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Armin Laschet, Nordrhein-Westfälischer Integrationsminister, MiGAZIN, 28. Januar 2010

TV-Tipps des Tages

29.10.2011 – Moschee, Russisch, Byzanz, Almanya, Einwanderer, Türkei

TV-Tipps des Tages sind: Cosmo TV; Russisch, bitte!; Große Städte, Große Träume; Byzanz – Europas östliches Erbe; Salz im Mokka: Innenansicht einer türkischen Einwandererfamilie – 50 Jahre Einwandererabkommen; Eine andere Liga; Hallo Almanya! Eine deutsch-türkische Unterhaltungsshow; Zeit der Wünsche: Das Dornenbett (2)

VONÜmit Küçük

DATUM29. Oktober 2011

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Cosmo TV

Die Griechen kommen – wieder!
KÖLN. Die Euro-Krise hält Griechenland weiter fest im Griff. Deshalb suchen immer mehr Griechen wegen der Perspektivlosigkeit in ihrer eigenen Heimat ihre Zukunft in Deutschland. Sie wandeln dabei auf den Spuren der ersten Gastarbeiter-Generation. Gerade die zeichnete eine hohe Heimattreue aus. Die meisten von ihnen kehrten nach ein paar Jahren Arbeit zurück nach Hause. Das Heimweh war stärker als ein gutes Einkommen. Cosmo TV hat ein junges Ehepaar aus Griechenland, deren Eltern schon Gastarbeiter waren, auf seinen ersten Schritten in Deutschland begleitet.

Fremdwort Elternabend
KÖLN. Entweder gehen sie nicht hin, weil sie ihn nicht kennen, oder sie gehen nicht hin, weil sie nicht wissen, was sie da sollen: Der Elternabend – viele Eltern scheuen sich daran teilzunehmen. Sprachdefizite und die Angst Verantwortung zu übernehmen gehen zu Lasten der Kinder. Was bleibt, ist die Ratlosigkeit vieler Lehrer. Cosmo TV hat einen türkischen Vater zu seinem ersten Elternabend an einer Kölner Hauptschule begleitet. Eine Geschichte mit einem überraschenden Ende.

Jürgen Becker in der Moschee
DUISBURG. Kabarett unterm Minarett – der Name ist hier Programm. Nach wenigen Tagen war die Veranstaltung in der Merkez Moschee in Duisburg schon ausverkauft. Satire und Moschee – geht das zusammen? Senay Duzcu weiß, dass der Abend ein Tanz auf der Rasierklinge werden kann. Die türkische Kabarettistin hat die Moschee überredet, dabei mitzumachen. Zusammen mit Jürgen Becker will sie testen, ob Satire wirklich alles darf oder doch nur Kabarett light für Muslime herauskommt. Cosmo TV schaut, was raus kommt. 09:00-09:30 • WDR

Russisch, bitte!
Folge 9 von 30 – Russisch lernen vom Fernsehsessel aus! Eine nützliche Einführung beispielsweise für Touristen, die nach Russland reisen wollen. 13:45-14:15 • BR-alpha

Große Städte, Große Träume (11)
Alltag und Lebensbewältigung (Alltagskultur) – Yaz wollte schon immer auf die Bühne, deshalb lag ein Schauspielstudium auf der Hand. Nach dem Abschluss war die Deutsch-Türkin bei Fernsehsendungen wie „Hausmeister Krause“ und „Alles was zählt“ zu sehen. Ein Weltstar wird man so allerdings nicht, deshalb zog es die 26-Jährige in die Stadt, in der die Promis Tür an Tür leben: nach Hollywood. Doch in der Millionenmetropole L.A. schläft die Konkurrenz nie, jeder hat einen Traum und alle das gleiche Ziel. Um zu überleben, muss sich Yaz wie jeder Schauspieler immer wieder neu erfinden und Geld als Babysitterin, Messehostess oder Hundebetreuerin verdienen. Ein Preis, den sie gerne zahlt, denn Yaz ist eine Kämpfernatur und aufgeben ist keine Option. Sie will durchhalten, ist dankbar für jede Audition und hat ihr Ziel, einmal ganz groß zu werden, klar vor Augen.

