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Migration und Integration in Deutschland

Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.

Hessischer Integrationsminsiter Jörg-Uwe Hahn (FDP), Frankfurter Neue Presse, 7.2.2013

Anwerbeabkommen

Angela Merkel würdigt Leistung türkischer Zuwanderer

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt anlässlich des 50 Jahrestages deutsch-türkischen Anwerbeabkommens die Leistung türkischer Zuwanderer und appelliert an die Integrationsbereitschaft der deutschen Gesellschaft wie auch der Zuwanderer.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Beitrag der türkischen Zuwanderer zum Wohlstand Deutschlands gewürdigt. In ihrem neuen Video-Podcast sagt Merkel, das deutsch-türkische Anwerbeabkommen von 1961 habe Deutschland verändert. Die Migranten aus der Türkei seien „ein Teil unseres Landes geworden“.

Es gebe viele sehr gut integrierte türkischstämmige Menschen, aber durchaus auch noch Probleme, so Merkel. Sie appelliert an die Integrationsbereitschaft der deutschen Gesellschaft wie auch der Zuwanderer. In ihrem Podcast beantwortet Merkel Fragen der 21-jährigen Jurastudentin Semiramis Kilisli, deren Großeltern aufgrund dieses Abkommens nach Deutschland gekommen sind.

Die Bundeskanzlerin betont, jemand sei gut integriert, wenn er die Sprache sehr gut beherrsche und möglichst gut in der Schule gelernt habe. Das seien die Voraussetzungen, um einen Beruf zu erlernen, Karriere zu machen und richtig am Leben teilhaben zu können. Niemand solle seine Herkunft vergessen, aber das „Leben in einer anderen Welt“ dürfe nicht überhand nehmen.

Mehr Kontakte und mehr Offenheit gewünscht
Merkel wünscht sich mehr Kontakte und mehr Offenheit zwischen Deutsch- und Türkischstämmigen. Sie kritisiert das Aussortieren von Bewerbungsschreiben, „wenn der Name vielleicht nach einem Migrationshintergrund aussieht“.

Auf den Hinweis, viele qualifizierte Türken entschlössen sich, Deutschland zu verlassen, antwortet Merkel mit Verständnis. Die Türkei entwickele sich sehr dynamisch. „Wenn man einmal sieht, was in Istanbul für ein Leben ist, wie viel Wachstum und wie viel Veränderung da ist, dann zeigt uns das auch: Wir müssen auch Migranten gute Angebote machen.“

Wie sie das Empfinden vieler junger Menschen mit Migrationshintergrund beurteile, in Deutschland nicht willkommen zu sein, will Kilisli von Merkel wissen. Merkel: „Ich glaube, da muss man aufpassen, dass sich die Migranten da nicht auch ein bisschen was einreden.“ Jeder sei in Deutschland willkommen. Wer die Sprache beherrsche und sich „natürlich auch“ an die Gesetze halte, bekomme hier eine faire Chance. „Heute sieht man, dass sich insbesondere junge Menschen sehr stark einbringen“, sagt Merkel. (bk)

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33 Kommentare
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  1. Pragmatikerin sagt:

    Nachtrag:
    „Pacta sunt servanda (wörtlich: „Verträge sind einzuhalten“)“

    Verträge kann man kündigen – unrechtmässig abgeschlossene Verträge oft fristlos!!!!!

  2. Pragmatikerin sagt:

    Berichtigung:
    demoskopische Probleme = demographische Probleme

  3. e-xyz sagt:

    @Pragmatikerin
    Konnte ich wissen, dass ich in ein Hornissennest steche, sorry! LOL
    „Schade, dass Sie nicht rechnen können – denn die Summen welche wir Deutschen bisher an die Türkei bezahlt haben (z.B. auch Strassenbau in der Türkei) und – leider – noch bezahlen müssen, wiegen die Unterhaltungszahlungen an die Türkei und deren Staatsvolk (welche auch in grosser Zahl hier Leben und von diesen Zahlungen partizipieren) enorm auf.“
    Als Informatiker kenne ich nur 1en und 0en.
    Nennen Sie doch mal Zahlen für Ihre Kanakenhetze.
    Wenns geht vom Statistischen Bundesamt, keine Sarazin Fakes.
    Damit wir Ihnen zustimmen können, klären Sie uns auf, öffnen Sie uns die Augen, damit wir den Klingelbeutel für Deutschland rumgehen lassen können. Wir möchten unserer Schuld bewusst sein, um Buße zu tun.
    Kann man bei Ihnen auch Ablassbriefe kaufen?

  4. Pragmatikerin sagt:

    e-xyz

    „Kann man bei Ihnen auch Ablassbriefe kaufen?“

    Sie wiederholen sich, schade;-)

    Pragmatikerin

    P.S.: Auch ich kenne mich etwas aus auf dem Gebiet IT. Ich habe in der Zeit von 1976 bis 1999 in den Newcommern (Control Data, Blue Bother (IBM), Siemens-Nixdorf) Computer verkauft. Ich kenne noch persönlich die Sprachen Cobol, Basic usw. und weiss auch noch, was eine Floppy Disk und ein Ribbon war, Sie auch? Mit der Textverarbeitung von Data General (CEO) habe ich die ersten Briefe geschrieben und 1985 auf einem Maciontosh die ersten Tabellen erstellt. Noch Fragen diesbezüglich?

