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Wenn Ausländer […] von der einheimischen Bevölkerung als Konkurrenten um Arbeitsplätze […] und als Bedrohung der Sicherheit […] wahrgenommen werden, dann erhöht die vermehrte Sichtbarkeit der Migranten dieses Gefühl […]

Forschungsverbund „Probleme der Ausländerbeschäftigung“ / 1979, 1979

Türkische Presse Türkei

03.11.2011 – Erdoğan, Deutschland, Merkel, Afghanistan, PKK, Anwerbeabkommen

Die Themen des Tages sind: Erdoğans Deutschland Besuch; „Turbo – Staat Türkei“; Afghanistan Konferenz in Istanbul; Das Forschungsschiff „Piri Reis“ schloss seine seismologischen Forschungen im Mittelmeer; Forbes Liste der mächtigsten Persönlichkeiten; 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens; Kooperationsabkommen mit TPAO

VONBYEGM, TRT

DATUM3. November 2011

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RESSORTTürkische Presse Türkei

QUELLE Die “Türkische Presse Türkei” wird MiGAZIN von der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara und der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World) zur Verfügung gestellt und unverändert übernommen.

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Presseschau der Generaldirektion für Presse und Information in Ankara

Erdoğans Deutschland Besuch
Im Rahmen seines Deutschlandbesuches hielt Erdoğan auf der Feier anlässlich des 50. Jahrestages des türkisch-deutschen Anwerbeabkommens eine Rede und bekannte sich auf dem Festakt ausdrücklich zur Integration der Türken in der Bundesrepublik. Zugleich lud er alle Deutschen ein, die türkische Staatsbürgerschaft zu erwerben. „Wir gehören zusammen“, sagte der Ministerpräsident auf Deutsch. Merkel unterstrich die Brückenfunktion der nach Deutschland zugezogenen Türken und vermerkte, „Diese drei Millionen türkischstämmigen Menschen schaffen zwischen der Türkei und Deutschland eine besondere Beziehung. Erdoğan kritisierte bei seinem Deutschlands besuch erneut jede Unterstützung für die Terrororganisation PKK. “Die Türkei dürfe im Kampf gegen die Terrororganisation PKK nicht alleingelassen werden” so Erdoğan. Darauf entgegnete Merkel, Deutschland stehe hier „ohne Wenn und Aber“ an der Seite der Türkei.

„Turbo – Staat Türkei“
Stern widmete dem 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens ihr Titelblatt unter der Überschrift, „Turbo-Staat Türkei“. In der Zeitschrift wurde der Boom am Bosporus näher aufgezeichnet und die Beliebtheit Erdoğans nicht nur in der Türkei sondern auch in der arabischen Welt nachgegangen.

Afghanistan Konferenz in Istanbul
Die Istanbul-Konferenz für Afghanistan hat im Ciragan Palast begonnen. Ziel der Konferenz ist es mit internationaler Unterstützung die selbständige Verwaltung Afghanistans bis 2014 zu gewährleisten. Staatspräsident Abdullah Gül hielt die Eröffnungsrede. Die Teilnehmer der Internationalen Afghanistan-Konferenz in Istanbul haben am Mittwoch die Notwendigkeit der regionalen Zusammenarbeit für die Zukunft des Landes betont.

Das Forschungsschiff „Piri Reis“ schloss seine seismologischen Forschungen im Mittelmeer
Das Forschungsschiff „Piri Reis“ hat im Auftrag der Türkischen Republik Nordzypern seine seismologischen Forschungen im Mittelmeer abgeschlossen. Die Forschungen im südlichen Teil der Insel im so genannten „G-Punkt“ wurden am 23. September eingeleitet. Seitdem wurden auf 4.000 Quadratkilometer Fläche Daten gesammelt. Nach Abschluss der Forschungsarbeiten ankerte „Piri Reis“ vor dem Hafen von Famagusta.

Forbes Liste der mächtigsten Persönlichkeiten
In der am Mittwoch von dem US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ veröffentlichten diesjährigen Liste der mächtigsten Persönlichkeiten wurde Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan auf Platz 48 aufgeführt. US-Präsident Barack Obama ist nach Einschätzung des Magazins gegenwärtig die wichtigste Person auf dem Globus.

Presseschau der Türkischen Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT-World)

50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens
Hürriyet meldet, auf der Zeremonie zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens habe Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Deutschen zur türkischen Staatsbürgerschaft eingeladen. Wie Rassismus und Diskriminierung sei auch Assimilation ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Darin seien sich die Türkei und Deutschland einig. Die Türkei unterstütze Integration bedingungslos. Die Türken in Deutschland müssten die deutsche Sprache unbedingt lernen. Die Türkei fördere auch die deutsche Staatsbürgerschaft von Türken. Die Rechte in der Türkei würden gewahrt. Die Deutschland hingegen seien von Erdogan zur türkischen Staatsbürgerschaft eingeladen. Integration sei einseitig nicht möglich. Die Erlernung der Muttersprache, die Wahrung von Kultur und Traditionen müsse von der integrierenden Seite respektiert werden, habe Erdogan weiter betont. Vatan berichtet zum selben Thema, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel habe in ihrer Rede gesagt, die drei Millionen türkischstämmigen Menschen würden eine besondere Beziehung zwischen den beiden Staaten bilden.

Eisschmelzender Gipfel in Istanbul
In Zaman lesen wir unter der Schlagzeile „eisschmelzender Gipfel in Istanbul“, in einer Periode, in der die Spannung zwischen Afghanistan und Pakistan eskaliert sei, habe die Türkei die beiden Länder zusammengebracht und die Dialogwege zwischen den „verstimmten Brüdern “ wieder geebnet. Bei dem 6. Gipfeltreffen der Türkei, Afghanistan und Pakistan seien Protokolle über vertrauensbildende Maßnahmen unterzeichnet worden, schreibt das Blatt. Seit der Ermordung des Vorsitzenden des Hohen Friedensrates Burhanuddin Rabbani, der die Friedensverhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und Taliban-Führern geführt hatte, seien Karzai und Zardari erstmals auf dem Gipfeltreffen in Istanbul zu Gesprächen zusammengekommen.

Kooperationsabkommen mit TPAO
Aus Vatan erfahren wir, das Wirtschafts- und Energieministerium der Türkischen Republik Nordzypern sowie das türkische Mineralölunternehmen TPAO hätten ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Mit dem Abkommen erhalte TPAO die Erlaubnis, nach Erdöl zu suchen, Bohrungen durchzuführen und zu betreiben.

Champions League
Auf den Sportseiten von Hürriyet lesen wir, am vierten Spieltag der Gruppe B der Champions League sei der einzige türkische Vertreter Trabzonspor gegen CSKA Moskau nicht über ein 0 : 0 hinausgekommen. Dem Blatt nach habe die Mannschaft aus Moskau ab der 74. Minute wegen einem Platzverweis in Unterzahl gespielt. Aber die türkische Elf aus dem Schwarzmeergebiet habe dies nicht ausgenutzt.

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