Mit gerade mal 29 Jahren promovierte der Physiker Felix. Die Naturwissenschaft ist seine große Leidenschaft, die ihn nun nach Madrid führt. Die Universidad Autónoma de Madrid hatte eine Stelle für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter ausgeschrieben, und beide Parteien wurden sich schnell einig. Für Felix war schon immer klar, dass er nach seinem Studium Zeit im Ausland verbringen möchte, um dort Erfahrungen zu sammeln. Doch die Auswanderung wird für Felix mit einigen Herausforderungen verbunden sein. Er kann nämlich kein Spanisch, seine Kollegen werden fast ausnahmslos Spanier sein. Neben der Sprache ist ihm auch sein Physikerteam vor Ort unbekannt. Bisher hatte er nur Kontakt mit dem Professor, den er am Freitag zur Vertragsunterzeichnung treffen wird. In Madrid selbst war Felix noch nie, freut sich aber auf sein neues Leben in der spanischen Hauptstadt.

Wegen fehlender beruflicher Perspektive ging die Deutsch-Türkin Emine Sahin (38) nach Istanbul. Da ihre Eltern mittlerweile wieder dort leben, sollte der Eingliederungsprozess nicht schwer fallen – doch Emine ist Deutsche und noch dazu eine Frau. Türkische Bauleiter traten ihr mit sehr viel Skepsis entgegen. Was sollte eine deutsche Frau, die aussieht wie eine Türkin, aber die Sprache nicht zu 100 Prozent richtig sprechen kann, ausgerechnet in der Baubranche? Doch Emine biss sich durch und erkämpfte sich ihre Positionen: von der Bauleiterin bis hin zur Architektin. Heute arbeitet sie als erfolgreiche Architektin in Istanbul, der Millionen-metropole der Türkei. In einem aufstrebenden Bauunternehmen stellt sie sich neuen Herausforderungen: Als rechte Hand des Chefs führt sie Vorstellungs-gespräche und leitet wichtige Bauprojekte. Allerdings ist Emine ihrer deutschen Mentalität treu geblieben. Ihr Chef ist Schweizer, und ihre Arbeitskollegen haben meist einen deutschen Hintergrund. Pünktlichkeit und Verlässlichkeiten werden bei ihr groß geschrieben. Emine fühlt sich in der Türkei sehr wohl – ist und bleibt im Herzen aber deutsch. 13:55-14:40 • ZDF

Byzanz – Europas östliches Erbe
Dokumentation (Kultur – Geschichte allgemein) – Film von Elli Gabriele Kriesch – Byzanz, Brücke zwischen Orient und Okzident, galt als Inbegriff hoch entwickelter Zivilisation. Unermesslicher Reichtum und verschwenderischer Luxus, kirchliche und höfische Prachtentfaltung prägten das Bild vom Weltreich am Bosporus. Das oströmische Reich von Byzanz währte über 1.000 Jahre, lag auf drei Kontinenten mit fünf Meeren und wurde regiert von einem Kaiser als Stellvertreter Gottes auf Erden: Konstantin der Große legte 324 nach Christus das Fundament für die neue Metropole im Osten. Byzanz wurde zum zweiten Rom, zum neuen „Nabel der Welt“. Bayern grenzte zeitweilig an das byzantinische Oberitalien, und so kamen zahlreiche Preziosen aus dem Osten über die Alpen. Als 1204 ein Kreuzfahrerheer die Kapitale im Osten plünderte, war dies der Anfang vom Ende. Auf die Kreuzfahrer folgten die Seldschuken und dann die Osmanen, die 1453 mit der Eroberung von Konstantinopel auch ein glanzvolles Weltreich zerstörten. „Byzanz – Europas östliches Erbe“ ist ein Film über das oströmische Reich von Byzanz. 14:00-14:45 • 3sat

Salz im Mokka
Innenansicht einer türkischen Einwandererfamilie – 50 Jahre Einwandererabkommen

Als Hüseyin in den 60er-Jahren aus der Türkei nach Deutschland kam, konnte er sich nicht vorstellen, für immer hier zu bleiben. Heute lebt seine Familie zwischen den Anforderungen der Integration und dem Versuch die Tradition zu bewahren.