  5. e-xyz sagt:

    @Pragmatikerin
    Ja meine Disketten waren von der Größe 5 1/4 „, mit dem Lochen waren beide Seiten beschreibbar. Ja, ich habe auch die Museumstechnik verwendet.
    Und, jetzt ?
    -Control Data, 1992 platt gegangen
    -Blue Bother (IBM), baut keine Computer mehr,
    -Siemens-Nixdorf , gibts auch nicht mehr
    -Cobol, Basic, benutzt keiner mehr
    Das Pech scheint an Ihnen zu kleben,überall wo Sie waren, geht die Firma kaputt.
    Noch Antworten?

  6. Pragmatikerin sagt:

    Hi hi hi e-xyz

    Ach Sie wissen es nicht 😉 Sie schreiben mit einer Rentnerin, Jahrgang 1946.

    Ich bin erstaunt und auch etwas irritiert, so jemanden wie Sie – im beruflichen positiven Sinne – gibt es tatsächlich noch in dieser Zeit, Respekt!!!

    Gell schade, alle gutenComputer- und Software-Firmen der Anfangszeit haben leider die „Segel gestrichen; was es heute für den teuren Euro zu kaufen gibt, ist fast nur noch Schund und Schrott. Kaufen sie heute einen PC, der übersteht gerade mal die Garantie-Zeit, selbst frühere Markenfirmen wie z.B. Packard Bell (die noch wirklich Geld gekostet haben) haben keine Restlaufzeit mehr. 🙁

    ….jetzt habe ich doch fast in der Vergangenheit geschwelgt, bin aber schon wieder auf dem Teppich gelandet; wenn ich aber an „unser Thema“ Migranten denke, sorry, dann lieber in der „Guten Alten Zeit“ gedanklich verbleiben 😉

    Pragmatikerin

  7. e-xyz sagt:

    @Pragmatikerin
    Also ich bin Generation C64 nur zum einordnen : )
    Wetten es gibt mehr verbindendes zwischen und als trennendes.
    In diesem Sinne einen schönen Abend
    an die Dame mit IT-Vergangenheit und Schöffen-Gegenwart

  8. Pragmatikerin sagt:

    Hallo e-xyz

    Ich wollte den Commodore 64 (kurz: C64, umgangssprachlich auch 64er oder Brotkasten erst auch in meinem Beitrag erwähnen, ob sie diesen auch kennen, lol

    Leider ist das hier das untauglichste Forum, um über die „Urzeiten der Computerei“ zu fachsimpeln. Aber ich habe mich trotzdem gefreut, einen „Migranten“ hier zu treffen, mit dem ich über „tolle berufliche Zeiten“ hätte klönen können.

    Schönen Abend Ihnen auch – ich mochte die IT-Zeit mehr als die 8 Jahre Schöffenzeit, glauben Sie mir bitte.

    Pragmatikerin

  9. saggse sagt:

    e-xyz schrieb:
    „-sendet den gesamten Inhalt des Pergamon-Museums zurück
    -zahlt Schadensersatz und/oder sorgt dafür, dass Russland die trojanischen Schätze zurück an die Türkei gibt.
    -zahlt Reparationszahlung für die im Holocaust umgekommen türkischen Staatsbürger
    -zahlt Schmerzensgeld an die Angehörigen der Dönermorde und der Polizistin wegen “Untätigkeit”

    Soll ich weiter machen?“

    Ja bitte. Machen Sie weiter.
    Zum vorletzten Punkt googeln Sie mal nach „Corry Guttstadt“. Da können Sie Ihre Linksammlung bereichern.
    Z.B. http://jungle-world.com/artikel/2008/44/27699.html

  10. e-xyz sagt:

    @saggse
    Ja und jetzt?
    Zitat Guttstadt:
    „So habe die Regierung in Ankara zum Beispiel auf ein Ultimatum des NS-Regimes 1942 mit der Ausbürgerung tausender türkischer Juden reagiert und die Konsulate angewiesen, keine Gruppenrepatriierungen durchzuführen. “
    Also was geschehen sein soll, wurde auf Druck der Nazis getan.
    Hat man sie mit Krieg bedroht? Wollte man den Marsch in Griechenland durch die Türkei verlängern?
    Egal, was Sie schreiben oder auch finden, die Ermordung von Millionen Juden kommt immer auf Ihre Vorfahren zurück. Quasi, ein Boomerang.
    Diese Verantwortung haben Sie mit Ihrer Geburt abonniert.
    Gehen Sie verantwortungsvoll damit um.
    In diesem Sinne mein Gutster


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