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Migration und Integration in Deutschland

Erwerbsquoten der inländischen (43 %) und ausländischen (70,8 %) Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1970.

Friedrich Heckmann, Die Bundesrepublik als Einwanderungsland?, 1981

TV-Tipps des Tages

07.11.2011 – Integration, Istanbul, Moschee, Osmanen, Ausländer, Syrien

TV-Tipps des Tages sind: Der Kaiser und der Sultan (1/2, 2/2). Erst seit 1940 kann man mit der Bagdad-Bahn von Istanbul bis in die irakische Hauptstadt fahren.; Westpol – Politik in Nordrhein-Westfalen. Themen: Arme Städte, reiche Städte; Envio; Zentralmoschee: Großer Streit statt großer Wurf; Vorwärts in die Vergangenheit

VONÜmit Küçük

DATUM7. November 2011

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Der Kaiser und der Sultan (1/2, 2/2)
Dokumentation (Wissenschaft Technik Umwelt – Reisen/Urlaub/Touristik) – Film von Dieter Sauter

Erst seit 1940 kann man mit der Bagdad-Bahn von Istanbul bis in die irakische Hauptstadt fahren. 1917, als Kaiser Wilhelm II. Istanbul zum letzten Mal besuchte, waren die Schienen gerade bis zur heutigen türkisch-syrischen Grenze verlegt. Die Bahn sollte das Osmanische Reich neu erschließen. Sie sollte mithelfen, den Niedergang des einstigen Weltreiches aufzuhalten und die militärische Schlagkraft des Osmanischen Sultans stärken.

Vor wenigen Jahren wurde das Teilstück an der türkisch-syrischen Grenze wieder eröffnet. Lange Jahre war der Streckenabschnitt nicht befahrbar. Heute führt die Bahn wieder durch atemberaubende Landschaften an den Rand der syrisch-irakischen Wüsten, vorbei an Städten und Häfen, die damals mit dem Bau der Bahn entstanden. Die Reise mit der Bagdad-Bahn führt auch zu Pavillons und Serails, die eigens für den deutschen Kaiser im Orient errichtet worden waren. Erster Teil des zweiteiligen Films „Der Kaiser und der Sultan“ über den Verlauf und die Geschichte der Bagdad-Bahn. 3sat zeigt den zweiten Teil des zweiteiligen Films „Der Kaiser und der Sultan“ im Anschluss, um 16.30 Uhr.16:00-16:30, 16:30-17:00 • 3sat

Westpol – Politik in Nordrhein-Westfalen
Moderation Sabine Scholt. Themen: Arme Städte, reiche Städte; Envio; Zentralmoschee: Großer Streit statt großer Wurf?

Arme Städte, reiche Städte:
Den Kommunen in finanzieller Not will die Landesregierung nach eigenem Bekunden kräftig unter die Arme greifen. Zunächst will sie Geld in die Hand nehmen, um mit einem Stärkungspakt die größten Löcher zu stopfen. Aber auch Kommunen, die als reich gelten, sollen ihren Teil beitragen und den armen Städten helfen.

Envio:
Mehr als ein Jahr ist vergangen seit die Dortmunder Recyclingfirma Envio schließen musste. In den riesigen Hallen wurden jahrelang Transformatoren mit giftigen PCB auseinandergeschraubt. Hunderte Mitarbeiter waren dabei schutzlos dem krebserregenden Staub ausgesetzt. Der Skandal um die Firma Fall Envio ist einer der größten deutschen Umweltskandale, ein internationaler Wirtschaftskrimi und ein Beispiel für das Versagen von Behörden. Mittlerweile hat die Staatanwaltschaft gegen Envio-Chef Neupert Anklage erhoben: Der Prozessbeginn steht kurz bevor. WESTPOL hat die Envio-Arbeiter begleitet. Der Skandal ist noch lange nicht aufgearbeitet.

Zentralmoschee: Großer Streit statt großer Wurf?
Sie sollte ein Symbol für gelungene Integration werden: Die Zentralmoschee der türkischen DITIB in Köln. Mit dem Kirchenarchitekten Paul Böhm und seinem modernen, transparenten Bau schien der Brückenschlag zwischen türkischen Muslimen und deutscher Mehrheitsgesellschaft zu gelingen. Der von rechten Parteien wie Pro Köln befeuerte Widerstand schrumpfte mit jedem Meter, den der Rohbau in die Höhe wuchs. Doch zwei Jahre nach der Grundsteinlegung will die DITIB den Architekten plötzlich loswerden, beklagt Pfusch am Bau und explodierende Kosten. Die so mühsam erreichte Akzeptanz gerät durch den öffentlichen Streit wieder in Gefahr.

Hintergrundinformationen:
WESTPOL ist das politische Fernsehmagazin für Nordrhein-Westfalen, aktuell, kritisch und hintergründig. 21:30-22:00 • EinsExtra

Vorwärts in die Vergangenheit
Dokumentation (Politik – Politik Ausland) – Film von Karin Bauer

Wenn Fremde in großer Zahl in ein Land einwandern, und wenn Grenzen verwischen, fühlen sich viele Menschen bedroht. Über die Hälfte der Schweizer Stimmbürger befürwortet inzwischen eine restriktive Ausländerpolitik. In Sachen Mobilisierung ist die nationalkonservative Schweizerische Volkspartei SVP ungeschlagen. Sie kann auf eine Heerschar von Helfern zählen, die auf Bauernhöfen plakatieren. Zu den Menschen, die den Nährboden der SVP ausmachen, zählt Peter Frei. „Wir sollten die Zahl der Ausländer in der Schweiz bei 20 Prozent begrenzen“, findet der 55-jährige Polier, der fast nur mit Ausländern zusammenarbeitet und sich in der Freizeit ehrenamtlich für die SVP engagiert. Im Schweizer Wahljahr 2011 ist Karin Bauer für ihren Film „Vorwärts in die Vergangenheit“ ins Zürcher Unterland aufgebrochen. Wo harte Parolen auf Plakaten im Rapsfeld prangen, trifft sie auf Arbeiter, Hausfrauen und Unternehmer, die den Mikrokosmos Schweiz retten wollen. 22:55-23:45 • 3sat

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