Hüseyin landete in Augsburg und begann als Straßenkehrer. Er wohnte in einem Arbeiterwohnheim, gönnte sich nichts, sparte jeden Pfennig für Frau und Kinder. Zweimal im Jahr fuhr er nach Hause. Erst 1973 holte er seine Frau Halime und seine beiden ältesten Töchter zu sich. Nach und nach kamen auch die anderen Kinder hinzu, die bei den Großeltern in der Türkei geblieben waren.

Für den Haushalt war nun Sebahat, die älteste der Töchter zuständig, denn die Mutter arbeitete von morgens früh bis abends spät für eine Putzfirma. Sebahat wie auch ihre Schwester Hatice durften in Deutschland nicht zur Schule gehen, sondern arbeiteten gleich in der Fabrik. Beide wurden früh verheiratet, beider Ehen zerbrachen. Sie waren nicht zu freien, selbstbewussten Frauen erzogen worden. In der Familie galten die strengen Regeln der muslimischen Tradition.

Erst die jüngeren Töchter Fatma und Dondü durften in Deutschland die Schule besuchen. Sie begehrten auf, wehrten sich und begannen, eigene Vorstellungen zu entwickeln. Über die Schule kamen sie in Kontakt mit dem Kolpingwerk, wo sie einige Kurse besuchten. Dem Kolpingwerk hat Fatma es auch zu verdanken, dass sie eine Ausbildung zur Schneiderin machen durfte. Als sie verheiratet werden sollte, wehrte sie sich, unterstützt wurde sie dabei von einer Sozialpädagogin.

Der Vater Hüseyin sieht heute manche Dinge anders. Seine Frau Halime und die Tochter Sebahat tragen immer noch ihr Kopftuch. Die beiden pflegen ihre Tradition. Ein anderer Teil der Familie lebt moderner und sucht nach neuen Wegen. Zum Glück hat das die Familie nicht zerrissen. Man hält zusammen, unterstützt sich, wo man kann. Fast jede Woche trifft man sich. Und wenn alle das traditionelle Opferfest vorbereiten und feiern, dann kommen drei Generationen zusammen, die Großeltern, die Kinder und Kindeskinder.

Der Film erzählt die Geschichte dieser Großfamilie und zeigt, wie die Menschen mit den Anforderungen der Integration heute umgehen, welche Hoffnungen sie antreiben, wie sie versuchen, auch in Deutschland ihre Tradition zu bewahren. Vater Hüseyin sagt: „Die Türkei ist das Land, in dem wir geboren worden sind, aber in Deutschland sind wir satt geworden.“ 18:00-19:30 • EinsExtra

Eine andere Liga
Spielfilm – Für die junge Deutschtürkin Hayat ist Fußball ihr Leben. Mit der Diagnose Brustkrebs wird sie gezwungen, sich ihren Ängsten zu stellen, um sich frei zu machen für die große Liebe.

Die junge Deutschtürkin Hayat und ihr Vater Emil, genannt Baba Can, sind seit dem frühen Tod von Hayats Mutter ein eingespieltes Team. Sie lieben, necken und respektieren sich. Und sie haben eine gemeinsame Leidenschaft: Fußball. Hayat ist eine der besten Spielerinnen in ihrer Frauenmannschaft, doch als sie nach einem Spiel zusammenbricht und ins Krankenhaus gebracht wird, bekommt sie eine Diagnose, die ihr und Baba Cans Leben völlig aus der Bahn wirft: Hayat hat Brustkrebs.

Baba Can setzt alles daran, seine Tochter nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus von jeder körperlichen Anstrengung fernzuhalten, er würde sie am liebsten in Watte packen. Hayat dagegen fiebert danach, so bald wie möglich ihren Trainingsrückstand aufzuholen. Hayat fühlt sich verraten, als sie erkennt, dass ihr Vater sie vor lauter Sorge vom Verein abgemeldet hat und nicht einmal ihre beste Freundin und Teamkollegin Ali ihr das gesagt hat. Sogar ihre Stammposition ist längst an eine andere vergeben.

