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Deutsche Presse

31.10.2011 – PKK, Migranten, Anwerbeabkommen, Doppelte Staatsbürgerschaft, Türkei

50 deutsch-türkische Jahre; Protest gegen die jüngsten Anschläge der PKK Terror; Polizei braucht Migranten; Im Streit kann keine kölsche Moschee entstehen; Herrmann gegen SPD-Vorstoß zur doppelten Staatsbürgerschaft; Angriffe auf Israel und Gaza-Streifen; Selbstmordanschlag in der Türkei – vier Tote und 20 Verletzte

Die Themen des Tages sind:

Mit dem Zug kamen 1961 die ersten türkischen Gastarbeiter aus Istanbul nach München. Einige von ihnen unternahmen die Reise zum 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens jetzt noch einmal, und schildern bei dieser Gelegenheit ihre oft leidvolle Geschichte – doch die mitfahrenden Politiker interessiert das wenig.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat einen SPD-Vorstoß für eine doppelte Staatsbürgerschaft abgelehnt. Er erwarte, dass sich einbürgerungswillige Einwanderer klar für die eine oder andere Staatsbürgerschaft entscheiden, sagte Herrmann in München.

Mehr als 600 Demonstranten gingen in Hamborn auf die Straße und protestierten gegen die jüngsten Anschläge der kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die Polizei hatte die Lage im Griff.

Fachkräfte aus den südeuropäischen Krisenländern entdecken Deutschlands Wirtschaft. Die neuen Zuwanderer sind jung, arbeitshungrig – und meistens qualifiziert.

Hilfreich bei Einsätzen in Problemvierteln Die Polizei kann aus Gewerkschaftssicht nicht auf Mitarbeiter mit Migrationshintergrund verzichten.

Ein „Moschee-Beirat“ sollte für Verständigung sorgen. Den Bruch zwischen der Ditib und dem Architekten Böhm in Köln konnte er aber nicht verhindern.

Die designierte stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Aydan Özoguz hat sich von ihren radikalislamischen Brüdern distanziert.

Vertreter europäischer Muslime stellen absurde Forderungen: In Dänemark wird bereits diskutiert, ob in Teilen des Landes die Scharia gelten soll.

Mit ihrem Vorstoß für den Mindestlohn will Angela Merkel der SPD den Wind aus den Segeln nehmen. Dafür riskiert sie das Profil der CDU.

Eine Kopfverletzung legte offenbar das Atemzentrum von Libyens Ex-Machthaber still. Nach Angaben eines Arztes wurde er nicht schwer misshandelt.

Bei einem Erdbeben an der peruanischen Küste, rund 300 Kilometer südlich von Lima, sind mehr als hundert Menschen verletzt worden.

Keine Ruhe in Nahost: Eine neue Runde der Gewalt zwischen Israel und der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad hat mindestens elf Menschenleben gefordert.

Eine Selbstmordattentäterin hat in der Stadt Bingöl im Osten der Türkei zwei Menschen mit in den Tod gerissen und 20 weitere verletzt.

Die Suche nach Überlebenden in der Türkei geht eine Woche nach dem schweren Erdbeben zu Ende. Knapp 600 Menschen starben, mehr als 4100 wurden verletzt bei dem Beben der Stärke 7,2. Nur noch an zwei Stellen wird gesucht.

Integration und Migration

Herrmann gegen SPD-Vorstoß zur doppelten Staatsbürgerschaft

50 deutsch-türkische Jahre

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Ausland

Angriffe auf Israel und Gaza-Streifen

Türkei

Nachtrag vom 30.10.2011