daran etwas ändern will, lehne ich ab.

    Ich lehne SIE ab, und alle anderen Nichtdeutschen. Wir reden nicht auf Augenhöhe!

  6. Pragmatikerin sagt:

    @ Dante

    Übertreiben Sie nicht ein wenig mit Ihrer Aussage „Ich lehne SIE ab, und alle anderen Nichtdeutschen….“

    Einen Menschen – egal welcher Hautfarbe und Nation – kann man nur so rigoros ablehnen, wenn man ihn kenn und – dann – nicht mag!!!!!!!

    Man sollte schon differenzieren was und wen man ablehnt. Ich lehne z.B. alles und jeden ab, was den Eindruck erweckt, egoistisch und unbelehrbar zu sein.

    Ich lehne – erstmal – ab, wenn sich jemand mir nicht verständlich mitteilen kann kann, das kann die Sprache sein, aber auch wie er sich mir mitteilt (virtuell); in der Realität gebe ich j e d e m erst mal eine Chance!!

    Hier in diesem Forum habe ich bisher nur vereinzelt einen Migranten/Türken/InN/Muslime „kennengelernt“, den ich gerne – wegen seiner Aussagen – gerne kennengelernt hätte um u.a. auch mit ihm/ihr ein Gespräch (keinenen Streit) zu führen. Eine einzige Ausnahme war bisher eine Deutsche türkischer Abstammung die jetzt die Türkei – obwohl in Deutschland geboren – zurückwandern will. Warum das so ist? Die meisten türkischstämmigen hier haben nichts oder wenig begriffen, nämlich dass Sie – durch Geburt und Erziehung – zwar hier in Deutschland wohnen, aber nicht hier leben. Wenn das nämlich so wäre, wären sie Deutsche und keine Türken mit deutschem Pass – das ist ein gewaltiger Unterschied.

    Da gebe ich sogar Dante Rech. Wenn diese nur hier leben – vor allem noch mit ausländischer Staatsangehörigkeit – sollte es ihnen zwar – auch – gut gehen (materiell und ideell) aber ich verwahre mich entschieden dagegen, dass ein Ausländer hier in Deutschland etwas zu „sagen“ hat (Wählen usw.). Da ist es auch egal, wie lange ein Ausländer hier in Deutschland lebt, 50 Jahre oder 5 Jahre. Ein „Passdeutscher“ hat dann mehr meinen Respekt, denn er hat sich wenigstens die Mühe gemacht, ein bischen was von den Deutschen zu lernen. Ob er sich dann weiterhin aufführt wie ein Ausländer ist eine andere Sache.

    Pragmatikerin

  7. @Dante:

    Schon wieder so ein feiger Begriff! „Balkanisierung“! Das ist doch ein Bedrohungszenario bzw. eine Drohprognose von Rechtextremen und vermeintlichen Islamkritikern, um der Öffentlichkeit Angst zu machen. Es wird so wie im ehemaligen Jugoslawien sein, wenn wir eine multikulturelle Gesellschaft werden. Woher wollen Sie das denn wissen!?

    Vielleicht werden wir so wie in den USA oder in Kanada oder wie in Brasilien oder Argentinien, wo viele Nachfahren deutscher Auswanderer leben.

    Aber eine multiethnische und -religiöse Gesellschaft fällt nicht vom Himmel. Daran müssen alle hart arbeiten. Hier ein Hinweis von mir:

    http://de.qantara.de/Wir-brauchen-endlich-eine-transkulturelle-Gesellschaft%E2%80%9C/16630c16888i0p83/index.html

    Mit der Balkanisierung sind Sie nicht ehrlich. In der zweiten Hälfte, da sind Sie ehrlich! Eine deutsch-völkische Nation wollen Sie haben! Na, dann viel Glück!

    Denn ich brauche nicht Ihre Gnade, um Mitspracherecht und Mitgestaltungsrecht in dieser, übrigens meiner Gesellschaft anzuwenden. Ich spreche und gestalte schon lange mit. Wie die Angehörigen der 1. Einwanderergeneration es schon lange getan haben.

    Über 80.000 Unternehmen wurden gegründet, Hunderte von Moscheen sind errichtet, unzählige Bücher haben türkischstämmige Autoren geschrieben, Lieder haben diese „Ausländer“ produziert, Privatschulen und auch eine Privat-Universität wurden gegründet, Theaterstücke wurden von „Ausländern“ geschrieben, Technologien entwickelt und Wissenschaftspreise nach und für Deutschland geholt.

    Wie wollen Sie das bitte alles rückgängig machen? Und glauben Sie immer noch, dass ich und meinesgleichen es nötig haben, ein Erlaubnis von Ihnen zu erbitten.

  8. NDS sagt:

    @ Pragmatikerin
    Wenn Ihre auswanderwillige Türkin tagtäglich mit den Dantes dieser Welt konfrontiert wird, ist ihr Wunsch dann nicht berechtigt auswandern zu wollen? Ist es dann nicht unfair Ihrerseits, dies als ihr persönliches Versagen vorzuwerfen?
    In diesem demokratischen Land wie Deutschland sind Menschen mit Migrationshintergrund Ministerinnen, Parteivorsitzende, erfolgreiche Regisseure, Autor_innen und was noch nicht alles. Sie gestalten tagtäglich die Gesellschaft mit. Wie, Dante, wollen Sie das verhindern? Was ist dadran verwerflich? Woher kommt Ihre Abneigung per se, Dante? Können Sie Ihre Unlogik begreifen? Und die grausamen Folgen, die diese Gedanken mit sich bringen?

  9. Pragmatikerin sagt:

    @NDS

    Sie schrieben:
    „Wenn Ihre auswanderwillige Türkin tagtäglich mit den Dantes dieser Welt konfrontiert wird, ist ihr Wunsch dann nicht berechtigt auswandern zu wollen? Ist es dann nicht unfair Ihrerseits, dies als ihr persönliches Versagen vorzuwerfen?“

    Die Deutsche türkischstämmige schrieb aber u.a.:

    „Dass hier schon immer rückständige Türken gelebt haben,die ihre Töchter nicht zu Klassenausflügen gelassen haben,geschweige denn in die Disco….etc.
    Noch heute ist es so,dass diese rückständige Fraktion von Türken es ihren Töchtern nicht erlaubt,deutsche Männer zu heiraten.
    Und wegen dieser Art von Türken (von denen es in Deutschland wimmelt) hatten und haben Türken,die anders sind,leider auch Probleme.

    „Weil viele türkische Familien so rückständig gelebt haben,waren sie von Anfang an unbeliebt.Und schon in den 80ern (als eben an den Häuserwänden “Türken Raus” stand) gab es deshalb eine Abneigung gegenüber Türken,weil diese eben durch Kopftücher…etc. besonders negativ hervorstachen. Anders ausgedrückt:
    Es gäbe heute kein Integrationsproblem mit Türken,wenn halbwegs gebildete Leute hier eingewandert wären oder sich die nicht so gebildeten angepasst hätten.“

    Auch Sie – wie so viele hier – „picken“ sich das aus einem Beitrag heraus, wo sie ihr Gift (grundlos) verspritzen können. So funktioniert kein Dialog. Schade um die „Tinte“ Ihres PC´s. 🙁

    Pragmatikerin


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