Hinter Baba Cans Rücken beginnt Hayat, bei einer Straßenmannschaft, den Schanzenmädchen, zu trainieren, obwohl deren arroganter Trainer Toni sie extrem nervt – aber alles ist besser als gar nicht Fußball zu spielen! Nirgendwo fühlt sich Hayat glücklicher als auf dem Platz, obwohl die starken Medikamente der Krebsnachbehandlung schwer an ihrer Kondition zehren und sie jeden Körperkontakt ebenso meidet wie die gemeinsame Dusche mit den anderen Mädchen.

Zu ihrer großen Freude gesellt sich bald auch Ali zu den Schanzenmädchen, und durch Hayats Ehrgeiz und Inspiration beginnt die Sache, nach und nach wie Fußball auszusehen. Das merkt auch Toni, der sich überhaupt viel aufgeschlossener zeigt, seit die hübsche und talentierte Türkin dabei ist. Baba Can riecht natürlich Lunte. Kaum hat er sich damit abgefunden, dass seine geliebte Tochter partout Fußball spielen muss und ihr Leben aufs Spiel setzt, kreuzt auch schon ein Verehrer auf, dem man nicht genau genug auf die Finger schauen kann.

Als ein Spiel mit ihrem ehemaligen Team vereinbart wird, setzt Hayat kurzer Hand heimlich die Medikamente ab, um für die absehbaren Zweikämpfe wieder in Form zu kommen. Es geht mit jedem Tag besser. Allein Tonis Anstrengungen, Hayat für sich zu gewinnen, bringen ihre Gefühlswelt ins Wanken, umso mehr, als sie sich eingestehen muss, dass auch sie sich stark zu Toni hingezogen fühlt.

Ihr ohnehin schwer angegriffenes Selbstbild als Frau wird plötzlich noch mehr infrage gestellt. Hayat steht sich mit ihrer großen Angst vor Ablehnung selbst im Weg, bis sie endlich begreift, dass zum Leben mehr gehört als nur verbissener Kampf. Und mit dieser Haltung gelingt ihr von der Ersatzbank aus noch einmal ein großer Coup …

Hintergrundinformationen:
1971 in Istanbul/ Türkei geboren, kam Buket Alakus als Kind mit ihrer Familie nach Deutschland. 1995 schloss sie an der Berliner Hochschule für Bildende Künste erfolgreich ein Studium als Kommunikationswirtin ab. Im selben Jahr realisierte sie ihren ersten Kurzfilm („Martin“). Von 1996 bis 1998 absolvierte sie ein Aufbaustudium Filmregie am Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg. In dieser Zeit drehte sie weitere Kurzfilme. Der 1996 entstandene Kurzspielfilm „Schlüssel“ brachte ihr 1999 die Auszeichnung als beste weibliche Hauptdarstellerin beim Festival Mondial du Cinéma des Courts Métrages Bélgique und den Preis für das beste Drehbuch beim Festival Donne in Corto Transeurope/ Italia a Roma ein.

Mit „Anam“, 2000/ 2001 entstanden, gibt sie ihr Debüt als Autorin und Regisseurin eines abendfüllenden Spielfilms. Wie „Anam“ wurde auch „Eine andere Liga“ vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Publikumspreis beim Max-Ophüls-Preis 2005, dem Bernhard-Wicki-Preis beim Filmfest Emden 2005 und den Preisen für das beste Drehbuch und den besten Schauspieler beim fünften Monte Carlo Film Festival de la Comédie 2005. 2008 räumte er darüber hinaus bei der Verleihung des Adolf-Grimme-Preises in der Kategorie Fiktion ab. Sowohl Buket Alakus und Jan Berger als auch Karoline Herfurth, Ken Duken und Thierry Van Werveke wurden mit dem angesehenen Fernsehpreis ausgezeichnet. 21:40-23:15 • arte

Hallo Almanya!
Eine deutsch-türkische Unterhaltungsshow – Moderation: Özlem Sarikaya – Deutsch-Türkische Begenungen

Gäste u.a.: Renan Demirkan (Schauspielerin, Schriftstellerin); Fatih Çevikkollu (Kaberettist); Muhabbet (Sänger)

Im Oktober 1961, also vor genau 50 Jahren, wurde das deutsch-türkische Anwerbeabkommen abgeschlossen. Das Bayerische Fernsehen und TRT, die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt der Türkei, begehen dieses Jubiläum gemeinsam: mit der Fernsehsendung „Hallo Almanya!“. Die Gastgeberin Özlem Sarikaya blickt mit prominenten Gästen und Zeitzeugen auf unterhaltsame Weise zurück.

Auf der Grundlage des Anwerbeabkommens, das die junge Bundesrepublik und die Türkei im Oktober 1961 abschlossen, kamen viele Türken als Gastarbeiter nach Deutschland. Seit vier Generationen ist Deutschland für viele ein Zuhause. Viele Kinder und Enkel der ersten Gastarbeiter haben hier auch Karriere gemacht. Als Kulturschaffende, Wissenschaftler, Politiker, Unternehmer und Sportler, Arbeiter und Angestellte bereichern sie Gesellschaft und Kultur und sind aus dem deutschen Alltag nicht mehr wegzudenken.

Moderatorin Özlem Sarikaya, in Deutschland geborene Tochter türkischer Gastarbeiter, hat prominente Gäste der zweiten und dritten Generation und diesen nahestehende Zeitzeugen der ersten Stunde – Eltern, Freunde oder Nachbarn – eingeladen. Zusammen mit ihnen lässt sie ein halbes Jahrhundert gemeinsamer Geschichte und interkulturellen Lebens in Deutschland spannend und unterhaltsam Revue passieren: mit Gesprächen, Anekdoten, Filmbeiträgen, Musik, Showacts und vielen Überraschungen.

Mit dabei sind unter anderem die Schauspielerin und Schriftstellerin Renan Demirkan, der Kabarettist Fatih Çevikkollu, der Sänger Muhabbet, die Filmemacherinnen Yasemin und Nesrin Samdereli („Almanya – Willkommen in Deutschland“), die Fußballprofis Erhan Önal und Yildiray Bastürk, die deutsch-türkische Rockband Grup Ünlü sowie der Unternehmer Vural Öger.

Hintergrundinformationen:
Özlem Sarikaya studierte an der LMU München Politikwissenschaft. Während des Studiums arbeitete sie bei einem privaten Radiosender in München als Nachrichtensprecherin, Redakteurin und Moderatorin. Sie war Mitbegründerin des Gesellschafts- und Kulturportals www.tuerkenstr.de. Seit 2003 arbeitet Özlem Sarikaya als Autorin für den Bayerischen Rundfunk und moderiert seit 2008 das InterKulturMagazin „puzzle“. Darüber hinaus ist sie als Moderatorin und Referentin vor allem interkultureller Veranstaltungen tätig und seit 2005 Referentin bei interdisziplinären Workshops an verschiedenen Münchner Hauptschulen. 21:50-23:25 • BR

Zeit der Wünsche: Das Dornenbett (2)
Fernsehfilm – Deutsch-Türkische Begegnungen – Melike kommt nach Köln. Zunächst wohnt sie in einem Frauenheim im selben Zimmer mit Hanife, die ihr hilft, sich im fremden Land zurechtzufinden.

Bald ziehen die beiden Frauen in eine kleine Wohnung und Melike beginnt, das Leben fernab der Heimat zu genießen. Wie das Schicksal es will, nach Jahren begegnet Melike in Köln Mustafa. Obwohl Mustafa mit einer deutschen Frau zusammenlebt und Melike Ehefrau und Mutter ist, entflammt ihre Liebe neu. Endlich finden die beiden zueinander, eine leidenschaftliche und hemmungslose Liebe beginnt.

Als Melikes Ehemann Yasar mit den beiden Kindern ebenfalls nach Deutschland kommt, muss Melike in ihr altes Eheleben zurückkehren. Die Konflikte zwischen Yasar und Melike sind vorprogrammiert – es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen. Melike wünscht sich die Unterstützung von Mustafa, doch der kann sich nicht für ein gemeinsames Leben mit ihr entscheiden.

Melike nimmt ihr Leben selbst in die Hand. Sie beginnt mit ihren beiden Kindern ein neues Leben in München und reicht die Scheidung ein. Ihr verzweifelter Ehemann wird in die Türkei abgeschoben. Mustafas Sehnsucht nach Melike ist groß. Seine Suche und seine Bemühungen, sie wiederzufinden, schlagen fehl. Währenddessen lebt Melike glücklich und frei mit ihren zwei Kindern in München. Der unglückliche Yasar kann mit dem Druck seiner Familie und der Dorfgemeinschaft nicht umgehen. Um seine Ehre zu retten und seine Kinder zurückzuholen, kehrt er nach Deutschland zurück… 23:25-00:55 • BR

Cosmo TV
Moderation: Till Nassif. Themen: Die Griechen kommen – wieder!; Fremdwort Elternabend; Kabarett unterm Minarett

Die Griechen kommen – wieder!
Die Euro-Krise hält Griechenland weiter fest im Griff. Deshalb suchen immer mehr Griechen wegen der Perspektivlosigkeit in ihrer eigenen Heimat ihre Zukunft in Deutschland. Sie wandeln dabei auf den Spuren der ersten Gastarbeiter-Generation. Gerade die zeichnete eine hohe Heimattreue aus. Die meisten von ihnen kehrten nach ein paar Jahren Arbeit zurück nach Hause. Das Heimweh war stärker als ein gutes Einkommen. Cosmo TV hat ein junges Ehepaar aus Griechenland, deren Eltern schon Gastarbeiter waren, auf seinen ersten Schritten in Deutschland begleitet.

Fremdwort Elternabend
Entweder gehen sie nicht hin, weil sie ihn nicht kennen oder sie gehen nicht hin, weil sie nicht wissen, was sie da sollen: Der Elternabend – viele Eltern scheuen sich daran teilzunehmen. Sprachdefizite und die Angst Verantwortung zu übernehmen gehen zu Lasten der Kinder. Was bleibt ist die Ratlosigkeit vieler Lehrer. Cosmo TV hat einen türkischen Vater zu seinem ersten Elternabend an einer Kölner Hauptschule begleitet. Eine Geschichte mit einem überraschenden Ende.

Kabarett unterm Minarett
Nach wenigen Tagen war die Veranstaltung mit Jürgen Becker in der Merkez Moschee in Duisburg schon ausverkauft. Satire und Moschee – geht das zusammen? Senay Duzcu weiß, dass der Abend ein Tanz auf der Rasierklinge werden kann. Die türkische Kabarettistin hat die Moschee überredet, dabei mitzumachen. Zusammen mit Jürgen Becker will sie testen ob Satire wirklich alles darf oder doch nur Kabarett light für Muslime herauskommt. Cosmo TV schaut, was raus kommt. 06:30-07:00 • HR

COSMO TV
Integration geht jeden etwas an, ob im Beruf, in der Schule oder unter Nachbarn. Deshalb ist COSMO TV ein Magazin für alle, Zugewanderte und Deutsche. 07:30-08:00 • SWR BW, SWR RP, SWR SR

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7 Kommentare
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  1. Sinan A. sagt:

    Film Nr. 2 ist diesmal eindeutig der beste bei Cosmo-TV.
    Thema: Sprachtest

    Der Film wird von der Online-Redaktion überhaupt nicht erwähnt und taucht deshalb auch nicht hier in den TV-Tipps auf.

    Muss man sehen!

  2. Pragmatikerin sagt:

    Ich, als Zeitzeugin von Einwanderung – auch von Türken nach Frankfurt am Main – habe mir heute einige Dokumentationen über diese Zeiten im TV angesehen. Zweierlei habe ich dabei empfunden:

    Wie schlecht musste es einem Grossteil von männlichen Türken gehen, dass sie trotz der schlechten Arbeitebedingungen in einigen Unternehmen und trotz der Warnung arbeitgeberseitig ihre Arbeitsverträge unterschrieben?!

    Auch weibliche Türkinnen – und nicht gerade wenige – konnte man in diesen Dokus bei der Arbeit beobachten -diese machten einen weit mehr als zufriedenen Eindruck……….. War es die Freiheit, die für die meisten ungewohnt war oder das weniger reglementierte Leben, wie es heute in Deutschland bei weiblichen Türkinnen zu beobachten ist?

    Auch eines darf nicht vergessen werden, es bestand tatsächlich die Möglichkeit für die hier arbeitende 1. Generation sich etwas aufzubauen, was auch bei vielen gelungen ist, wie ich an einigen Beispielen sehen konnte.

    Neben einem guten Einkommen bestand ja auch die Möglichkeit etwas zu lernen und später – nach der Rückkehr – weiter in der Türkei zu verwenden.

    Ich will aber auch nicht verhehlen, dass mich, z.B. die Wohnsituation mancher türkischen Einwander, geschockt hat und wie aus der Wohnungsnot durch deutsche Miethaie Kapital geschlagen wurde…………

    Mein Resümee über das im TV Gesehene zu den heutigen Nachfolgegenerationen: die ersten türkischen Einwanderer sind nach Deutschland gekommen, und ihre schlechte Lebenssituation in der Heimat zu verbessern. Sie haben schwer gearbeitet waren aber froh, ein geregelteres Leben „erleben“ zu dürfen.

    Was mich bei den nachfolgenden türkischen Generationen oft stört ist, dass von dem Geist, etwas aus dem Leben in der Fremde zu machen, nicht viel zu merken ist!

    Wenn heute – nach 50 Jahren Anwerbung türkischer Migranten – die Probleme dieser mit sich und der Mehrheitsgesellschaft weitaus grösser sind, gibt das zu denken!!! In einem Beitrag wurde gesagt, es wurden Arbeiter angefordert, doch es kamen Menschen und auf der anderen Seite heute hier Geborene (aus türkischen Migrantenfamilien) mehr fremd sind als ihre Vorfahren, frage ich mich, wer hat versagt?

    Ich bewundere heute die erste Generation der türkischen Einwanderer, jedoch zweifel ich oft an dem „Aufbau“-Willen der Nachfolgegenerationen, das gleiche leisten zu wollen.

    Pragmatikerin

  3. Mika sagt:

    Pragmatikerin, ich sage Ihnen, wer versagt hat: Versagt haben diejenigen in Politik und Medien, die immerzu behaupteten, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei und daher keine geregelte Einwanderungspolitik geführt haben. Versagt haben Sie auch, weil immer noch nach 50 Jahren von „ihr“ und „wir“ die Rede ist!
    Versagt haben aber auch die Migrantenfamilien der ersten Generation, die immer der Ansicht waren, wir gehen hier weg und von daher geben wir uns und unseren Kindern nicht das Gefühl, hier heimisch zu werden! Sie haben den Zug verpasst und es auch nicht wieder nachgeholt! Sie haben sich nicht weiterentwickelt.
    Die Migranten fühlen sich hier nicht akzeptiert und die Deutschen haben eine bestimmte Erwartungshaltung.
    Das sind die Gründe des Versagens!

  4. Pragmatikerin sagt:

    @Mika

    ich – eine „ewig Gestrige“ – schreibe Ihnen hier mal von Gestern und dann überdenken Sie noch einmal Ihr Getippsel!

    Ich bin in den goldenen Nachkriegsjahren gross geworden, nach einem guten Abschlusszeugnis der Hauptschule habe ich eine Lehre absolviert (Juristerei) und habe nachher gut bezahlte Arbeitsplätze gehabt.

    Ich habe nette Gastarbeiter kennengelernt, die hier gute Arbeit geleistet haben und zum Teil wieder in ihre Heimatländer zurückgegangen sind.

    Ich erinne mich gerne daran, dass unsere Politiker rechtzeitig (in den 70iger Jahren) gemerkt haben, dass zuviele Gastarbeiter in Deutschland leben, obwohl wir 1967 eine erste Rezession hatten. Leider haben die meisten – vor allem türkischen Migranten – von den Rückkehrangeboten keinen Gebrauch gemacht (Deutschland w o l l t e kein Einwanderungsland sein). Wer nun wen „vergewaltigt“ hat, dass Deutschland wider Willen zum Einwanderungsland wurde, sei mal dahin gestellt. Wahr ist aber, dass die meisten europäischen Gastarbeiter wie Griechen, Spanier und Italiener Deutschland wieder verlassen haben, nur viele türkischen Gastarbeiter sind geblieben, ja sie haben noch ihre Familen nachgeholt, aus Furcht, das könnte irgendwann nicht mehr möglich sein.

    Recht gebe ich Ihnen, dass die erste Gemneration sich – zu spät – entschieden hat, ob sie bleiben oder gehen will.

    Meine gute gestrige Zeit ging bis 1990 weiter: Ich habe einen guten Deutschen Mann geheiratet, keine Kinder geboren dafür vielen Familien mit meiner Steuerklasse IV es ermöglicht, Kindergeld – und nicht zu knapp – zu kassieren und sich meist nur der Kindererziehung widmen zu können.

    Ich habe ein Haus gebaut, schöne, qualitativ hochwertige Kleidung getragen und habe mir „ein schönes Leben“ gemacht, welches ich mir durch eigene Hände Arbeit verdient habe.

    Ich hatte einen netten – meist aus Deutschen bestehenden – Bekanntenkreis und habe unserer Justiz als Schöffin „geholfen“ dass die Gesetze geachtet wurden, oder wenn nicht, dass nach Recht und Gesetz bestraft wurde.

    Ich als Gestrige, hatte also ein schönes normales Leben in Deutschland – Gestern!!!!!!

    Und heute? Ich bin in Rente und habe viel Zeit zu unterscheiden was „Gestern“ und was „Heute“ ist.

    Soviel nur dazu: Das Deutschland was es heute gibt, ist nicht mehr das Deutschland was mir einmal Heimat war. Ich fühle mich fremd im eigenen Land. Mir geht es heute so, wie es den Gastarbeitern gegangen ist, als sie hier her kamen, fremde Laute, fremde Sitten und fremde Gesichter.

    Ich bin nur noch eine kleine Weile in diesem – früher ach so schönen – Land, denn ich will keine Klamotten von H & M tragen, will kein Fast Food essen und will auch nicht in einem Land länger leben, wo es keine Lebensqualität mehr für ältere Deutsche gibt. Ich beobachte mit Sorge die Preisentwicklung, die Arbeitsplatzangebote und die Löhne und Gehälter, von denen man nicht Leben und auch nicht sterben kann.

    Die Globalilisierung ist nicht schuld daran; meiner Meinung nach hat man (und damit meine ich Migranten, jüngere Deutsche und die Politik) es zum grossen Teil verlernt, sich zu engagieren man reagiert nur noch (siehe Probleme mit der EU und dem Euro).

    Und die Migranten? Ich sage Ihnen als Ältere mit Lebenserfahrung: In 50 Jahren ist alles vorbei.

    Pragmatikerin

  5. Mika sagt:

    Und Pragmatikerin? Was soll mir ihr Geschreibsel jetzt sagen? Es soll in 50 Jahren vorbei sein; was prognostizieren Sie denn in 50 Jahren? Das wäre mal interessant zu erfahren!

    Ich könnte genauso schreiben, dass von meinem hart verdientem Geld auch die Renten bezahlt werden, die Arbeitslosen, die Kinderreichen…trotzdem beklage ich mich nicht. Denn ich habe es mir selbst verdient, und mir geht es sehr gut!

  6. Pragmatikerin sagt:

    @ Mika

    sie haben – wie schon so oft – nichts verstanden. Ich habe aber auch von Ihnen nichts anderes erwartet.

    Pragmatikerin

  7. Mika sagt:

    Pragmatikerin, Sie sollten Ihren Namen in Verbitterte ändern. Auch Sie haben nach so langen Jahren nichts von den Migranten verstanden!



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